Als Frau zur Berufsfeuerwehr
Hallo zusammen,
ich (w, 33) komme aus Baden-Württemberg und beschäftige mich aktuell sehr intensiv mit dem Thema Berufsfeuerwehr.
Ich bin seit einigen Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, trainiere gezielt für die sportlichen Anforderungen (bin selbst auch Sportlerin & Athletin) und möchte mich beruflich komplett neu orientieren. Ich möchte lieber den Rest meines Lebens in einen Umfeld sein, was mir liegt und wofür ich brenne, statt irgendwelche excel Tabellen zu befüllen oder täglich ij Meetings zu sitzen, die mich langweilen.
Handwerklich und technisch arbeite ich sehr gerne und komme damit auch gut zurecht, an kraft fehlt es mir nicht, ich habe in unserer Wehr nie Probleme gehabt, körperlich mitzuhalten, Einsätze abzuarbeiten etc.
Gerade deshalb reizt mich der Beruf der Feuerwehr so sehr.
Was mich allerdings beschäftigt, sind die Zugangsvoraussetzungen. Bei den meisten Berufsfeuerwehren wird eine abgeschlossene handwerkliche oder technische Berufsausbildung vorausgesetzt. (Ich spreche hier jetzt gezielt aus Sicht einer weiblichen Bewerberin
Ich frage mich, ob diese Voraussetzung heute noch zeitgemäß ist. als Friseur hab ich auch Handwerk, hätte aber theoretisch keinen Vorteil, ausser das es auf Papier stimmt.
Gerade bei Frauen ist eine handwerkliche Ausbildung deutlich seltener (in Berufen wie Elektrik, Anlage Mechanik etc.)
. In meiner Freiwilligen Feuerwehr kommen die meisten Kameradinnen aus kaufmännischen, sozialen oder anderen Berufen und nicht aus klassischen Handwerksberufen. Und die halten mit den meisten locker mit.
Mich würden deshalb eure Erfahrungen interessieren:
- Gibt es hier Frauen, die mit Ü30 noch den Sprung zur Berufsfeuerwehr geschafft haben?
- Habt ihr dafür eine zweite Ausbildung gemacht oder gibt es andere Wege?
- Wie seht ihr die handwerkliche Ausbildung als Voraussetzung? Ist sie aus eurer Sicht unverzichtbar oder verhindert sie, dass motivierte und geeignete Bewerberinnen überhaupt eine Chance bekommen?
Mir geht es nicht darum, die Anforderungen an den Beruf zu kritisieren. Ich frage mich lediglich, ob dadurch nicht viele geeignete Frauen verloren gehen, die sportlich fit sind, technisches Verständnis mitbringen, bereits Erfahrung in der Freiwilligen Feuerwehr gesammelt haben und den Beruf mit voller Überzeugung ausüben möchten.
Da viele BFs ja oft auch damit „werben„ mehr Frauen. Mit 16-20 wissej eibige aber eben noch nicht, wo sie evtl in 10 Jahren stehen.
Ich freue mich auf einen sachlichen Austausch und eure Erfahrungen.