u/Quetschenpaua

▲ 3 r/Eltern

Waren unsere Eltern früher vielleicht gar nicht streng – sondern wir Kinder nur zu anstrengend?

Am Anfang steht der gute Vorsatz – und dann kommt das Kind.

Man nimmt sich fest vor, dem eigenen Kind mehr Freiheiten zu lassen, als man sie selbst früher hatte. Also drückt man öfter mal ein Auge zu: Es wird morgens im Bett gefrühstückt, beim Fernsehen Sushi bestellt und alles ein bisschen lockerer gesehen.

Doch nach und nach merkt man, wie man schleichend immer strenger wird. Hier ein Fleck auf dem Bett. Beim ersten Mal kein Problem, aber wenn es sich häuft, schränkt man es ein oder verbietet es ganz. Eigentlich galt bei uns immer die Regel: Erst umziehen, dann fernsehen. Jedes Mal, wenn wir eine Ausnahme machen, rächt es sich sofort. Auch Spielzeug darf unser Sohn grundsätzlich überall stehen lassen – bis es irgendwann überhand nimmt.

Heute bin ich wieder mal über etwas gestolpert und erwischte mich bei dem Gedanken: „Alles, worauf ich trete, fliegt ab jetzt direkt in den Müll!“ Kurz darauf kam mir eine andere Frage: "Ist meine Mutter früher vielleicht genauso locker gestartet – und wir Kinder haben uns diese Freiheiten einfach selbst verspielt?"

Klar ist: Kinder brauchen Regeln. Wenn sie keine bekommen, fordern sie diese auf ihre eigene Weise früher oder später ein. Und natürlich versuche ich weiterhin, meinem Sohn ein besseres Aufwachsen zu ermöglichen, als ich es hatte.

Am besten sind die Regeln, bei denen man sich schon während des Satzes fragt, welchen Unsinn man da gerade labert. Aber Rückzieher gibt es nicht: Wenn man nicht konsequent bleibt, verliert man jede Glaubwürdigkeit.

Aber ich wollte diesen Gedanken einfach mal teilen: Geht es anderen von euch ähnlich? Erwischt ihr euch auch manchmal bei diesen Verhaltensmustern?

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u/Quetschenpaua — 1 day ago
▲ 29 r/Eltern

Der miese Elternzirkel

Warum müssen Meilensteine von Kindern eigentlich immer madig gemacht werden?

Kennt ihr das auch?

Du erzählst voller Freude und Stolz im Bekanntenkreis, auf der Arbeit oder sonst wo: „Mein Kind hat heute sein erstes Wort gesagt!“

Und statt ein einfaches „Wie schön!“ oder „Was für ein toller Moment!“ zu ernten, kommt eiskalt der Klassiker zurück:

„Na super, dann gibt es ja bald nur noch Wiederworte. Genieße die Ruhe, solange du noch kannst!“

Egal um was es geht – das erste Krabbeln („Tja, vorbei ist die entspannte Zeit!“), das Durchschlafen („Glaub mir, das hält nicht an!“) oder das erste selbstständige Anziehen („Dafür brauchen sie ab jetzt 45 Minuten!“) – gefühlt steht immer schon jemand bereit, um die Freude sofort zu dämpfen. Ist okay wenn es euch nicht interessiert, aber dann hört nicht hin oder sagt einfach nichts.

Ich erwische mich immer öfter bei dem Gedanken: Können wir als neue Elterngeneration diesen Spieß nicht bitte endlich umdrehen?

Warum ist dieses ständige „Warte erst mal ab, bis...“ und das Schlechtreden von Fortschritten eigentlich so tief in den Köpfen verankert? Es raubt den Moment, macht unnötig Angst und fühlt sich einfach nur anstrengend an.

Wie wäre es, wenn wir stattdessen anfangen, uns echt mitzufrauen?

Man könnte doch einfach mal sagen:

„Oh wie toll! Das war bei uns damals so eine aufregende und schöne Zeit, als man sich endlich richtig mit dem Kind unterhalten konnte.“

Parenting ist schon fordernd genug. Wir müssen uns nicht gegenseitig mit Zynismus übertrumpfen, um zu beweisen, wie hart das Leben mit Kindern ist. Lasst uns die Meilensteine feiern – die eigenen und die der anderen.

Das Ganze führt am Ende doch nur dazu, dass man solche schönen Momente gar nicht mehr teilen mag – was dem einen oder anderen Miesmacher vielleicht sogar ganz recht ist. Aber das Skurrile ist: Auf der Arbeit gibt es Leute, die aktiv nachfragen, nur um einem die Freude danach direkt wieder madig zu machen. Und das Beste? Sogar Kolleginnen und Kollegen, deren eigene Kinder jünger sind als meins, ziehen diese Nummer schon ab!

Stehe ich damit komplett alleine da?

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u/Quetschenpaua — 10 days ago
▲ 3 r/Eltern

Probleme mit der Windel

Hallo zusammen,

wir brauchen mal euren Rat beim Thema Trockenwerden: Unser Sohn ist 3 ½ Jahre alt und trägt aktuell noch Windeln. Töpfchen und Toilettensitz sind da, aber alle bisherigen Versuche verlaufen eher schleppend:

Feste Routinen: Wollten ihn vor dem Schlafen aufs Töpfchen schicken – das hat er komplett verweigert.

Windel weglassen: Führte zu großen Tränen, bis die Windel wieder an war. Gab es doch mal windelfreie Zeiten, hat er nicht Bescheid gesagt, wenn er musste.

Belohnungssystem (aktueller Versuch): Er bekommt Stempel (1 fürs Mitkommen/Pobeschauen, 2 fürs Pinkeln, 3 für das große Geschäft). Er geht zwar ab und zu mit, ist aber schnell frustriert, wenn nichts kommt. Auch hier sagt er von sich aus nicht Bescheid.

Wir versuchen, ganz ruhig zu bleiben und keinen Druck aufzubauen. Druck oder gar Zwang kommen für mich aufgrund eigener negativer Erfahrungen absolut nicht infrage.

Stecken wir fest oder braucht er einfach noch Zeit? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder Ideen, wie wir entspannt weitermachen können?

Danke euch!

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u/Quetschenpaua — 12 days ago