Eure kuriosesten Lärmgeschichten
Ich bin Anfang des Jahres in eine hellhörige Wohnung aus den 60ern gezogen. An die meisten Geräusche hatte ich mich zum Glück schnell gewöhnt, aber ich störte mich an einem stündlich auftretenden lauten Geräusch von oben. Es klang in etwa so, als würde jemand eine Eisenstange auf den Fußboden fallen lassen. Irgendwann fand ich heraus, was es tatsächlich war: wenn der Nachbar oben am Fenster rauchte, knallte er seinen Aschenbecher auf die Fensterbank. Morgens weckte mich der laute Knall und tagsüber erschreckte er mich immer wieder aufs neue.
Die Kommunikation mit dem alten Herrn gestaltete sich schwierig, da er eine geistige Behinderung hat, deshalb sprach ich meine Vermieterin an (die auch im Haus wohnt). Sie solle doch bitte den Nachbarn oben bitten, seinen Aschenbecher an einem Ort stehen zu lassen. Die Vermieterin sagte mir, der Nachbar sollte sowieso nicht am Fenster rauchen (aus welchen Gründen auch immer). Sie sprach mit ihm und das laute Geräusch verschwand.
Leider verbringt der Nachbar nach wie vor gerne Zeit am offenen Fenster. Da er nun keine Zigarette mehr in der Hand hält, hat er sich angewöhnt, im Stundentakt minutenlang mit den Fingern auf die Fensterbank zu klopfen. Durch eine absurde Schallbrücke ist das in meiner Wohnung so laut, als würde er an mein Fenster klopfen - jeden Tag insgesamt eine gute Stunde lang.
Ein weiterer Kommunikationsversuch war erfolglos, entweder versteht er mich nicht oder will es nicht verstehen. Ich komme wohl nicht drum herum, wieder mit der Vermieterin zu sprechen. Hätte nie gedacht, dass so eine blöde Fensterbank mal zu einer so krassen Lärmquelle wird.
Geteiltes Leid ist halbes Leid, deshalb möchte ich gerne von euch wissen: Was ist das absurdeste Lärmproblem, das ihr je zu Hause hattet?