Hat Deutschland beim Bürgergeld inzwischen ein grundsätzliches Anreizproblem?
Ich habe das Gefühl, die Diskussion läuft oft in die falsche Richtung.
Für mich geht es nicht darum, ob jemand Deutscher oder Ausländer ist. Das Problem ist eher ein System, in dem sehr viele Menschen dauerhaft von der Allgemeinheit getragen werden, während Arbeit immer stärker belastet wird.
Wer nicht arbeitet, kostet nicht nur Bürgergeld. Es fehlen auch Steuern, Sozialbeiträge und Arbeitskraft. Gleichzeitig steigen Abgaben und Krankenkassenbeiträge, und an Schulen, Straßen und Infrastruktur fehlt überall Geld.
Bei Migration fällt das besonders auf, weil viele Menschen Leistungen bekommen, bevor sie überhaupt in Deutschland eingezahlt haben. Aber das gleiche Problem gibt es natürlich auch bei deutschen Bürgergeldempfängern, die arbeiten könnten.
Ein Sozialstaat funktioniert nur, wenn genug Menschen einzahlen. Ich frage mich inzwischen, ob wir bei diesem Verhältnis nicht grundsätzlich etwas falsch aufgebaut haben.
Sehe ich das zu einfach?