Amex jetzt bei Google Pay in Österreich
Ich habe vor wenigen Minuten von Google Pay die Aufforderung bekommen, meine Amex zur Wallet hinzuzufügen. Die Karte ist jetzt tatsächlich hinterlegt. Könnt ihr das beatätigen
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Ich habe in Innsbruck ein Grundstück gefunden und den Makler angeschrieben. Der Preis war ordentlich gesalzen – vermutlich auch der Grund, warum die Besichtigung drei Tage später an einem Sonntag noch problemlos möglich war. Wenn Immobilien sonst schneller weggehen als warme Leberkässemmeln, war hier offenbar noch entspannt Kalender frei.
Bei der Besichtigung waren der Verkäufer und der Makler dabei. Der Verkäufer hat uns alles gezeigt: wunderschönes Grundstück, fantastischer unverbaubarer Blick runter auf die Stadt, gute Anbindung, ruhig gelegen. Also grundsätzlich: Grundstücks-Porno mit Alpenfilter.
Der Verkäufer erklärte uns sehr ausführlich, welcher Nachbar ein ersessenes oder eingetragenes Wegerecht hat, welcher nicht, wie groß man bauen könne, zeigte mir den Bebauungsplan und so weiter. Alles sehr informativ.
Der Makler stand daneben. Und schaute. Wie ein Auto. Ohne Motor. Ohne Pickerl. Ohne Beitrag.
Ein paar Tage später verhandelten wir über den Preis. Nach einigem Hin und Her konnten wir uns nur deshalb einigen, weil der Makler auf einen Teil seiner Provision verzichtete. Sehr großzügig. Fast schon Mutter Teresa mit Sakko.
Beide Seiten akzeptieren also, und der Makler schickt mir ein sechsseitiges verbindliches Kaufanbot, das ich bitte unterschreiben soll. Ich lese mir das Ding durch und merke: Meine Haare wollen das Grundstück offenbar nicht kaufen, so sehr stellen sie sich auf.
Unter anderem stand darin:
Also schreibe ich dem Makler höflich zurück:
Daraufhin ruft mich der Makler natürlich an. Zur Unzeit. Klassiker.
Er erklärt mir, der Vertragserrichter sei nicht optional, weil dieser sich mit den Servituten bestens auskenne und ein neuer Anwalt sich erst einlesen müsse.
Ich sage: „Perfekt. Genau dafür ist ein Anwalt da. Aber ich zahle sicher nicht meinem Vertragsgegner seine Rechtsvertretung.“
Makler nimmt das zur Kenntnis und legt auf. Leider nimmt er nur das zur Kenntnis, aber keine meiner Fragen. Also schreibe ich ihm noch einmal: Bitte schriftlich beantworten, ich möchte das direkt an meinen Anwalt weiterleiten.
Er ruft wieder an. Ich sage wieder: Bitte schriftlich.
Dann kommt ein knappes Mail: Der Anwalt werde, wie bereits erwähnt, vom Verkäufer vorgegeben. Und die Eintragung des Servituts sei ja wohl bei der Besichtigung angesprochen worden. Die anderen Punkte? Schweigen im Walde. Nur ohne Wald, weil Bauland.
Also schreibe ich einem Freund, der im Bauamt arbeitet, und frage, ob er mir den Bebauungsplan ansehen kann. Rückmeldung: Bebauungsplan ist nicht beschlossen. Also: fix ist nix.
Wieder Telefonat mit dem Makler. Er meint, er habe mit dem Verkäufer gesprochen, der weiche nicht von seiner Position ab. Vertragserrichter sei sein Anwalt oder keiner. Ich bedanke mich höflich und sage: Dann möge sich der Verkäufer bitte einen anderen Käufer suchen. Darauf folgt ein zehnminütiger Rant des Maklers, dass er noch nie erlebt habe, dass ein Verkauf an so einer Bagatelle scheitert. Es sei absolut üblich, dass der Verkäufer den Vertragserrichter bestimmt, weil es „oft auch gar nicht anders geht“.
Ich erwähne nochmals den „Entwurf des Bebauungsplans“ und dass ich langsam das Gefühl habe, dass mir hier Dinge nicht ganz transparent kommuniziert werden. Ich bitte ihn, mich nicht mehr zu kontaktieren.
Wer hätte es gedacht: Ein paar Stunden später ruft der Makler wieder an.
Plot Twist, aber auf Wish bestellt: Der Verkäufer sei plötzlich doch bereit, dass ich den Vertragserrichter bestimme.
Ich bedanke mich höflich und bitte ihn erneut, mich nie wieder zu kontaktieren.
Tl;dr: Ich wollte ein Grundstück kaufen und bekam stattdessen eine kostenlose Führung durch das Museum der roten Flaggen.