Beiträge Krankenversicherung während Elternzeit - kann das sein?
Hallo zusammen,
wir haben Ende 2024 Nachwuchs bekommen und die Krankenkasse von meiner Frau hat uns eine kleine "Überraschung" geschickt.
Laut der "Techniker Krankenkasse" soll ich für die gesetzliche Krankenkasse meiner Frau über 500€ monatlich zahlen.
Als junge Eltern mit nur einem Einkommen haut dieser Beitrag natürlich richtig rein.
Auch ist mein Gerechtigkeitsempfinden stark gestört, weil es Eltern bei uns ohnehin nicht leicht haben (z.B. nicht erhöhtes Elterngeld seit 2007).
Sind wir vielleicht in eine eher unbekannte "PKV-Falle" getappt?
Daher hoffe ich, dass Ihr mir helfen könnt.
Ausgangslage:
- Meine Frau war freiwillig gesetzlich bei der TK versichert (verdiente also über Beitragsbemessungsgrenze) und ist seit Anfang 2025 in Elternzeit.
- Ich verdiente mehr als meine Frau und bin privat versichert.
Beitragsberechnung von der TK:
- Unser "Familieneinkommen" errechnet sich aus meinem Nettoeinkommen minus 791€ als Absetzungsbeitrag für unser Kind
- Das halbe Familieneinkommen wird als Einkommen meiner Frau gesehen
- Von diesem Einkommen wird Krankenversicherung (14,0%), Zusatzbeitrag (2,69%) und Pflegeversicherung (3,6%) als Beitrag festgesetzt. Natürlich müssen wir ihn komplett zahlen, einen Arbeitgeberanteil gibt es ja nicht
Nach Rückfrage teilte mir die TK mit, dass diese Berechnung auf SGB V 240ff. basiert.
Dort finde ich nur den Hinweis, dass in unserem Fall das Gehalt des Partners den Beitrag beeinflussen kann, jedoch ohne genauere Angaben oder konkrete Zahlen.
Nun stellen sich uns ein paar Fragen:
- Ist diese Beitragsberechnung richtig und kann es wirklich sein, dass wir als junge Eltern so viel zahlen müssen? Wo finde ich die rechtliche Grundlage mit konkreten Zahlen?
- Meine Frau befindet sich nun schon im zweiten Jahr ihrer Elternzeit und der Beitrag ändert sich nicht. Gilt meine Frau noch immer als freiwillig versichert?
- Muss ich wirklich den vollen Krankenkassenbeitrag für meine Frau zahlen, inklusive Arbeitgeberanteil?
Habt Ihr vielleicht Tipps wie wir diese Situation verbessern können?
Das zweite Kind ist auf dem Weg, mit jetziger Berechnung wären diese Beiträge also noch die nächsten zwei Jahre fällig (> 12.000€).