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Kauf Neubau auf ehemaligem Gaswerksgelände – Altlasten, kein Keller & Haftungsausschluss im Kaufvertrag. Finger weg?

Hallo zusammen, mir liegt ein Kaufvertragsentwurf für ein Neubauprojekt in Berlin vor. Der Quadratmeterpreis liegt etwas unter dem üblichen Schnitt der Mikrolage, aber das Baugrundgutachten und der Vertrag bereiten mir Bauchschmerzen.

Das geotechnische Gutachten offenbart folgende Punkte:

  1. Das Haus wird nicht unterkellert auf einer einfachen Bodenplatte (ca. 1m unter GOF) gebaut.
  2. Der tiefere Boden ist als gefährlicher Abfall (PAK und Cyanid) eingestuft. Da kein Keller gebaut wird, findet nur ein oberflächlicher Bodenaushub statt; die tieferen Altlasten des ehemaligen Gaswerks bleiben im Boden. Eine Löschung aus dem Bodenbelastungskataster (BBK) wird vom Bauträger explizit nicht garantiert.

Zudem verlangt der Bauträger im Notarvertrag eine vollständige Freistellung von der Haftung als früherer Eigentümer für Altlasten nach Übergabe. Das bedeutet, die künftige WEG übernimmt das alleinige Risiko für etwaige spätere behördliche Sanierungs- oder Überwachungsauflagen (z.B. bzgl. Grundwasser).

Hat hier jemand Erfahrung mit Käufen auf schadstoffbelasteten Konversionsflächen? Ist das Risiko von künftigen Kostenauflagen durch die Umweltbehörde für die WEG realistisch? Und wie massiv schätzt ihr den Wertminderungseffekt beim Wiederverkauf ein (wegen fehlendem Keller und dauerhaftem Eintrag im Altlastenregister)? Danke für eure Einschätzungen!

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u/Significant-Row-904 — 10 days ago