Anhörung Führerscheinstelle nach Strafverfahren wegen BTMG (Kokain)
Hi zusammen,
ich brauche mal einen Realitätscheck und euren Rat. Ich habe heute Post von der Führerscheinstelle bekommen (Anhörung zur Überprüfung der Fahreignung) und bin gerade ziemlich durch den Wind.
Die Vorgeschichte:
Ich hatte vor kurzem eine Hauptverhandlung am Amtsgericht wegen Handel mit Kokain (Vorfall liegt im Jahr 2023). Das Verfahren ist durch, aber im Gerichtsprotokoll steht wohl drin, dass ich im Rahmen meiner Aussage zugegeben habe, damals auf Partys auch mal gelegentlich selbst Kokain konsumiert zu haben.
Die Führerscheinstelle hat jetzt die Akten vorliegen. Im Brief wird mir vorgeworfen, harte Drogen konsumiert zu haben. Da Konsum von harten Drogen laut FeV Anlage 4 die Fahreignung direkt ausschließt, fordern sie eine MPU von mir. Dem Brief liegt auch direkt eine Verzichtserklärung bei.
Wichtig zu wissen: Ich war nach der ganzen Sache für 12 Wochen in einer Tagesklinik, um das Thema aufzuarbeiten und mein Leben komplett neu zu ordnen.
Hier meine Fragen:
Bringt mir der 12-wöchige Aufenthalt in der Tagesklinik irgendetwas beim Amt? Kann man das nutzen, um die MPU zu umgehen, oder verkürzt das zumindest die geforderte Abstinenzzeit (Normalerweise ja 12 Monate bei harten Drogen)?
Falls die MPU unvermeidbar ist: Was ist taktisch jetzt der klügste nächste Schritt? Ich habe aktuell noch keine offiziellen Abstinenznachweise vorliegen. Macht es Sinn, die Verzichtserklärung zu unterschreiben, um Kosten für den behördlichen Entzug zu sparen, und dann direkt das Jahr Abstinenz anzutreten?