Was für eine Rolle spielt die Führerschein-Akte im Gutachten?
Ich muss eine MPU machen, weil ich Anzeigen mit BtM (Drogen) habe. Ich hatte noch nie einen Führerschein, saß dementsprechend noch nie berauscht hinter’m Steuer. Wollte den Führerschein beantragen, aber geht wegen den Anzeigen nicht.
So - nun mache ich einen MPU-Vorbereitungskurs (Einzelstunden mit einer Sozialarbeiterin aus der Suchtberatung).
Ich bin irritiert, warum diese Sozialarbeiterin noch kein mal ausführlich mit mir über meine Führerschein-Akte gesprochen hat (in der die Anzeigen mit BtM samt Details stehen).
Wie wichtig ist es, dass ich mich für das MPU-Gutachten mit den Anzeigen beschäftige?
Es handelte sich dabei um Erwerb und Besitz. Ich war lediglich Konsument, kein Dealer oder sonst was.
Ich habe eine Abhängigkeit diagnostiziert, deswegen denke ich, dass der Fokus eher darauf liegen wird, dem Gutachter zu zeigen, dass ich andere Wege und Mittel gefunden habe, um ein abstinentes, erfüllendes Leben zu führen, mich mit den Ursachen gründlich auseinandergesetzt habe und zukünftig nicht beim Fahren konsumieren werde.
Meine Sorge ist, dass der Gutachter von mir möchte, dass ich die Anzeigen (die in der Führerschein-Akte gelistet sind) tiefgründig und detailliert durchgehe und reflektiere.
Worauf soll ich mein Fokus nun richten? Oder in welchem Verhältnis?
Auf meine gesamte Konsumgeschichte, auf die drei Anzeigen in der Akte, oder auf beides???
Was wird typischerweise im Gutachten gefragt/verlangt von jemandem in so einem Fall?