Hilfe bei Führerschein
Titel: Führerscheinantrag: alter Kokainbesitz + Fahren ohne Fahrerlaubnis/Fahrerflucht – was könnte die Führerscheinstelle verlangen?
Moin, ich möchte jetzt meinen Führerschein Klasse B machen und habe etwas Sorge, dass meine alten Sachen bei der Führerscheinstelle zu Problemen führen könnten.
Zu meinem Hintergrund:
Ich habe aktuell keinen Führerschein und möchte jetzt erstmals Klasse B beantragen.
Im FAER stehen nach meiner Auskunft aktuell 3 Punkte wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis + unerlaubtem Entfernen vom Unfallort (Fahrerflucht).
Eine Fahrerlaubnissperre aus dieser Sache ist bereits seit ungefähr 2 Jahren abgelaufen.
Es gab außerdem vor knapp 2 Jahren einen Kokain-Besitzvorwurf.
Wichtig dabei: Das Kokain wurde nicht bei mir am Körper gefunden. Laut damaligem Sachverhalt soll die Polizei nachts beobachtet haben, wie ich einen Gegenstand weggeworfen habe. Einige Meter entfernt wurde anschließend Kokain gefunden.
Ich habe damals keine Aussage zum Vorwurf gemacht.
Es gab keinen positiven Drogentest, keinen nachgewiesenen Konsum und keinen Drogenverstoß im Straßenverkehr.
Soweit ich mich erinnere, wurde der Besitz strafrechtlich trotzdem mir zugerechnet bzw. entsprechend abgeschlossen.
Im FAER ist dieser BtM-Sachverhalt nicht eingetragen.
Jetzt möchte ich den Führerscheinantrag möglichst schnell stellen.
Meine Fragen an Leute mit ähnlichen Erfahrungen:
Kann die Führerscheinstelle den alten BtM-Sachverhalt trotzdem über die Strafakte erfahren, obwohl er nicht im FAER steht?
Kann allein dieser alte Besitz zu einem ärztlichen Gutachten nach § 14 FeV führen?
Wie wahrscheinlich ist bei so einem Sachverhalt ein ärztliches Gutachten bzw. eine MPU?
Würde die Führerscheinstelle mich zunächst zu einer Stellungnahme auffordern?
Kann die Kombination aus Fahren ohne Fahrerlaubnis + Fahrerflucht + altem BtM-Besitz dazu führen, dass direkt eine MPU angeordnet wird?
Falls ein Gutachten verlangt wird: Wird dabei eher aktueller Konsum geprüft, z. B. durch Urin, oder kann auch eine Haaranalyse verlangt werden?
Mir geht es vor allem darum, wie solche Fälle in der Praxis bei der Führerscheinstelle behandelt werden. Ich möchte den Antrag jetzt stellen und nicht unnötig vorher Geld für MPU-Beratung oder Drogenscreenings ausgeben.