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5000€ Kreditkartenbetrug. Klagen oder nicht?

Hallo zusammen. Meine Frau hat sich letztes Jahr von einem Betrüger zu einer Kreditkartenauszahlung von etwa 5.000€ verleiten lassen (sie hatte drei TANs rausgegeben).

Ihr wurde der Betrug unmittelbar bewußt, und wir haben noch am selben Tag die Karte gesperrt sowie die Bank (comdirect) schriftlich dazu aufgefordert, die Zahlung zu stornieren.

Das Geld wurde dennoch erst sechs Tage nach dem Betrug abgebucht, und zwar von einer neuen Visa Karte, die die Bank zwischenzeitlich ausgestellt hatte.

Ich habe die Bank angemahnt und auch einen Anwalt für Finanzrecht beauftragt, ein Schreiben auzusetzen. Dies hat die comdirect zweimal abblitzen lassen, jeweils mit der Rechtfertigung dass man Visa Buchungen nicht stornieren kann, sowie dass wir wegen Herausgabe der TANs selbst schuld sind.

Argumente auf unserer Seite sind: die Bank hat nicht auf unsere unmittelbaren Betrugsvorwürfe reagiert, ganze sechs Tage nichts getan, und damit die Sorgfaltspflicht verletzt. Dazu die technische Ungereimtheit dass die Abbuchung von einer neuen Visa-Karte erfolgte (für die niemals eine Autorisierung zur Abbuchung vorlag).

Die offene Frage ist nun: würdet Ihr klagen, und damit bzgl. der Prozesskosten (2.500€ erste Instanz) ins Risiko gehen? Oder es lieber sein lassen? Wie seht Ihr hier die Chancen?

(Die finale Abstimmung mit meinem Anwalt steht noch aus, aber er machte erstmal einen unschlüssigen Eindruck)

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u/Top-Mycologist-5460 — 3 days ago