u/Valuable-Serve1207

Zwischen Geburt und Verstummen

Jeder Tag ist einer weniger.

Wir treiben stets mit dem Strom der Zeit,

niemals gegen ihn —

alles ist zu schnell,

um wirklich zu begreifen.

Gestern erst geboren,

vogelfrei und lebensfroh

heute schon alt,

gezeichnet von den Ketten

einer hierarchischen Gesellschaft,

vollständig ermüdet.

Der Tod Präsent.

Er kommt uns näher

wie ein Schatten,

der ewig folgt —

jede vergangene Sekunde

rückt er ein Stück heran.

Memento mori, heißt es.

Die Botschaft ist vollkommen,

gar eine Gewissheit:

Wir sollen den Tod

nicht verdrängen,

nicht fürchten.

Wir sollen ihn akzeptieren —

er vollendet das Schicksal

jedes Lebewesens.

Er verbindet uns,

und er trennt uns zugleich

von allem,

was wir sind.

Für immer —

vielleicht sogar darüber hinaus.

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u/Valuable-Serve1207 — 18 hours ago

Flucht vor der Wirklichkeit - kleine Momente, die Splitter unserer Träume

Das Dasein ist eine Illusion.

Wir alle kreisen wie ziellose Hüllen stets

um denselben Punkt:

arbeiten, funktionieren,

altern,

bis der Körper vollkommen verstummt.

Zwischendurch fliehen wir –

in Augenblicke,

Momente, die uns kurz entführen

aus dem Chaos der Wirklichkeit,

die uns leise zuflüstern,

wie düster alles ist.

Wir betäuben uns

mit Ablenkungen,

tagtäglich,

fern von jeder Realität,

wie ein kurzer Rausch.

Und doch formen gerade

diese kleinen Splitter Zeit

ein Leben,

das wir nie wirklich bekamen –

nur ein Echo davon,

präsent in unserem Kopf,

wie ein zeitloser Traum,

der sich weigert,

zu enden..

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u/Valuable-Serve1207 — 18 hours ago
▲ 2 r/Poems

The Cold That Holds Me ​

​Each day is like a deep winter.

The inner cold reveals to me

my lack of joy, of empathy,

the communicative and physical failure

to fit into the social frame.

​No blanket can warm me,

no flame melt the frost.

An anesthesia of the soul prevails –

a numbed state

that severs me from the pain

while drifting me away from my own self.

​What happened is too present and too fresh,

my fate feels sealed.

I will freeze into a statuette,

as if I had never been.

​The thought brings me joy;

it seems an escape

from my own cold –

a hollow redemption.

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u/Valuable-Serve1207 — 10 days ago

Die Kälte, die mich hält

Jeder Tag ist wie ein tiefer Winter.

Die innere Kälte verdeutlicht mir

meinen Mangel an Freude, an Empathie,

die kommunikative und physische Unfähigkeit

der Einbindung ins gesellschaftliche Bild.

Keine Decke kann mich wärmen,

keine Flamme den Frost schmelzen.

Es herrscht die Anästhesie der Gefühle –

ein betäubter Zustand,

der mich vom Schmerz trennt

und mich zugleich von meines Eigenen entfernt.

Das Geschehen ist zu präsent und jung,

mein Schicksal scheint besiegelt.

Ich werde erstarren wie eine Statuette,

als ob ich niemals war.

Der Gedanke macht mir Freude,

er erscheint mir als Ausweg

aus meiner eigenen Kälte,

gar ein Schmelzen der Stille.

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u/Valuable-Serve1207 — 10 days ago

Der Mensch, der zurückblieb – ohne sich.

Alkohol.

Alkohol ist mehr als ein Konsumgut

in dieser kaputten Gesellschaft.

Er tötet.

Er tötet die Persönlichkeit des Menschen,

mit jedem Schluck ein wenig mehr.

Am Ende bleibt nur eine leere Hülle,

lieblos,

abgewandt von ihrem eigentlichen Dasein,

von ihrer Rolle in der Familie.

Es ist wie ein Suizid in Zeitlupe.

Das Geschehene ist unumstößlich.

Man kann nur zusehen,

wie der Mensch, den du liebst,

sich verliert

und schließlich stirbt.

Alles, was bleibt,

ist eine Silhouette des eigentlichen.

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u/Valuable-Serve1207 — 10 days ago

Ich bin mein eigenes Gefängnis – Der Ausweg nah und zugleich unerreichbar.

Jeden Tag möchte ich so viel nach außen tragen,

doch mein Verstand hält mich zurück.

Vollkommen erdrückt,

zerquetscht wie ein Insekt

von einer Masse,

die mir nicht tragbar erscheint.

Ich minimiere mich

auf das Nötigste zu sagen

und ersticke innerlich.

Der Ausweg scheint so nah –

eine offene Tür.

Doch ich finde ihn nicht,

den Weg aus dem Labyrinth,

dem Abbild meiner Unsicherheit,

meiner Angst,

meiner Selbstbegrenzung –

all das geformt aus einem selbstgesponnenen Netz aus Illusionen.

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u/Valuable-Serve1207 — 10 days ago
▲ 2 r/Poems

Alkohol.

Alkohol ist mehr als ein Konsumgut

in dieser kaputten Gesellschaft.

Er tötet.

Er tötet die Persönlichkeit des Menschen,

mit jedem Schluck ein wenig mehr.

Am Ende bleibt nur eine leere Hülle,

lieblos,

abgewandt von ihrem eigentlichen Dasein,

von ihrer Rolle in der Familie.

Es ist wie ein Suizid in Zeitlupe.

Das Geschehene ist unumstößlich.

Man kann nur zusehen,

wie der Mensch, den du liebst,

sich verliert

und schließlich stirbt.

Alles, was bleibt,

ist eine Silhouette des eigentlichen.

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u/Valuable-Serve1207 — 15 days ago