
für die schule ein gedicht geschrieben, feedback?
musste noch eins schreiben✌️

musste noch eins schreiben✌️
ich bin relativ neu was schreiben angeht und wollte mir gerne ein paar meinungen anhören :) das ganze geht eher richtung poetry slam
Wer ich gestern war, rinnt mir heute durch die Finger.
Draußen leuchtet die Stadt, doch ich bleibe im Zimmer.
Das Display blitzt auf mit Herzen aus Blut
ein digitaler Puls, der mir draußen entgeht.
Ich scrolle durch Fratzen, die ich flüchtig erkenne,
während ich den Namen meiner Sehnsucht vergesse.
Ich greife nach mir, doch ich fasse ins Leere,
als ob ich nur Gast im fremden Körper wäre.
Bittere Kälte kriecht tief in die Brust,
aus dumpfer Betäubung wird quälende Lust.
Ein Funken aus Schmerz, den du mir jetzt schenkst,
damit das heiße Rot meine Gedanken ablenkt.
Ein weckender Schlag, um der Taubheit zu fliehen,
während Schatten der Angst durch die Venen ziehen.
Du tust mir nicht gut, doch ich lasse mich fallen,
im Wissen: Es wird mich kein Retter mehr fangen.
Ich suche erst gar nicht, ich werde nichts finden
der Drang zu verschwinden wird immer gewinnen.
​
Schönheit liegt im Auge des Betrachters
Ich muss weinen denn ich hab da was im Auge
Und zwar dich
Ich könnte tausend Jahre blind sein
Doch bleibt auch für mich gewiss
Dass mein inneres den Anblick deines Antlitz
nie vergisst
Sing dir ein Lied in jeder Sprache dieser ach so alten Welt
Nie eine Stimme ihre Finsternis wie deine je erhellt.
Sie lehnt an einem Safransamtcarreau
und hält ein Büchlein in der rechten Hand.
Ihr gelbes Kleid mit Fliederschleifenband
besticht für sich und niemand im tableau-
vivant gleicht ihr im Ockerlichtchateau,
denn sie ist jeder Geltung abgewandt.
Sie liest genau, entrückt, doch bei Verstand
und wähnt sich in den Zeilen irgendwo -
Millionen Augen stehen ihr Spalier.
Doch sie, sie folgt den Versen und verfällt
dem Flüstersog der Phantasie und ihr
entgleitet fast das Büchlein, das sie hält.
Sie spürt nicht mehr die Röte vor plaisir,
und lehnt und liest und träumt sich aus der Welt.
^(15.05.2026)
Du möchtest, dass ich bleibe?
Dann gib mir einen Grund
Denke, fühle, schreibe
mir, am besten noch zur Stund
den tieferen Sinn
lass nicht im Geheimen
weshalb dir wichtig ist
dass ich in deiner Nähe bin.
Wollte einen neuen Stil probieren und die sind dabei rausgekommen.
Hallo zusammen,
ich bin noch recht am Anfang mit dem Schreiben von Gedichten und suche Austausch :).
Ich möchte gern dazu lernen und würde mich über euer ehrliches konstruktives Feedback freuen. Danke euch 😄
Traumlandschaften
Ein Nachtschatten
dringt in mich ein
kalt wie Schnee
und bleibt
taucht auf
wenn Worte
treffen
ich stehe
in einer Schlucht
da wo deine Worte
auf mir knien
da wo dein Griff
so fest ist
da wo kalte Arme
mich umschlingen
still
Ich bekomme
kaum Luft
und dann
kippt
etwas in mir
wird leise
Stille Stimmen
haben kein Echo
Nicht heute
nicht bei dir
deine Urteile
legen sich
mit Gelächter
auf meine Haut
ohne Halt
du richtest dich auf
ziehst Glanz an
und wärmst dich daran
Ich gehe weiter
durch deine Landschaft
sehe dein Wunschbild
und
atme
atme
atme
die Sonne
über mir
Oder ganz simpel:
Ich bin dann mal weg .
Die Sonne hing reglos über der Straße
als hätte selbst der Himmel aufgegeben sich zu bewegen
ich fuhr zur Tankstelle
mehr aus Gewohnheit als aus Notwendigkeit
der Tank war nicht leer
nur ich war es
mein schwarzes Haar war nass vom Schweiß
mein schwarzes Hemd klebte an meinem Rücken
ich sah aus wie jemand
der schon lange aufgehört hatte irgendwo anzukommen
ich stellte den Motor ab
nahm den Zapfhahn in die Hand
hörte das monotone Klicken
dieses stumpfe Geräusch
das besser zu mir passte als jedes Gespräch
dann stand sie neben mir
blondes Haar
ein weißes Blumenkleid
so hell
dass es beinahe schmerzte sie anzusehen
sie war das Gegenteil von allem
was ich geworden war
sie lächelte mich an
und ich sah weg
nicht weil ich sie nicht ansehen wollte
sondern weil ich Angst hatte
dass sie in meinem Gesicht etwas erkennt
diese Müdigkeit
diese trostlose Stille
die man nicht mehr abwaschen kann
ich tat so
als würde ich mich auf den Verkehr konzentrieren
auf die Zahlen der Zapfsäule
auf irgendetwas
das nicht ihre Augen waren
aber ich spürte ihr Lächeln neben mir
warm und leicht
wie etwas
das nicht für Menschen wie mich bestimmt ist
ich bezahlte
stieg wieder ins Auto
und fuhr los
an der Ausfahrt hielt ich kurz an
nur einen Moment
lang genug um zurückzusehen
sie stand noch dort
der Wind bewegte ihr Kleid ganz leicht
und sie lächelte immer noch in meine Richtung
nicht traurig
nicht spöttisch
einfach nur ruhig
als hätte sie verstanden
dass ich niemals den Mut gehabt hätte
sie anzusprechen
dann fuhr ich weiter
und ich habe sie nie wieder gesehen
aber manchmal
wenn die Sonne zu heiß auf den Asphalt drückt
und Tankstellen nach Benzin und Sommer riechen
denke ich an sie
an das weiße Kleid
an ihr blondes Haar
und daran
dass manche Menschen nur für wenige Sekunden in dein Leben treten
und trotzdem für immer dort bleiben
Hallo zusammen,
ich bin noch nicht lange dabei und bräuchte Feedback, was ich besser machen kann. Ich hatte keine Idee zum Schreiben und habe mir deswegen "Zurück zum Absender" als Prompt genommen.
Ich habe versucht ein Versmaß zu halten, aber irgendwie habe ich mich sehr eingeschränkt gefühlt und musste mich anders ausdrücken, als ich es eigentlich mache. Kennt ihr das auch und was macht ihr dagegen?
Der Wind Strich leise durch das hoch gewachsene Gras,
Die Sonne brannte warm auf meiner Haut während ich meinen Kopf in deinen Schoß Sinken lies,
Während du still auf mich herabsahst.
Ich blickte hinauf zu deinem Gesicht
Ich sah nur dein Lächeln,
der Rest verschwamm im warmen Licht.
und so ein liebeerfülltes Lächeln vergesse ich nicht.
Es begann zu dämmern, der Himmel färbte sich orange,
Die Lichter wurden leiser und die Sonne verschwand hinten am Horizont.
Ich hielt dich fest in diesem Moment,
Doch etwas sagte mir dass er sich gleich trennt.
Still liegend in deinem Schoß schloss ich langsam meine Augen,
Die Wärme verschwand so schnell wie sie gekommen war, das Lachen verklang und du wurdest wieder unantastbar.
Jeden Tag möchte ich so viel nach außen tragen,
doch mein Verstand hält mich zurück.
Vollkommen erdrückt,
zerquetscht wie ein Insekt
von einer Masse,
die mir nicht tragbar erscheint.
Ich minimiere mich
auf das Nötigste zu sagen
und ersticke innerlich.
Der Ausweg scheint so nah –
eine offene Tür.
Doch ich finde ihn nicht,
den Weg aus dem Labyrinth,
dem Abbild meiner Unsicherheit,
meiner Angst,
meiner Selbstbegrenzung –
all das geformt aus einem selbstgesponnenen Netz aus Illusionen.
Ich geh zwischen dem Licht
durch meine Gasse
Fratzen stehen Spalier
tragen dasselbe Gesicht, immer dasselbe
und Stimmen drängen hinein
kreischend vermischt
zu gleißendem Weiß
Deine Hand reckt sich nach mir
und ich sehe mich danach greifen
Sehe, wie du mich herausziehst
in den Frühling und das Meer
und das Weiß bricht auf in alle Farben
Und ich sehe mich
wieder
verschwinden
Der alte Gestank kriecht aus den Mündern
Stimmen malen die gleichen Bilder
und die Gasse schließt sich um mich
ohne Hände
Ist's doch mein Ort.
Verzeih.