190% in zwei Jahren

190% in zwei Jahren

Für mich an Dreistigkeit kaum zu überbieten für die paar Schokoschnipsel.

P.S.: Daten sind nach bestem Gewissen geschätzt.

Edit: Sorry 90% Preissteigerung. My Bad. Trotzdem schlimm!

u/Valuable_End1 — 11 hours ago

Wieso wollen so viele mit dem Fahrrad in der Rushhour in die Stadtbahn?

Es passiert in letzter Zeit so häufig, dass in den Sperrzeiten irgendjemand ein Fahrrad mitnehmen möchte. Oft schreit der oder die Bahnfahrer/-in einmal kräftig ins Mikro und dann ein zweites Mal, weil der Radfahrer natürlich nichts davon mitbekommt. Dann sind eigentlich alle genervt und es geht nur schleppend weiter.

Ich frage mich ernsthaft, wieso die Radfahrer überhaupt ein Rad mitnehmen, wenn sie doch sowieso lieber die Stadtbahn nehmen wollen. Und wieso benutzen sie nicht viel lieber einen City-Elektro-Roller? Da müssen sie dann auch nicht selber treten und dürften sogar mitfahren.

Ich habe einmal einen netten Stadtbahnfahrer gefragt, wieso er das überhaupt so ernst nimmt, weil die Bahn zu dem Zeitpunkt gar nicht so voll war. Da hat er mir erklärt, dass er ja nicht vorhersehen kann, wie voll die Bahn noch wird, oder auch nicht direkt sieht, wie voll seine Bahn aktuell ist. Ihm sei nur wichtig, dass alle Fahrgäste besonders in der Rushhour einen schnellen und komfortablen Ein- und Ausstieg genießen können und wenn es zu einem Notfall kommt, die Türen nicht mit Fahrrädern blockiert sein dürfen. Das hat mir sehr eingeleuchtet.

So gesehen finde ich es schon recht egoistisch von den Radfahrern, sich gegen diese Regelung zu widersetzen, und häufig beobachte ich auch, wie die Radfahrer dann noch rumdiskutieren.

reddit.com
u/Valuable_End1 — 19 days ago

Der Mythos, dass es uns heute schlechter geht als früheren Generationen

Auf Reddit begegnet man fast täglich der Behauptung, dass die Generation unserer Großväter deutlich bessere Rahmenbedingungen vorfand, um Wohneigentum zu erwerben und den Lebensunterhalt einer Familie mühelos zu bestreiten.

Diese Meinung, dass es uns heute angeblich schlechter geht als früheren Generationen, ist meiner Meinung nach leider völlig verfälscht. Standardmäßig wird in Diskussionen so getan, als hätte früher jede durchschnittliche Familie mühelos ein Eigenheim finanziert, während man heute trotz Vollzeitjob am Existenzminimum knabbere. Schaut man sich die realen Fakten und vor allem unser eigenes Konsumverhalten an, bricht dieses Narrativ ganz schnell zusammen.

Schon immer war das Verhältnis zwischen Miete und Eigentum in Deutschland sehr ausgeglichen. Deutschland ist historisch gesehen seit Jahrzehnten ein Land mit ausgeprägter Mieterkultur, und die Eigentümerquote lag auch früher nie bei magischen 80 oder 90 Prozent, sondern dümpelte meist knapp unter der 50-Prozent-Marke herum. Der Gedanke, dass in den 70ern oder 80ern pauschal jeder Arbeiter ganz entspannt ein Haus gebaut hat, ist eine reine romantische Verklärung der Vergangenheit.

Was bei solchen Vergleichen nämlich extrem oft vergessen wird, ist der massive Wandel unseres alltäglichen Lebensstandards. Frühere Familien haben sich weder zwei Autos vor die Tür gestellt noch fünf Fernseher ins Haus gehängt. Es gab nicht zwei Urlaubsreisen im Jahr, und man hat nicht alle zwei Jahre ein neues Smartphone für 1.000 Euro gekauft. Heutige Hobbys sind Drohnenfliegen, statt Angeln.

Heute setzen wir einen Luxus als Grundbedürfnis voraus, der vor zwei Generationen schlicht undenkbar gewesen wäre. Damals wurde repariert, statt neu gekauft. Man hatte ein einziges Festnetztelefon im Flur, fuhr einmal im Jahr mit dem VW Käfer an die Nordsee oder nach Italien und nutzte Möbel oder Elektrogeräte jahrzehntelang.

Heute dagegen binden wir einen gewissen Teil unseres monatlichen Einkommens in Abonnements, High-End-Elektronik, ständige Mobilität, Essenslieferdienste und Urlaube und wundern uns dann am Ende des Monats, warum die Sparrate für die Eigenheim-Finanzierung nicht reicht.

Wir verwechseln heute schlichtweg Wohlstand mit Kaufkraft für Immobilien. Der absolute materiellen Lebensstandard, den wir heute im Alltag als "normal" definieren, schlägt den unserer Großväter um Längen. Wer also behauptet, früher sei alles besser und einfacher gewesen, vergisst schlichtweg, auf wie viel Luxus frühere Generationen im Alltag verzichtet haben.

reddit.com
u/Valuable_End1 — 24 days ago

PC Version Blurry Textures on maxed Setting

Is anyone else experiencing blurry textures, or is it just me? The game looks great for the most part, but certain textures seem like they fail to load in properly. Is this a known bug?

For context, I’m running the game on max settings at 4K with an RTX 4090, so hardware shouldn't be the issue.

u/Valuable_End1 — 1 month ago
▲ 39 r/JulesYT

Ich gebe zu, ich habe es auch lange genug konsumiert, aber habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht und zusammengefasst:

Jenseits der direkten Schäden für Betroffene gibt es eine subtilere gesellschaftliche Wirkung: Wer regelmäßig solchen Content konsumiert, trainiert sich auf ein bestimmtes Bild der Welt. Öffentliche Personen werden zu Figuren in einer Reality-Serie, ihre Fehler zur Unterhaltung. Empathie als Haltung wird durch Schadenfreude als Konsum-Modus ersetzt. Oft ist der Umgang mit den Themen und Menschen negativ behaftet. Man wird also in seinem Empfinden beeinflusst.

Der Algorithmus bevorzugt emotionale Reaktionen. Empörung, Häme und Überraschung erzeugen Klicks. Wer diese Plattform nutzt, ohne das zu reflektieren, gibt unbewusst Signale, die bestimmen, welcher Content weiter produziert wird.

Parallele zur Boulevardpresse: Die Bunte oder andere Medien dieser Art berichtet über Prominente mit reißerischen Titelseiten, aber sie ist durch Presserecht reguliert, unterliegt dem Pressekodex und hat eine erkennbare kommerzielle Redaktion dahinter. YouTube-Drama-Kanäle operieren in einer Grauzone, die rechtlich schwer greifbar ist, aber dieselbe gesellschaftliche Funktion erfüllt: Sie schaffen Sündenböcke zur kollektiven Belustigung.

u/Valuable_End1 — 4 months ago