u/Werna139

Sanity Check: DHH von Schwiegervater übernehmen?

Hi zusammen,

wir (M38 / W32) stehen vor der Entscheidung, im Januar das Elternhaus meiner Frau zu übernehmen. So ein Schritt hat ja weichreichende Folgen, deshalb wende ich mich an euch und bin gespannt, was ihr uns empfiehlt.

Status Quo & Finanzen

  • Einkommen: Haushaltsnetto ca. 8.500 € (Ich: 4.300 € netto / selbstständig; Sie: 4.200 € netto / Beamtin, A13, NRW).
  • Vermögen: 150.000 € gespart (135.000 € im heiligen Gral, 15.000 € Cash-Notgroschen).
  • Aktuelle Sparrate (seit Jan): 2.000 € / Monat (1.600 € ETF, 400 € PKV-Rücklage). Dazu separat je 150–250 € / Monat für Hochzeit und Urlaub (soll als Puffer unberührt bleiben).
  • Aktuelle Wohnsituation: 790 € Kaltmiete (+80 € Garage) für 94qm in NRW, C-Stadt, zentrale Lage + 400 € NK (1.190 € warm im Altbau/Denkmalschutz). Nervige Mängel: Schimmel, geringer Wasserdruck, laute Nachbarn drüber.

 Der Deal (Kauf im Januar)

  • Objekt: DHH in gleicher Stadt - Speckgürtel DUS / NRW-C-Stadt, aber Bestlage, Verkehrswert ca. 600.000 €. 135qm Wohnfläche, 250qm Grundstück. Gasheizung von 2007, neues Dach, neue Isolierung, neue Fenster in diesem Sommer.
  • Struktur:
    • 50 % Schenkung Schwiegervater an meine Frau (vorweggenommene Erbfolge = 300k € Sacheigenkapital).
    • 50 % Kauf/Auszahlung an ihren Bruder = 300.000 € Kreditsumme (+ Notarkosten aus Cash).
  • Finanzierungsidee:
    • 0 € Bareigenkapital aus dem Depot. Durch die 50 % Schenkung hat die Bank eine 50%-Beleihung (LTV) und gibt uns den Bestzins von aktuell 4,29%. Das 135k € ETF-Depot bleibt komplett als Renditebringer und Liquiditätspuffer liegen.
    • Wunschrate: ca. 1.500 € / Monat (Sondertilgungen flexibel aus Überschüssen).

 Unsere Fragen an euch:

  1. Depot unangetastet lassen? Findet ihr es sinnvoll, bei 135k € im ETF genau 0 € Bareigenkapital in den Kredit einzubringen, weil das Sacheigenkapital für den Top-Zins reicht und der ETF langfristig mehr bringt als der Kreditzins?
  2. Wechsel von Miete zu Eigentum: Ist der Schritt von nervigen 1.190 € Altbau-Warmmiete zu 1.500 € Kreditrate bei 8,2k € Netto finanziell und lebensqualitativ ein No-Brainer? Wir haben keine Kinder, planen aber grundsätzlich 1-2. Aktuell haben wir einen Hund.
  3. Lage und Preis: 600k € für eine DHH in einer C-Stadt in NRW wirken im ersten Moment viel, der Stadtteil inklusive der Infrastruktur ist aber wirklich gut. Wie seht ihr die Wertbeständigkeit bei einer Top-Mikrolage?

Würdet ihr den Deal im Januar durchziehen oder lieber weiter mieten & das Depot besparen?

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u/Werna139 — 10 days ago