u/WhiteRaven2808

Schwangerschaft verkünden - wem hat es auch davor gegraut?

Hallo zusammen!

Ich bin in der 9. Woche geplant schwanger und habe seit letzter Woche mit Übelkeit und fiesen Gerüchen zu kämpfen. Schade, hatte bis dahin gehofft es bleibe bei einem flauen Gefühl.

Ich habe nun Tabletten verschrieben bekommen und bin diese Woche krank geschrieben (Auto fahren wäre wohl auch keine so gute Idee).
Notgedrungen habe ich meine Teamleitung heute am Telefon bereits informiert. Ja, hätte ich nicht müssen, aber es nimmt doch den Druck nicht ständig in Erklärungsnot zu geraten, wenn man eine Pause braucht oder es einem nicht gut geht.

Nun wird die Woche aber leider trotzdem mega anstrengend. Mittwoch nächste Untersuchung (toi toi toi, dass alles gut ist), Donnerstag habe ich Geburtstag und Mama, sowie Schwiegervater kommen, Freitag sind schon lange Freunde eingeladen, um meinen und den Geburtstag von meinem Mann zu feiern.
Ich weiß jetzt schon nicht wie ich es überleben soll.

Am meisten würde es natürlich helfen einfach alle einzuweihen. Viele warten bis zur 13. Woche - aber am Ende spielt es keine Rolle, da ein Risiko immer bleibt.

Aber… ich habe überhaupt keine Lust dazu. Weder jetzt noch später. Ich will für die Schwangerschaft einfach keine Aufmerksamkeit. Ich will nicht, dass es nach außen das Thema Nummer 1 ist - da es das für mich, gewollt oder nicht, sowieso schon ist.
Irgendwie ist es mir auch unangenehm.
Auch habe ich Angst vor den Reaktionen - das sie irgendwie doof ausfallen könnten.

Meine Mutter ist z.B. manchmal etwas komisch in ihren Reaktionen. Wir treffen uns jeden Freitag, früher sind wir dann zu meinem Opa gefahren. Er lebt seit zwei Jahren nicht mehr. Mein Vater ist vor 3 Jahren verstorben. Sie lebt also alleine. Ich habe teilweise Angst ihr mal absagen zu müssen, weil ich z.B. krank bin oder ganz selten was anderes geplant ist, weil mich ihre Enttäuschung förmlich durch ihre Nachrichten anschreit. Ich versuche dann immer schon im Vorwege Alternativen vorzuschlagen, obwohl mich das oft stresst.
Auch plant sie dann zusätzliche Dinge an dem Tag, von denen ich dann immer erst kurz vor knapp erfahre. Ich habe ihr schon mehrfach gesagt, dass sie das doch bitte kommunizieren soll.
Bis vor einem Jahr hatten wir noch fußläufig von ihr gewohnt, mussten aus nachbarschaftlichen Gründen unser Haus verkaufen und sind 25 Autominuten entfernt weggezogen. Hin und wieder fällt auch hier noch ein enttäuschter Kommentar.

Letztendlich wird ein Kind weitere massive Einschnitte für sie bedeuten. Ich bin dann bei weitem nicht mehr so flexibel.
Sollte nicht mein Problem sein, aber ich mache mir immer Gedanken um andere.

Ich weiß auch nicht ob es für sie eventuell überraschend kommt. Ich bin Mitte 30 - und war nie der Mama-Typ. Fremde Babys haben mich nie interessiert und in der Familie war das eher immer eine Veränderung die ich erstmal doof fand. Trotzdem haben wir nie hinter den Berg gehalten. Es gab von uns immer Kommentare wie „hier wird dann mal das Kinderzimmer“ und „wenn irgendwann Kinder da sind“…

Manchmal möchte ich einfach nur an alle eine Karte schreiben und dann ein halbes Jahr untertauchen

Wenn geht/ging es ähnlich und wie habt ihr es gelöst?

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u/WhiteRaven2808 — 3 days ago