u/bademeista

Berufswechsel von Programmierer zu Elektriker

Hallo zusammen,

ich lasse mich zwar schon von der HWK und dem Arbeitsamt beraten, aber ich dachte mir, dass ein paar Erfahrungsberichte aus der Community für meine Entscheidung auch hilfreich sein könnten.

Meine Situation:

  • Ich bin 29
  • Habe einen Master und Bachelor in Wirtschaftsinformatik
  • Arbeite seit ca. 4 Jahren Vollzeit (meiste Erfahrung als Python-Programmierer)
  • Hatte während des Studiums durchgehend fachbezogene Minijobs
  • Momentaner Beruf: IT-Berater im Bereich KI

Warum ich überhaupt wechseln will

Ich bin mit meinen aktuellen Aufgaben (sehr) unzufrieden, das liegt allerdings zu einem großen Teil am Kunden. Da ich nicht glaube, dass ein erneuter Projektwechsel aufgrund der Ausrichtung des Beratungsunternehmens (Automobilbranche) etwas besser machen würde, will ich auf jeden Fall raus. Damit stehe ich am Scheideweg: Bleibe ich in der IT und suche eine neue Entwicklerstelle, oder gehe ich ins Handwerk?

Option A: Weiter in der IT

Bei der Suche nach neuen IT-Stellen habe ich das Problem, dass der Markt momentan einfach nicht gut ist. Einfach das nächste Angebot zu akzeptieren, das ich bekomme, kommt für mich nicht infrage, dafür bin ich schon zu demotiviert. Für einen neuen Programmierjob muss ich etwas finden, das mich selbst überzeugt, mich wieder richtig reinzuknien (also thematisch interessant sein oder in einer coolen Firma). Beratung und Automobilindustrie würde ich deswegen kategorisch ausschließen.

Option B: Handwerk

Was dafür spricht: Ich würde von mir behaupten, dass ich handwerklich halbwegs begabt bin, und hatte eigentlich schon immer Interesse am Handwerk. Ich habe das Gefühl, dass mir das 24/7-Sitzen im Büro nicht gut tut. Da es außerdem Immobilien im Familienbesitz gibt, gäbe es eine gewisse Synergie im Hinblick auf eine spätere Selbstständigkeit.

Was dagegen spricht: ein ziemlich extremer Rückschritt, finanziell, aber auch generell vom Lebensabschnitt her. Und ich habe ehrlich gesagt keine große Lust auf die Berufsschule, also vorallem den nicht Job bezogenen Part (mir wurde gesagt, dass ich diese theoretisch überspringen und stattdessen eigenständig lernen kann – ich weiß aber nicht, ob das klug ist).

Meine Fragen an euch

  • Was würdet ihr mir raten?
  • Hat jemand von euch schon mal eine ähnliche Umschulung durchgezogen – wie war das?
  • Hat jemand einen Ausbildungsberuf ganz ohne Berufsschule gemacht, nur mit eigenständigem Lernen? Wenn ja: wie war das, und wie hat das Lernen konkret funktioniert?
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u/bademeista — 2 days ago