Kind darf während der Eingewöhnung nicht mit den anderen Kindern zu Mittag essen – wie seht ihr das?
​
Mein Sohn (fast 3) besucht seit anderthalb Wochen den Kindergarten und wir sind gerade mitten in der Eingewöhnung. Bisher läuft es wirklich toll. Er macht super mit, fühlt sich offensichtlich wohl und kennt durch die vorherige Betreuung bei einer Tagesmutter auch schon die Situation, von anderen Bezugspersonen betreut zu werden.
Bisher habe ich ihn immer vor dem Mittagessen abgeholt, weil uns gesagt wurde, dass er während der Eingewöhnung noch nicht mitessen soll. Zu Hause essen wir dann gemeinsam.
Seit er in der Kita ist, hat er allerdings immer wieder den Wunsch geäußert, auch zusammen mit den anderen Kindern zu essen.
Heute wollte ich ihn wie gewohnt abholen. Als ich kam, saß er bereits mit den anderen Kindern am Tisch und wollte mit ihnen Mittagessen. Ich hatte ihm vorher noch gesagt, dass wir gleich nach Hause gehen und dort essen.
Dann hat eine Erzieherin versucht, ihm ein Nugget anzubieten. Das wurde ihr von einer anderen Erzieherin jedoch ausdrücklich untersagt. Mein Sohn musste daraufhin vom Tisch aufstehen und den Gruppenraum verlassen.
Ich war in diesem Moment ehrlich gesagt völlig schockiert und musste mich sehr zusammenreißen, um nicht sofort zu reagieren.
Ich verstehe einfach nicht, warum ein Kind, das offensichtlich gerne mit den anderen Kindern essen möchte, daran gehindert wird – gerade wenn die Eingewöhnung ansonsten so gut läuft.
Dass er dafür den Tisch verlassen und den Gruppenraum verlassen musste, hat mich wirklich getroffen. Für mich fühlt sich das sehr hart und unnötig ausgrenzend an.
Ich möchte morgen unbedingt das Gespräch mit seiner Bezugsbetreuerin suchen und verstehen, was genau dahintersteckt und warum das so gehandhabt wird.
Wie seht ihr das? Ist es in Kindergärten üblich, dass Kinder während der Eingewöhnung nicht mitessen dürfen? Und findet ihr es nachvollziehbar, ein Kind in so einer Situation vom Tisch bzw. aus dem Gruppenraum zu schicken?