Autobranche läuft Sturm gegen Zugriff auf Telemetriedaten
Was ist da passiert?
>Die geplanten Zugriffsmöglichkeiten von Bundesnachrichtendienst (BND) und Verfassungsschutz auf Autodaten stoßen auf Kritik aus der Branche. Die Reform dürfe nicht dazu führen, "dass Autohäuser und Kfz-Werkstätten zum verlängerten Arm der Nachrichtendienste werden", sagte Thomas Peckruhn, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK)
Was ist denn geplant?
>In dem Entwurf werden Kraftfahrzeughersteller oder Kraftfahrzeugwerkstätten zur Herausgabe von Telemetriedaten verpflichtet. "Bei modernen Kfz-Modellen erfassen Kfz-Hersteller umfassende Daten, die Rückschlüsse auf das Nutzungsprofil, die Intensität der Nutzung oder auch die Anzahl der Fahrer erlauben", schreibt das Bundesinnenministerium. Außerdem könnten "durch das Abfragen von Nutzungsdaten (etwa GPS-Daten, Statusdaten wie Kilometerstand, Anzahl der Fahrtstrecken, Abstellposition) Rückschlüsse auf konkrete Aktivitäten beteiligter Personen ermöglicht werden".
Wo ein Trog ist, da kommen die Schweine. Hätte uns doch nur jemand gewarnt! Gut, dass die Automobilindustrie auf unserer Seite ist!!1! Geht ja gar nicht, dass man ohne Grund Daten erfasst und die dann weitergeben soll, denn ein staatlicher Nachrichtendienst kann natürlich nicht so vertrauenswürdig und sicher mit den Daten umgehen, wie die Automobilindustrie!!1!
Oder was ist der Grund für die Gegenwehr? Haben sie etwa tatsächlich das Wohl ihrer Kunden im Blick? Natürlich nicht, keine Angst:
>Dem ZDK zufolge verfügen "mittelständische Betriebe weder über die personellen Ressourcen noch über die erforderlichen rechtlichen und technischen Möglichkeiten [...], um nachrichtendienstliche Ersuchen eigenständig rechtssicher zu bearbeiten". Autohäuser und Werkstätten könnten "nicht die Verantwortung für die Beschaffung und Bewertung sicherheitsrelevanter Informationen übernehmen".
Keine weiteren Fragen, euer Ehren.