u/devvok

Vertrag auf Tagesbasis (keine Stunden definiert), aber ich mache regelmäßig 12h-Tage. Kann ich für die langen 1,5 Tage abrechnen?

Selbstständiger Berater in Deutschland, über eine Agentur für eine große Beratungsfirma. Der Vertrag rechnet in Tagen ab (fester Tagessatz) und definiert einen „Tag" nirgends — keine 8h-Definition, keine Überstundenklausel, kein Not-to-exceed. Verhandlungsspielraum dafür gab es nicht; die Agentur verwies auf ihre „Standardklauseln", sonst hätte ich den Gig vermutlich nicht bekommen.

Wie dem auch sei: Das Timesheet hat eine Spalte „gearbeitete Tage" (1,0 / 0,5), keine Stunden, und der Endkunde zeichnet es monatlich gegen.

Realität: wie der Rest des Teams hatte und habe ich routinemäßig 11-13h-Tage, gelegentlich länger. Meine Frage: Da keine Stunden definiert sind — kann ich für die harten Tage 1,5 Tage buchen (Argument: ein „Tag" gilt in Deutschland im Zweifel als ~8h, also 12h = 1,5)? Oder ist ein Tagessatz einfach ein voller Arbeitstag beliebiger Länge, bei dem lange Tage schon eingepreist sind?

Am Ende muss ich das wohl mit der Agentur und/oder dem Kunden klären (und idealerweise wäre das vorher gewesen, nicht während oder danach).

Trotzdem interessiert mich, was ihr so erlebt habt und was ein guter Ansatz wäre.

Ehrlich gesagt habe ich längere Tage schon erwartet (Consulting eben), aber irgendwie nicht, dass es so eskaliert. Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich vielleicht gar nicht unterschrieben. Aber wenn man einmal drin ist, schmeißt man ja nicht einfach wegen der Stunden hin.

reddit.com
u/devvok — 3 days ago