u/entsworld420

was dich nicht umbringt macht mich NICHT stärker

Es gibt ja das bekannte Sprichwort "was dich nicht umbringt macht dich stärker" und grundsätzlich verstehe ich den Sinn dahinter. Allerdings habe ich das Gefühl, dass Situationen, die mich vermeitlich stärker machen sollten eher das Gegenteil bezwecken.

Damit meine ich einfach generell unangenehme Situationen von denen es ja in jedem Lieben einige gibt.

Ich habe mal als Lieferfahrer gearbeitet (Mit einem Auto wohlgemerkt). Einmal bin ich dann von einer Tour zurückgekommen und alle Mitarbeiter standen draußen. Da alle Mitarbeiter mir zugeguckt haben und weil ich zugegebenermaßen nicht der routinirtester Autofahrer bin, habe ich sehr schlecht eingeparkt und musste mehrmals korrigieren. Das blieb nicht unkommentiert. Der Chef brüllte, ob ich bescheuert sei und dass ich mal den Führerschein nochmal machen sollte etc. Also eine sehr unangenehme Situation wie man sich vielleicht vorstellen kann.

Ich habe mich nach der Situation extrem minderwertig gefühlt und mein Selbstbewusstsein war im Keller. Ich ärgere mich noch heute wenn ich an diese Situation zurückdenke. Vielleicht bin ich auch zu sensibel aber mich machen solche Situationen eher schwächer als stärker....

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u/entsworld420 — 5 days ago

Ich habe Angst zu werden wie er

Ich (m25) bin wohl behütet aufgewachsen und hatte eine unbeschwerte Kindheit ohne große Widrigkeiten außer vielleicht ein paar Witze über meine Größe. Finanziell musste ich mir auch noch nie Sorgen machen, da meine Eltern recht gut verdienen.

Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung und eigenes Geld verdient, bin aber erst kürzlich von Zuhause ausgezogen um zu Studieren. Ich habe das Gefühl, dass mir eine gewisse Härte fehlt, die man zum Leben braucht oder die es auf jeden Fall einfacher macht. Ich befand mich bisher in wenig wirklich unangenehmen Situation und gehe diesen auch tunlichst aus dem weg. So verfolge ich zum Beispiel nicht mein eigentliches berufliches Ziel, da es mit vielen potentiellen Unangenehmen Situationen verbunden ist. Ich mahle mir dann alle möglichen negativen Szenarien aus und bleibe am Ende doch in meiner Komfortzone.

Ich habe Angst, dass ich durch dieses Denken, irgendwann so enden werde wie ER.

ER ist ein guter Freund meiner Mutter, der ähnlich behütet aufgewachsen ist wie ich, bis ca. 55 gearbeitet hat und nun aufgrund psychischer Probleme in Frührente ist.

Sein Leben besteht eigentlich nur daraus, jeden Tag Essen zu gehen und zu Lesen. Er hat keine Hobbys, da er die Komfortzone nicht verlässt und dadurch sehr viel Zeit sich Gedanken über alles mögliche zu machen. Er ist ein regelrechter Hypochonder, der ständig glaubt, irgendeine neue Krankheit zu haben.

Ich habe Angst, dass ich auch so werde(ich habe zwar 1-2 Hobbys für die ich auf jeden Fall meine Komfortzone verlassen musste, trotzdem schiebe ich zum Beispiel die Umsetzung meines ursprünglichen Plans für meinen beruflichen Werdegang schon ewig vor mir her).

Ich wünschte einfach, ich wäre mutiger und würde öfter Sachen außerhalb meiner Komfortzone machen, die, wenn ich sie nicht täte, später bereuen würde.

Ich hoffe das hat einigermaßen Sinn ergeben und ihr konntet mir folgen.

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u/entsworld420 — 3 months ago