Eigenbedarf & ggf. Räumungsklage
Hi zusammen,
ich versuche die Situation kurz und knapp zu schildern.
Wir wollen in das Eigentum unserer Familie (Eltern) einziehen, das gerade an eine Familie mit 3 Kindern vermietet ist. Das Haus ist deutlich (ca. 50km) näher an unseren Arbeitsplätzen und wir wollen ebenfalls eine Familie gründen.
Anfang des Jahres haben wir die Mieter mündlich informiert und Ihnen gesagt, dass wir ihnen mehr als die geltende Kündigungsfrist einräumen wollen, dass sie genug Zeit haben, etwas Neues zu suchen.
Mitte des Jahres haben wir nun schriftlich die Eigenbedarfskündigung fristgerecht eingereicht. Trotz verfügbarer Optionen im gleichen Ort hat die Familie nun einen Anwalt eingeschalten und im ersten Schritt einen Formfehler angefochten. Daraufhin haben auch wir einen Anwalt aufgesucht, der unser Kündigungsschreiben als wirksam bewertet hat und nur hilfsweise eine erneute Kündigung 2 Monate später eingereicht hat.
Die Frist des Widerspruchs wegen unzumutbarer Härte der ersten Kündigung war bereits abgelaufen. Nun hat uns ein Schreiben erreicht, dass die Gegenseite der hilfsweisen Kündigung zum späteren Zeitpunkt wegen unzumutbarer Härte widerspricht.
Wir sind verzweifelt. Leider ist unsere Wohnung schon gekündigt und wir müssen bald ausziehen.
Vielleicht war es naiv die Wohnung zu kündigen, jedoch ist die Gegenseite schon sehr lange persönlich bekannt und die Kommunikation war bis vor Kurzem völlig harmonisch und ohne Hindernisse. Letztlich wollen wir uns auch nicht "auf Verdacht" Doppelmieten leisten.
Plan B existiert, wir wollen aber natürlich alles tun, um Plan A (das Haus) zu verfolgen.
Das weitere Vorgehen läuft ohnehin über den Anwalt. Ich bin dennoch für Erfahrungen oder Tipps super dankbar.
Liebe Grüße und schöne Woche
F.