Gehaltsfrage nach der Probezeit: Wie soll ich das Thema ansprechen?
Ich bin kurz davor, meine Probezeit bei meinem neuen Arbeitgeber zu beenden und möchte gerne noch einmal über mein Gehalt sprechen, da ich mich höchstwahrscheinlich unter Wert verkauft habe. Kurz zu mir:
- Gelernter Fachinformatiker
- 2 Jahre ausgelernt
- Alter: 20–25 Jahre
- Gehalt: 4000 € Brutto (während der Probezeit 3800 € Brutto)
- Bundesland: BaWü
- Unternehmensgröße: 50–75 Mitarbeiter
- Branche: IT-Dienstleistungen
- Arbeitsort: 100 % Home Office
- Rolle: IT-Consultant
Trotz meines Alters habe ich ein massives und breites Wissen in meinen Bereichen, da ich mich intensiv mit der Materie seit über 10 Jahren beschäftige.
Aus diesem Grund konnte ich mich sehr schnell in meinem Betrieb beweisen, bin Ansprechpartner in Fachbereichen geworden, Kollegen massiv entlastet und stehe für unser Dispatching als einziger für die „kuriosen Anfragen“ als zuverlässige Wildcard zur Verfügung.
Ich kenne in meinem Betrieb keinen, der nur ansatzweise unzufrieden mit mir oder meiner Arbeit ist, im Gegenteil, ich bekomme durchweg positives Feedback von meinen Kollegen, Vorgesetzten und Kunden. Zusätzlich gehöre ich rein von meinen abrechenbaren Stunden zu den Top-Mitarbeitern, worauf ich auch gewissermaßen stolz bin.
Laut DESTATIS währe ein Gehalt von ~4.440 € Brutto von meinen Basisdaten her angemessen. So weit, so gut.
Wäre nach der Probezeit ein angemessener Zeitpunkt, um das Thema anzusprechen?
Falls ja, wäre das objektive Gehalt von 4.440 € Brutto angemessen oder sollte ich vielleicht sogar mehr anstreben, um meine Leistungen und mein Wissen angemessen zu honorieren?
Um ehrlich zu sein, wäre mein Wunschgehalt aktuell bei ca. 4.600 € Brutto. Ich komme aus einem gekränkten Betrieb, der keine 5 Jahre mehr macht. Nun habe ich aber gelernt, dass es meinem neuen Betrieb wirtschaftlich sehr gut geht und wie es auch mal anders aussehen kann. Außerdem war mein alter Betrieb allgemein sehr problematisch (ich war ein Jahr nach dem Auslernen an der Gehaltsgrenze für die nächsten 20 Berufsjahre).
Dazu kommt dann auch noch, dass ich deutlich flexibler bin als reine Büro-Mitarbeiter und durch die 100 % Home Office für den Betrieb genau 0 € „typische Bürokosten“ (Arbeitsplatz, Verpflegung, Nebenkosten, ...) verursache.
Danke euch, für eure Meinungen und Ratschläge.