Die Frustration wenn man nicht weiß wies weiter geht
Halloo
Ich möchte mal Luft ablassen weil mich meine Situation echt nervt.. ich will hier auch nichts super ernstes erwähnen sondern eher meine Frustration schildern, ich vermute dieses Gefühl haben auch andere.
Nunja es ist jetzt so das ich seit 4 Monaten mir wirklich ganz doll sicher bin, Trans zu sein (Trans Frau) was sich nach so 2-3 Jahren rumgeirre ergeben hat. Tja das Problem ist, dass ich um erhlich zu sein fraglos bin was ich jetzt machen soll.. naja ich habe eigentlich schon einen genauen Plan aber diesen kann ich nicht ausführen.
Warum? Wer häts gedacht aufgrund dem Mangel an Therapieplätzen!!
Die Beratungsstelle für Transpersonen ist Zurzeit im Unbau und generell auch anscheinend überlastet also kann ich dort keine weitere Hilfe bekommen und jetzt steh ich hier und weiß nicht wo ich Therapie her bekomme. Meine alter Therapeutin hat mir jemanden empfohlen wo ich noch auf eine Antwort warte und selbst dann muss ich mindestens 3 Monate warten. Ich möchte aber tatsächlich nicht noch weiterhin warten. Mein Leben ist so ziemlich im stillstand bis ich mich endlich wieder im Spiegel angucken kann und das ist nur möglich wenn ich endlich mit HRT anfangen kann.
Ich bin so unendlich frustriert dass das Gesundheitssystem bei sowas derartig überfordert ist. Und ich sehe mich da nicht als einzelperson, Therapieplätze sind ja in Deutschland generell so ein Ding und ich möchte mir auch nicht ausmalen wie es für andere Minderheiten ist.
Ich brauche HRT um mein Leben wieder in den Gang zu kriegen. Damit ich endlich an mir und meinen anderen Problemen arbeiten kann. Aus dem Grund kann ich auch niemanden aufsuchen der mir nach 3 Sitzungen ein Indikationsschreiben ausgibt. Nicht nur muss man das selbst bezahlen (die 100€ pro Sitzung sind für mich nich finanzierbar) sondern hätte ich schon gern eine Begleittherapie um gleich auch meine anderen Probleme anzusprechen aber naja, wie soll ich das Zeitnah hinbekommen? 3 Monate muss man überall mindestens warten und es wird auch gesagt, dass das Indikationsschreiben in der Regel erst nach 3-6 Monate ausgeschrieben wird also sind wir bei so 6-9 Monaten ehe ich überhaupt angefangen habe... das ist wirklich Gottlos. Ich bin mit 18 noch relativ jung, aber ich glaube ich muss hier niemanden sagen dass es in dieser Thematik "je früher desto besser" 1:1 Zutrifft.
Was soll ich denn jetzt machen? In diesen 6 Monaten werde ich mein Leben nicht wirklich leben, alle anderen um mich herum schon. Es gibt genügend Leute denen ich meine bessere Seite zeigen will aber die Zeit läuft mir davon. Wieso wird man so krass vom Gesundheitssystem ausgebremst? Ich weiß was ich will und ich weiß auch dass ich keine Zeit zum warten habe, dennoch muss sich das ganze noch Monate in die länge ziehen, wohlbemerkt muss ich dass alleine durchstehen weil ich mich meinen Eltern noch nicht offenbaren will. Also verwese ich jetzt die nächsten Monate noch weiter vor mich hin während ich sozial wie auch Schulisch keinen Fortschritt erzielen werde, prima.
Tut mir leid für dieses Wirrwar, das sollte sich eigentlich eine Therapeutin anhören aber die Lage habe ich ja geschildert... Ich bin aber sehr offen für Austausch, mir geht es nicht wirklich undbedingt nur um mich, ich würde auch gerne andere Erfahrungen anhören weil ich mir nur zu gut ausmalen kann dass es anderen ähnlich geht.