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ETF Police (InvestRente) - sinnvoll oder wurde ich geblendet?

Hallo r/sparen Community,

ich mache mir des Öfteren über Dinge viel zu viele Gedanken, anstatt Sie einfach so hinzunehmen, wie sie sind. So auch hier.

-- Background --

Durch eine Arbeitskollegin, die Nebenberuflich bei einer Versicherung arbeitet, wurde unsere kleine Firma zu einem Vortrag zum Thema "Sparen mit ETFs" eingeladen. Da ich zwar seit mehreren Jahren ein Konto bei einem Neobroker (TR) habe und dort auch immer mal wieder einen Sparplan aktiv hatte, kannte ich mich zumindest etwas mit dem Thema aus und kannte sowohl ein Paar der Vor- sowie der Nachteile. Da meine Sparpläne aber auch bereits seit etwas längerer Zeit inaktiv waren und ich wusste, dass das eigentlich nicht gut ist und ich mir vielleicht ein paar mehr Gedanken um meine spätere Zukunft machen muss, habe ich an dem Termin teilgenommen.

Dabei ging es erst einmal darum, wie man am Besten nicht sparen sollte. Dann kamen die typischen Rentenversicherungen (Rürup und Riester) und die Vergleiche miteinander. Die letzten zwei Themen - und auch die größten Themen im Vortrag - waren ETF Sparpläne über Banken, Neobroker, etc. sowie die ETF Policen von Versicherungen.

Als große Vorteile der Policen wurde eigentlich immer wieder gesagt, dass man durch die Bindung an einen Versicherungsvertrag später während der Auszahlungsphase die Konditionen hat, die zum Abschluss des Vertrags gültig waren. Sollte sich also irgendetwas für die Auszahlung von ETF Sparplänen verschlechtern, ist man durch den Versicherungsmantel und die Vertragsbindung abgesichert.

Entweder stimmt es so, wie die Vortragenden es gesagt haben, oder die beiden waren einfach gute Verkäufer; Aber bei mir hat es dazu geführt, dass ich ein paar Wochen später ein persönliches Gespräch bei dem Mitarbeiter der Versicherung hatte und dort einen Vertrag unterschrieben habe.

-- Konditionen --

Die Einzahlungsphase im Vertrag läuft bis in das Jahr 2078. Gehen wir von einer monatlichen Einzahlung in Höhe von 100,00 € aus (mein tatsächlicher Betrag ist höher), dann zahle ich über die gesamte Zeit einen Gesamtbetrag von 62.400,00 € ein. In diesem Betrag sind Abschlusskosten mit einer Gesamthöhe von 1.200,00 € enthalten. Jährlich fallen Kosten in Höhe von 155,52 € für eine Laufzeit von 52 Jahren an. Während der Auszahlung der Rente fallen jährlich Kosten in Höhe von 1,75 € je 100,00 € gezahlter Rente an.

Als Effektivkosten sind 0,90% aufgelistet.

-- Frage --

Ich möchte eure ehrliche Antwort haben. Ist so eine InvestRente sinnvoll, oder klangen die Vorteile einfach nur schön und sind es in Wirklichkeit gar nicht? Sollte ich die Police kündigen, das verlorene Geld als Lehrgeld abstempeln und wieder klassisch über einen Neobroker investieren?

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u/itsPommes — 5 days ago