u/kleinisi

Zu pflichtbewusst für klassischen 9to5

Ein paar Facts vorab:
bin seit fast 6 Jahren im Arbeitsleben und habe auch schon während dem Studium diverse Nebenjobs gehabt. Arbeite in der IT, im HO, keine festen Arbeitszeiten sondern Vertrauensarbeit und quasi Gleitzeit. (muss am Ende der Woche halt Stunden auf bestimmte Aufgaben/Projekte buchen und vertraglich habe ich auch 40h)

Nun zum Problem:
Ich habe sehr damit zu kämpfen, wenn es nichts zu arbeiten gibt bzw. noch schlimmer ich zwar Arbeit sehe, aber nicht machen kann/will (rede nicht von kleinen kurzen Tasks, sondern z.B. große Themen wo auch Zuarbeit von anderen notwendig ist und sich über Wochen ziehen). Habe auch irgendwie eine Art zu arbeiten, dass ich auch meist schneller als andere fertig bin, das macht das Problem noch größer. Ich habe so oft Leerlauf und deswegen ein schlechtes Gewissen, denn es ist ja eigentlich immer Arbeit da und ich muss ja irgendwie meine 40h füllen. Habe mir dadurch schon oft Arbeit aufgehalst, die mich dann auf lange Sicht mental extrem erschöpft hat und/oder am Ende nicht wertgeschätzt wurde. Zumal das öfter auch Tätigkeiten waren, für die eigentlich jemand anderes zu ständig wäre, ich sie aber wegen meines Pflichtbewusstseins und schlechten Gewissens dann halt gemacht habe, weil die Arbeit ist da und letztlich bin ich dem Arbeitsgeber ja 40h Arbeit vertraglich schuldig.
Mich macht das mental echt fertig, ständig zwischen dem schlechten Gewissen wegen zu wenig Arbeit und der Überforderung durch zu viel Arbeit hin und her zu schwanken.
Beobachte bei meinen Mitmenschen, dass es wohl normal ist mehrmals am Tag 15-20 min Kaffeepause zu machen, mal früher zu gehen, länger als 1h Mittagspause zu machen etc. Ich frage mich wie kommen die denn bitte auf ihre 40h und wie können sie mal einen halben Tag entspannt verbummeln, obwohl Arbeit da ist?

Mittlerweile denke ich, dass ich an meiner Einstellung und Sicht auf (Büro)Arbeit arbeiten muss und mein Pflichtbewusstsein nicht normal ist. Deshalb möchte ich ein paar Meinungen und Sichten zum Thema Arbeit sammeln, um meine Sicht zu korrigieren, um besser mit meinem Innern Zwispalt umzugehen. Also haut gerne mal raus, wie arbeitet ihr, was würdet ihr mir raten, wie viel verbummeln ist normal?

Ps: manchmal glaube ich, dass ich mit meiner Art zu arbeiten eher in die Selbstständigkeit sollte, aber bisher fehlen mir die Skills und irgendwie die Struktur und die innere Sicherheit das anzugehen. Vielleicht hat auch hier jemand eine Einschätzung dazu.

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u/kleinisi — 8 days ago