Fleisch
Hallo.
Herzlich willkommen zur späten Stunde.
Wir haben Steak, Würste, Spieße, Schnitzel und andere Gaben der Natur.
Man stellte uns das Fleisch bereit. Wir mussten gar nichts machen.
Was da Leckeres im Schmaus wohnt.
Spiralen, die mein Hirn zerfressen.
Ich bin nur ein Zwischenwirt.
Nicht mal dafür bin ich brauchbar.
FRISS
Ich liege in meinem Bett.
Fiebrig drückst du meinen Körper zusammen.
Ich liebe es, wie du mein Fleisch nimmst, wie ich das von anderen nahm.
„Der Parasit sitzt in ihrem präfrontalen Kortex. Da können wir nichts machen. Zu gefährlich.“
„Frisst mich aber. Er und entscheidet für mich!“
„Er entscheidet sich, zum Arzt zu gehen?“
„Er zwingt mich zu Dingen. Schlimme Dinge!“
Ich laufe über den Gehweg, der aus kalten, großen Platten aus Beton gebaut ist. Links steht er, und rechts von mir ist ein anderer.
DORT
Ich gehe dorthin. Ich trete in eine Gasse, bei der die Wände mir näher sind als meine eigene Kleidung.
NIMM
In der Gasse liegt ein Mann.
Er hat unter sich zwei große Zeitungen ausgebreitet. Neben ihm steht ein Einkaufswagen, in dem Bier liegt.
NIMM
Ich gehe auf ihn zu und nehme ihn mir.
Er zwingt mich zu schrecklichen Sachen.
Ungekochtes Fleisch schmeckt wie eine saftige Eisenstange.
„Haben Sie nicht irgendwelche Medikamente? Oder reißen Sie mir das Ding einfach aus meinem Schädel heraus.“
„Nein.“
DU SCHMECKST SO GUT
Er drückt mich fiebrig in mein Bett. Er wird mich fressen, bis mein letzter Gedanke aus meinem Kopf entweicht.
Ich war die Spitze der Nahrungskette. Nun bin ich das brechende Glied.
Was wohl passiert, wenn die Spiralen in meinem Kopf nichts mehr in meinem Kopf haben.