FLV - Fondsgebundene Lebensversicherung, Denkfehler?
Hallo zusammen,
ich besitze seit Jan. 2021 eine fondsgebundene Lebensversicherung bei der ÖBV (Tarif HYBL-L). Da der allgemeine Konsens zu solchen Produkten sehr negativ ist, ich aber bei meinen Berechnungen auf ein eher gutes Ergebnis komme, möchte ich prüfen, ob ich einen massiven Denkfehler habe, bevor ich entscheide, was ich damit mache.
Die Fakten zu meinem Vertrag:
Laufzeit: bis 01.09.2056
Aktueller Beitrag: 104 € monatlich
Fonds: Vor 2 Jahren manuell umgeschichtet auf: 50 % Vanguard Global Stock Index Fund Acc (IE00B03HD191) und 50 % Fidelity MSCI World Index Fund (IE00BYX5NX33). 0 € im klassischen Deckungsstock.
Kosten:
Aktuell 19,12 €/Monat (inkl. Steuer). Ab dem 10. Jahr (2031) sinken die Fixkosten auf ca. 10 €/Monat.
Flexibilität:
Umschichtungen und Beitragserhöhungen lösen keine neuen Abschlusskosten aus. Entnahmen sind ab Jahr 10 ohne Abzug eines Rückkaufsabschlags möglich.
Steuer:
4 % Versicherungssteuer auf Einzahlungen, dafür 0 % KESt bei regulärer Auszahlung.
Status Quo (Stand 2026):
Eingezahlt gesamt: ca. 8.000 - 8.500 €
Aktueller Wertbestand: ca. 11.100 € (also rund 2.500 - 3.000 € im Plus)
Meine Überlegung:
Durch den Wechsel auf die Indexfonds und die ab 2031 sinkenden Fixkosten auf 10 € spart man sich über die restlichen 30 Jahre die jährliche KESt auf ausschüttungsgleiche Erträge sowie die finale KESt bei der Auszahlung. Die Fixgebühr fällt mathematisch kaum ins Gewicht finde ich. Der Konsens im Netz rät fast immer zur Kündigung, meine Rechnung sagt bisher aber: behalten, eventuell sogar den Beitrag erhöhen.
Meine Frage an euch:
Übersehe ich hier eine versteckte Kostenfalle, einen Denkfehler oder einen sonstigen Rechenfehler?
Danke für euer Feedback!