Psychisch krankem Bruder Gras abgenommen.
Hallo zusammen.
Vorweg: Ich hatte das hier schon in einem anderen Sub gepostet, das wurde allerdings von den dortigen Mods gelöscht, weil der Beitrag nicht deren "Inhaltsprofil" entspricht. Zudem wurde mir in den Kommentaren, vor der Löschung, nahegelegt, dass ich ein Unmensch und toxisch sei, was mich noch unsicherer macht. Ich kopiere den Text aber genau so wie er im anderen Sub gepostet wurde, damit ihr selbst seht, was für ein Arschloch ich bin.
Nun zum eigentlichen Thema:
Mein Bruder (31) hat schon seit seiner Jugend mit schweren Depressionen zu kämpfen. Seit ein paar Jahren mischen sich auch immer wieder manische Phasen darunter, vor allem nach Cannabiskonsum, bzw. damit einhergehend.
Er ist in Behandlung und nimmt (anscheinend) auch noch seine Medikamente. Letztes Jahr war er in einer schweren manischen Phase, hat dabei Schulden gemacht, exorbitant Cannabis konsumiert, meinen Vater beklaut und belogen, etc. Das war auch nicht das erste Mal, dass es so war. Jedenfalls endete die manische Phase irgendwann und er rutschte volle Kanne in die Depression ab, was nach starkem psychischen Leiden in einem Suizidversuch gipfelte.
Ich bekam früh morgens einen Anruf meines Vaters, dass mein Bruder, in der Nacht, versucht hatte sich das Leben zu nehmen. Ich bin dann sofort hin und wir haben ihm eine Tasche gepackt und sind direkt in die Klinik gefahren. Mein Bruder versuchte noch, sich rauszureden und den Klinikbesuch auf den nächsten Tag zu verschieben, was wir aber nicht riskieren konnten. Natürlich kam er in die Geschlossene und war sauer auf uns, was sich aber nach ein paar Wochen wieder legte und die Medikamente haben ihn dann langsam wieder in die Spur gebracht.
Nach seinem Klinikaufenthalt kam er in eine Maßnahme, soweit ich weiß über das Arbeitsamt, mit dem Ziel zu prüfen, ob er für den ersten Arbeitsmarkt tauglich ist. Dort ist er jetzt noch bis August beschäftigt. Ich dachte eigentlich, dass die Routine und auch, dass er unter Menschen ist, ihm gut tut. Er hat eigentlich keine Freunde, obwohl er schon ein charismatischer Kerl ist. Die meiste Zeit verbringt er mit unserem Vater, mir, seiner Freundin (die allerdings sehr wenig Zeit hat) und mit unserem Cousin, welcher leider selbst an psychischen Problemen leidet (Schizophrenie).
Nun war ich gerade bei meinem Vater und Bruder zu Besuch (er wohnt noch bei unserem Vater) und habe gemerkt, dass mein Bruder eindeutig bekifft ist. Sein Verhalten und auch seine Augen haben das sofort deutlich rübergebracht. Das habe ich auch ohne Umschweife direkt angesprochen, natürlich auch mit Wut und Enttäuschung in der Stimme. Er rückte dann auch relativ schnell damit raus, dass er seit einer Woche wieder kifft, das Gras hat er aber wohl schon etwas länger. Schließlich konnte ich, mit Hinweis auf das letzte Jahr und die manischen Phasen davor, ihn dazu überreden mir das Gras auszuhändigen.
Er gab mir ein Glas mit Bügelverschluss. Darin eine getrocknete Cannabisblüte. Ich hoffe, dass das alles war, was er hatte. Ich hoffe er ist einsichtig und lässt es bleiben, aber realistisch gesehen habe ich darauf leider keinen Einfluss.
Was meint ihr wie ich jetzt weiter vorgehen sollte? Seine Freundin weiß anscheinend nichts davon (sie erwähnte mir gegenüber einmal, dass sie sowas wie im letzten Jahr nicht wieder mitmachen würde, daher würde ich sie ungern informieren). Ich kann ihn nicht überwachen (kann mein Vater auch nicht). Seinem Arzt könnte ich es sagen, aber was würde der machen, falls den das überhaupt interessiert?