GF will Discount, nachdem Marketing-AP unprofessionell und frech gehandelt hat
Hallo zusammen
ich bin im Vertrieb für einen Marketingdienstleister. Im Frühjahr 2026 hatte ich einen Termin bei einem türkischen Großkonzern, welcher eine eigene Marke (ähnlich wie Yayla, Egetürk, etc) in den Diskountermärkten platzieren will. Wir sprachen über Dauerwerbungsmaßnahmen, die monatlich im vier bis fast fünfstelligen Bereich liegen, dementsprechend war mir der Auftrag sowie die Provi wichtig. Ich hab das Angebot samt Präsi zusammengestellt, es dem Marketing-AP zugesendet und uns einen Blocker festgehalten, in welcher wir uns telefonisch nochmal zusammenschliessen und sehen, ob wir bei dem Preis zusammenkommen oder nicht. Das Angebot ging hoch bis zu unserem Regionalverkaufsleiter, der mir nochmal zusätzlich 20 Prozent darauf gab, da das Unternehmen auf ein „guten Rabatt“ bestand.
Ergebnis: Absprache nicht eingehalten, und nach zwei Mails sowie vier Anrufen verteilt an fünf Tagen ging ein Mitarbeiter von denen ans Telefon, der mir unfreundlich am Telefon sinngemäß mitteilte: „Ruf nicht mehr an. Wir melden uns.“
Davor gab es noch einen weiteren Vorfall: Der Ersttermin hätte früher stattfinden sollen, irgendetwas in mir sagte mir aber, dass ich den AP nochmal anrufen und ihn an den Termin erinnern soll. Er sagte ab, da ihm etwas Wichtiges dazwischenkam. Ich erklärte ihm, dass es zwar okay ist und ich mich ohnehin noch nicht auf den Weg gemacht habe, ich es aber uncool finde, dies erst durch meinen Anruf - also per Eigeninitiative- zu erfahren, anstatt dass er den Termin per Outlooks storniert, mir eine Mail schreibt, anruft, etc.
So - nun in die Gegenwart:
Ein Bestandskunde von mir gab mir eine Empfehlung und die Nummer von zwei Herren. Ich rief an, machte einen Termin, alles gut. Nun stellte sich heraus, dass das Unternehmen die Tochtergesellschaft vom besagten Geschäft ist, und ich wusste sogar noch, dass ich irgendwoher den Namen der beiden GF kenne. Sie wollten das exakt selbe Angebot, aber auch entsprechend einen Rabatt.
Der oben besagte Vorfall hat bei mir für viel Wut ausgelöst zur damaligen Zeit, und ich habe den beiden GF die Situation erklärt. Aus Prinzip und dem Schutz vor meinen eigenen Werten wird es keinen Discount geben, und die GF haben den vollen Preis zu zahlen. Sie entschuldigten sich für den Vorfall, und dass sie nichts von dem Angebot jemals wussten (was ich aber nicht glaube - hierfür habe ich Beweise, die dagegen sprechen) und dass sie mit dem Mitarbeiter sowie dem Marketing-AP reden werden. Für mich zu schwammig, da sie hunderte Mitarbeiter haben und ich nie herausfinden werde, wer der freche Kerl war, und weil es an und für sich einfach respektlos ist.
Nun haben wir nächste Woche wieder ein Gespräch, und werden final schauen, ob eine Zusammenarbeit zustande kommt oder nicht. Mein Verkaufsleiter und ich führten heute zwei Stunden lang ein Gespräch darüber, und später nach Feierabend nochmal eine Stunde beim Kaffee, ob ich wirklich einen so hohen Umsatz fürs Team, für die Firma und natürlich für mich selbst mir entgehen lassen will wegen meines Stolzes. Ich sage Ja.
Ich möchte nun von euch erfahren, ob ich bei dieser Entscheidung bleiben soll oder nicht. Ich könnte auch andere Bedingungen fordern, wie z. B. aktive Weiterempfehlung oder einen schriftlichen Nachweis darüber, dass Folgeaufträge kommen werden, wenn ich 20 Prozent reinhaue. Aber für mich fühlt es sich völlig falsch an und ich kriege diese Stimme am Telefon nicht aus meinem Kopf von diesem frechen, ekelhaften Mitarbeiter.