u/pinkiepie294

Unglücklich im neuen Job und ich fühl mich gefangen

Vorab bitte seid halbwegs nett, mir geht’s grade wirklich schon schlecht genug. Ich suche ernsthafte und konstruktive Antworten.

Wie der Titel schon sagt, hab ich grade einen neuen Job in Vollzeit angefangen. Beim Bewerbungsgespräch war ich schon innerlich zerrissen, aber ich hab das Gefühl klein geredet, weil es theoretisch ein Luxus-Problem ist - bekomme kein HO. In meinem vorherigen Job hatte ich 50% und jetzt 0. Das war eigentlich das einzige Kriterium was ich mir gesetzt habe und ich hab mich als ich gesagt habe „das ist sicher kein Problem“ einfach selbst betrogen. Mir geht es nicht mal sonderlich um Geld, aber um die Zeit die ich für mich selbst habe. Ich brauche das auf Grund meiner chronischen Probleme sehr und nur mit dem Gedanken daran habe ich die Ausbildung ertragen.

Das ist nicht das einzige Problem mit dem HO, der ganze Job ist ein totales downgrade für mich. Ich bekomme weniger Geld als vorher (kann man aber außer Acht lassen), minimal mehr Wochenstunden. Hier gibts nicht mal digitales Stempeln, mir fehlen den nötigen Tools um meine „Neben“Arbeit effizient zu erledigen. Ich habe vorher hauptsächlich 2-Level-Support gemacht und jetzt sitze ich im 1-Level was ich absolut nicht machen wollte es sei denn das wäre Remote, weil ich diese Distanz brauche bzw. eine Umgebung in der ich mich wohlfühle.

Dadurch, dass ich kein HO mehr habe heißt dass ich darf jeden Tag 40 Minuten pendeln (exclusive was alles noch dazu gehört und Stress durch Berufsverkehr). Ich bin gar kein Morgenmensch und brauche auch meine Ruhe, wenn ich wirklich konzentriert arbeiten soll, was hier nicht geht.
Ach und keiner kann mir hier helfen.

Ich vermisse meinen alten Arbeitsplatz so sehr und meine Kollegen! Hätte mich am liebsten heute unter meinem Schreibtisch versteckt und geheult.
Es gibt keinen perfekten Job oder zumindest nur selten, aber ich habe das Gefühl das es so wie es grade ist auch nicht sein soll. Habe bisher noch nie bei nem neuen Job geheult.

Bin so hin und hergerissen, weil die Kollegen wirklich super nett sind, aber alles andere halt eben nicht. Ich geh abends viel zu spät ins Bett, weils mir vor dem nächsten Tag graut. Am Freitag hab ich meinen ersten Therapietermin seit dem neuen Job, aber das macht die Arbeit auch nicht schöner. Ich will grade einfach nur noch verschwinden 🫥 Ich gehe gerne arbeiten, weils mir Sinn im Leben gibt, aber grade bin ich nur traurig, müde und gestresst.

Tut mir leid, falls das alles so chaotisch geschrieben ist, aber ich kann mich auch nicht mehr konzentrieren und es belastet mich.

TLDR:
Mein neuer Job ist für mich ein großes downgrade und nimmt mir jegliche Freude am Leben.

Hatte hier schonmal eine ähnliche Situation, wenn ja wie habt ihr sie gelöst/verbessert? Habt ihrs einfach durchgezogen? Übertreibe ich?

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u/pinkiepie294 — 2 days ago