Tipps gesucht: Gasverbrauch senken & WP-Tauglichkeit prüfen bei Einrohrheizung (Bungalow 1972)
Hallo zusammen,
ich stehe vor der Herausforderung, einen Bungalow energetisch zu optimieren. Es gibt aktuell keinen Sanierungsdruck (Bestandsanlage, Eigentumsübergang steht noch aus), aber ich möchte herausholen, was geht, und die Weichen für die Zukunft stellen.
Besonders die Kombination aus Einrohrheizung und einem uralten Warmwasserboiler macht mir Kopfzerbrechen. Hier sind die harten Fakten:
Das Objekt
Baujahr: 1972, Bungalow mit Flachdach, Stahlbetondecken.
Dämmung: Innenisolierung (Styropor + Rigips auf Hohlkammerziegel). Außenputz. Fenster sind bereits neu (Thermofenster). Baulich lässt sich ohne Riesenaufwand erst mal nichts ändern.
Zusatzheizung: Ein 7 kW Holzofen für das EG wird gerade montiert.
Die Heizungsanlage (Bestand)
Heizsystem: Einrohrheizung! 3 Stränge mit festem Bypass (im Estrich verlegt). 12 Rippenheizkörper + 1 Badheizkörper, alle mit smarten Thermostaten (Netatmo/Bosch) ausgestattet.
Kessel: Junkers Gas-Heizkessel, 18 kW, Baujahr ca. 1990.
Regelung (Junkers TA21K): Max. Vorlauftemperatur 60 °C, Heizkurve ~ 1.2–1.3, Parallelverschiebung 20.
Warmwasser: Direkt befeuerter, völlig ungeregelter Brauchwasserboiler (120 Liter, Baujahr 1973!). Hat nur manuelle Stufen 1–6, keine smarte Regelung, keine elektrische Zündung (Dauerflamme).
Verbrauchswerte
Gesamt: Ca. 3.000 m³ Gas / Jahr (inkl. Warmwasser).
Sommerbetrieb (nur Warmwasser): Ca. 22–23 m³ Gas pro Monat.
Meine Fragen an die Experten hier:
Gasverbrauch kurzfristig senken: Was kann ich bei dieser spezifischen Konstellation noch rausholen? Vor allem: Wie gehe ich am besten mit dem 73er Boiler um (außerhalb der Heizperiode)? Bringt das smarte Runterregeln der Heizkörper bei einer Einrohrheizung überhaupt spürbar was, oder pumpt der Kessel die Wärme dann einfach über die Bypässe im Estrich im Kreis?
Zukunftsperspektive Wärmepumpe: Ist eine WP mit dieser Einrohrheizung überhaupt jemals realistisch betreibbar? Die max. 60 °C Vorlauf klingen ja erst mal machbar, aber das Einrohr-System ist ja eine ganz andere Nummer bezüglich Durchfluss und Spreizung. Welche technischen Zwischenschritte/Umbauten (z. B. Umbau auf Niedertemperatur-Heizkörper) wären mittelfristig Pflicht?
Ich freue mich auf euren Input, eure Erfahrungen und gerne auch harte Kritik, falls ich das Ganze zu optimistisch sehe!
Danke euch!