Von Frankfurt nach Barcelona (fast): Mein bisher größtes Bikepacking-Abenteuer
Vor ein paar Wochen bin ich mit meinem Fahrrad in Frankfurt losgefahren, ohne genau zu wissen, was mich unterwegs erwartet. Die Reise war für mich mehr als nur eine Fahrradtour. Ich wollte Abenteuer erleben, neue Länder und Menschen kennenlernen, nach einer gescheiterten Beziehung wieder zu mir selbst finden und herausfinden, wie viel Komfort ich eigentlich wirklich brauche. Deshalb habe ich mich bewusst dafür entschieden, ausschließlich wild zu campen und auf vieles zu verzichten, was den Alltag normalerweise bequem macht. Leider habe ich Barcelona nicht erreicht und bin wieder in Deutschland angekommen. Rückblickend war die Reise in vielerlei Hinsicht anders, als ich sie mir vorgestellt hatte.
Die größte Erkenntnis der Reise hatte eigentlich nichts mit dem Fahrrad zu tun. Durch das Wildcampen und das autarke Reisen konnte ich komplett ohne Zeitdruck unterwegs sein. Ich musste kein Hotel erreichen, keine Reservierung einhalten und niemandem erklären, warum ich heute nur 50 statt 100 Kilometer gefahren bin. Irgendwann bestand mein Alltag nur noch aus den wirklich wichtigen Dingen: Wasser finden, Essen organisieren, einen Schlafplatz suchen und in die Pedale treten. Überraschenderweise hat mir genau diese Einfachheit unglaublich gut getan. Mein Kopf war deutlich ruhiger als zuhause. Die Probleme unterwegs waren zwar real, aber sie waren greifbar und direkt lösbar. Ganz anders als viele Gedanken und Verpflichtungen, die man im normalen Alltag mit sich herumträgt. Besonders überrascht hat mich, wie konsequent ich plötzlich meine Routinen eingehalten habe. Morgens aufstehen, Lager abbauen, fahren. Abends einen Platz suchen, essen, schlafen. Es gab kaum Ausreden und keine tausend Ablenkungen. Rückblickend habe ich das Gefühl, auf dieser Reise mental deutlich gefestigter geworden zu sein. Wenn ich noch einmal losfahren würde, dann vermutlich alleine. Nicht weil die gemeinsame Reise schlecht war, sondern weil ich glaube, dass man erst alleine wirklich komplett frei entscheiden kann, wohin man fährt, wie lange man bleibt und was der nächste Tag bringt.
Die Tour begann alles andere als perfekt. Schon in den ersten Tagen haben wir gefühlt das komplette Fahrrad meiner Reisebegleitung unterwegs repariert. Zuerst der Gepäckträger, dann ein platter Reifen und später auch noch Probleme mit dem Freilauf. Damals wirkte jedes neue Problem wie ein möglicher Tour-Abbruch. Im Nachhinein war es aber eine wichtige Erfahrung. Fast alles ließ sich irgendwie lösen. Entweder mit dem Werkzeug, das wir dabeihatten, oder mit Hilfe von Fahrradläden und improvisierten Lösungen unterwegs. Mindestens genauso lehrreich war das gemeinsame Reisen selbst. Nach einigen Tagen wurde mir bewusst, wie unterschiedlich Menschen unterwegs sind. Ich stehe meist sehr früh auf, fahre gerne die ersten Kilometer vor der großen Hitze und habe Freude daran, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und als Team unterwegs zu sein. Meine Reisebegleitung hat dagegen einen ganz anderen Rhythmus. Dadurch waren wir oft räumlich zusammen unterwegs, aber nicht immer gemeinsam auf Reisen. Das hat mir gezeigt, dass eine gute Freundschaft und ein passender Reisepartner nicht automatisch dasselbe sind. Wenn ich noch einmal eine ähnliche Tour machen würde, würde ich wahrscheinlich alleine losfahren – nicht aus Ärger oder Enttäuschung, sondern weil ich glaube, dass diese Art des Reisens für mich am besten funktioniert.
Wenn mich jemand fragen würde, warum sich die Reise gelohnt hat, würde ich wahrscheinlich gar nicht zuerst von den Kilometern erzählen. Es waren die Landschaften, die sich fast jeden Tag verändert haben. Die Weinberge, die Berge, die Küste, die kleinen Dörfer und die vielen Orte, die man mit dem Auto wahrscheinlich einfach überfahren würde. Noch mehr beeindruckt haben mich aber die Menschen. Vor der Reise hatte ich – wie viele Deutsche ein bestimmtes Bild von Frankreich und den Franzosen im Kopf. Heute kann ich sagen, dass ich davon kaum etwas bestätigen kann. Wir haben unterwegs unglaublich viele hilfsbereite und offene Menschen getroffen. Gespräche entstanden an Brunnen, vor Supermärkten, in kleinen Dörfern oder einfach irgendwo unterwegs. Immer wieder haben Menschen geholfen, Tipps gegeben oder einfach Interesse an unserer Reise gezeigt. Gerade durch das Wildcampen und das langsame Reisen erlebt man ein Land anders. Man fährt nicht einfach von Unterkunft zu Unterkunft, sondern sucht jeden Abend einen Platz für die Nacht und beschäftigt sich automatisch viel intensiver mit der Umgebung. Diese Begegnungen haben meine Sicht auf Frankreich wahrscheinlich stärker verändert als jede Sehenswürdigkeit entlang der Strecke.
Für alle, die sich für die Strecke interessieren: Gestartet sind wir in Frankfurt und zunächst dem EuroVelo 15 entlang des Rheins bis nach Mulhouse gefolgt. Von dort ging es auf dem EuroVelo 6 weiter bis nach Chalon-sur-Saône. Anschließend sind wir über die V50 nach Lyon gefahren und dort auf den EuroVelo 17 gewechselt, der uns bis hinter Avignon geführt hat. Den letzten Abschnitt bis nach Barcelona wollten wir über den EuroVelo 8 zurücklegen. Leider haben wir es aufgrund der extremen Hitzewelle nicht mehr bis Barcelona geschafft und unsere Tour vorzeitig am Mittelmeer beendet. Rückblickend war das definitiv die richtige Entscheidung. Die Strecke entlang der Mittelmeerküste war trotzdem landschaftlich nochmal ein echtes Highlight der Tour.
Der Rückweg war dann fast schon ein eigenes Abenteuer. Statt zurückzuradeln haben wir uns mit Regionalzügen durch Frankreich und Deutschland gearbeitet. Über 28 Stunden mit Fahrrad in Regionalbahnen unterwegs zu sein, war eine Erfahrung für sich.
Eine Sache beschäftigt mich seit der Reise noch: Reist ihr lieber alleine oder mit jemandem zusammen? Ich sehe mittlerweile in beidem Vor- und Nachteile und würde meine nächste längere Tour wahrscheinlich alleine fahren. Wie sind eure Erfahrungen?
PS: Ja, der Text wurde mit Unterstützung von KI geschrieben. Durch meine Beeinträchtigung fällt es mir oft schwer, meine Gedanken so zu strukturieren und aufzuschreiben, wie sie in meinem Kopf sind. Die Erlebnisse, Gedanken und Erfahrungen stammen aber alle von mir die KI hat mir nur dabei geholfen, sie in Worte zu fassen. Ich hoffe, das ist für euch in Ordnung.