u/unbeanntes

Adaptive Drucktemperatur

Mir ist bei der Beschriftung von einigen Filament-Rollen aufgefallen, dass die empfohlene Temperatur in Abhängigkeit Druckgeschwindigkeit angegeben wird. Warum wird dies nicht im Slicer abgefragt oder berücksichtigt? Es könnte einzelne Drucke beschleunigen. Oder Druckfehlern vorbeugen.

Wenn ich nach dem Temp-Tower zur Entscheidung gekommen bin, dass 255°C die beste Temperaturen für das HF-PETG ist, ist mir das Problem untergekommen, dass heiße Bereiche häufig Druckfehler durch niedrigviskoses Filament, bei zu niedriger Geschwindigkeit haben. Also Blob-Bildung, oder dunkle Flecken durch verkohltes Filament.

Hat jemand eine Ahnung, ob es ( im Orca-Slicer ) bereits Entwicklungsansätze zur Ausnutzung der niedrigen Viskosität bei höherer Temperatur (und umgekehrt) gibt?

Die Druckgeschwindigkeit könnte in Teilbereichen von Objekten ja erhöht werden wenn gleichzeitig die Nozzle-Temperatur erhöht wird. In langsamen Bereichen müsste die Temperatur natürlich wieder gesenkt werden, um den o.g. Druckfehlern zu entgehen.

Oder ist die Trägheit der Temperaturänderung der Nozzle einfach zu unkalkulierbar? Durch die interne PID - Kalibrierung der neueren Drucker, ist der Maschine doch eigentlich die Trägheit der Temperaturänderung bekannt.

Ist der Zeitgewinn der höheren Geschwindigkeit durch Abkühlphasen zu gering? ( ist natürlich objektabhängig)

Bei größerem Düsendurchmesser, sollte der Effekt deutlich spürbarer sein als bei kleinen, da durch höhere Temperatur erst die größeren Volumenströme bei höherer Geschwindigkeit genutzt werden können. - vermutlich ist hier die Heizleistung eher der begrenzende Faktor.

Edit: Viskosität "umgekehrt" danke an u/ddukk

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u/unbeanntes — 3 days ago