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Ruhrpride Essen 2026 - Medienecho und Realität
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Ruhrpride Essen 2026 - Medienecho und Realität

Ich war gestern hier und da auf dem Ruhrpride aka "CSD in Essen" unterwegs. Nicht auf dem Marsch selber, aber auf und um den Kennedyplatz.

Amüsant finde ich zum Teil die Berichterstattung der Medien. Im Ruhrgebiet gibt es ja quasi keine klassischen Medienformate, die nicht zur Funke Mediengruppe gehören, wenn wir mal vom ÖR und Formaten und Plattformen wie dem WDR etc. abesehen.

Da wird das alles als nette Party bezeichnet. Das ist natürlich erstmal nicht falsch. Die Stimmung war meiner Meinung nach gut, friedlich und ausgelassen. Die WAZ spricht dann in einer Überschrit von "mulmigen Gefühlen" wegen des Anschlages.

Das findet sich im Artikel dann nur einmal und das auch gut begründet. Denn die Polizei in Essen schützte den Demozug zum Teil nicht klar vor Autos. In Rüttenscheid waren Straßen zum Teil nicht abgesperrt, sondern nur durch einzelne Beamt*innen "abgeschirmt". Einen wirklichen Schutz vor dem Einsatz von Fahrzeugen als Waffe bietet das natürlich nicht. Zum Teil auch komplett ungeschützt.

Bild von Essen stellt sich quer.

Dazu wird dann auch in der Presse mit keinem Wort erwähnt das Thomas Kufen bei seiner Rede nicht nur wenig Applaus, sondern ziemlich viele Pfiffe bekommen hat. Ähnliches gilt für die Resonanz der sehr kleinen und sichtig total motivierten Parteistand der CDU.

Wobei hier muss man zum Teil loben. Man hat die selbe Pride-Flagge verwendet die man letztes Jahr nich frisch aus dem Amazon-Karton ausgepackt hat. Man war also doch minimal vorbereitet. Warum man die Flasche falsch herum neben eine große Deutschlandfahne hängt? Gute Frage.

Passend dazu keine Erwähnung das es auch Versuche von Störaktionen der rechten Szene gab und auch bekannte Akteure der rechten Szene wie AFD-Funktionäre oder z.B. Ex-Boxer, verurteilter Vergewaltiger und "Influencer" Tobias Voss u.a vor Ort waren. Diese wurden dann nicht von der Polizei abgehalten die Veranstaltung zu stören, sondern von engagierten Besuchern der Veranstaltung gehindert die zu tun.

Um zurück auf den Stand der CDU zu kommen, dieser war in jeder Hinsicht lächerlich und mit Kritik wusste man wohl auch nicht gut umzugehen. So glaubte wohl ein Herr in einem roten T-Shirt er könnte Teenagern die kritische Fragen stellen Platzverweise erteilen.

Guckt man sich ansonsten mal das Echo von anderen Akteuren an, dann haben sich auch die CDU und die SPD recht früh verzogen. Dabei sei zu erwähnen das Personen/Gruppen die dort einen Stand haben verpflichtet sind diesen erst ab frühestens 20:00 Uhr abzubauen. CDU und SPD verdünnisierten sich hier schon ab 18 Uhr. FDP und Grüne gegen 19 Uhr (das gilt nicht für die Grüne Jugend).

Parteitechnisch waren dann bis mindestens 20 Uhr Die Linke, Die Partei und die jungen Liberalen (nicht mit der FDP verwechseln) und Volt vor Ort.

All das wird von der klassischen Presse natürlich nicht erwähnt. Da redet man dann von einer "bunten Veranstaltung" und das ist dann wohl auch leider das Bild das dort akzeptabel ist. Irgendwie bunt und pauschal gut gelaunt ohne das man sich mal wirklich mit der Lebensrealität der Menschen beschäftigt.

reddit.com
u/Same-Reserve-1695 — 11 days ago
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Verzögerung bei Citybahn in Essen - Fahrten erst im Winter

Das konnte ja keiner Ahnen. Sehr wild auch, dass immer gesagt wurde die Bahn soll im Sommer starten und erst im Sommer wird klar, dass die arbeiten erst in ein paar Monaten fertig sind, weil es anfang des Jahres so kalt war. Das wissen die doch safe seit 4-5 Monaten?!

radioessen.de
u/N-1Starfighter — 13 days ago
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Radentscheid Essen 2026: Zweite Hürde genommen

Der Radentscheid Essen hat die zweite formelle Hürde genommen. Von den gesammelten 22.222 Stimmen, wurden ca 14.000 Stimmen vom Wahlamt überprüft und die nötige Mindestmenge von 12.954 gültigen Stimmen wurde erreicht. Entsprechend sah man davo ab die restlichen ca. 8.000 Stimmen ebenfalls zu prüfen. Damit ist nach der Sammlung der Unterschriften nun auch die zweite Hürde genommen.

Aktuell ist der Rat der Stadt Essen in der "Sommerpause" und tagt im September wieder. Hier könnte der Rat sich den Forderungen anschöließen oder sie ablehnen.

Aktuell gibt es eine faktische Mehrheitskolation aus CDU und SPD im Rat, welche mit ihren neuen Verkehrsleitlinien den 2020 beschlossenen Radentscheid nicht nur begraben haben, sondern auch bereits erfolgreiche Maßnahmen rückabwickeln wollen. Alles zurück zu einem Verkehrskonzept der 50er und 60er Jahre. Entsprechend ist davon auszugehen das dies nicht der Fall sein wird. Dazu dürften auch andere rechte und rechtextreme Parteien wie die AFD, FDP, BSW und das EBB nicht zu den Unterstützern zählen.

Wird dies entsprechend abgelehnt, würde zunächst ein Bürgerentscheid folgen und alle wahlberechtigten Personen in Essen könnte darüber abstimmen.

Noch davor steht im Raum das der Rat der Stadt einen Bürgerentscheid als "nicht zulässig" bewerten wird. Hier ist die lokale Presse der Funke Mediengruppe auch schon dabei Schützenhilfe zu leisten. Hier hofft der Rat wohl folgende Argumentation nutzen zu können.

Die beschlossenen Leitlinien wären nicht konkret genug und hinreichend bestimmt, als das ein Bürgerentscheid hier gegen eine konkrete Sachlage agieren könnte. Der Radentscheid hat dies im Vorfeld von mehreren Rechtsexperten prüfen lassen und fühlt sich bestätigt.

Sollte der Rat diese Einstelling nicht teilen, wird die Sache zu einem Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht werden.

reddit.com
u/Same-Reserve-1695 — 14 days ago

Kleingärtner hissen Reichsflagge in Essen

Wer lokale Nachrichten verfolgt, der findet aktuell einen Artikel über eine "Reichsflagge" die in einem Kleingarten gehisst ist. Wirklich neu ist das nicht und rein rechtlich betrachtet ist dies in dieser Form nicht verboten und verstößt grundsätzlich auch nicht gegen Kleingartenrecht.

Trotzdem ist natürlich klar warum so eine Fahne gehisst wird. Insbesonders da diese auch den Schriftzug "Vorsicht, sie betreten Deutsches Reich" aufgedruckt hat. Es wird also klar und deutlich mit rechtsextremen Symbolen gearbeitet und eine entsprechende Drohung ebenfalls ausgesprochen. (Warum Vorsicht? Was passiert? etc.)

Neu ist das leider nicht und so gab es auch ähnliche Fälle in Duisburg der Mülheim. Das offene zeigen solcher Flaggen die in diversen Teilen der rechtextremen Gesellschaft ist inzwischen weit verbeitet. Eben auch weil es sich um keine Symbole handelt die gesetzlich verboten sind. Bei der Reichskriegsflagge wäre dies dagegen auch schon rechtlich wieder diskutabel.

Beschämend ist dann auch eher die übliche Gleichstellung in der man sich bei, Kleingartenverband übt. Zwar würde man die Fahne grundsätzlich gerne entfernt sehen aber:

Weder Rechts- noch Linksextremismus hätten dort Platz.

Natürlich nimmt man es sich nicht auf theoretische "linksextreme" Flaggen zu veweisen. Dazu sei auch gesagt das der Bundesverfassungsschutz genau ein "Symbol" aus der linken Szene als verboten bewertet und dies ist mehr als Zweifelhaft. Hier ist durch das Verbot von "linksunten.indymedia* auch das entsprechende Symbol beinhaltet. Das ist ja sowieso eine Geschichte für sich...

Wie man Deutschland und viele Kleingärtner so kennt, wären wohl schon basisdemokratische Symbole auf Flaggen unerwünscht wie ein klassisches zerbrochenes Hakenkreuz.

Aus den Artikeln heraus geht nicht hervor um welche Anlage es sich handelt. Sie bzw. die Fahne ist aber von einer Straße heraus gut zu sehen. Ebenfalls sieht man im Hintergrund einen Hochspannungsmast. Ich persönlich "tippe" hier auf Anlagen in Borbeck und Altendorf. Ich bin aber auch kein Geoguesser.

Dazu verbietet sich natürlich auch die Belästigung von Mitgliedern der Gartenanlage, geschweige denn strafbare Handlungen wie z.B. Diebstahl der Fahne oder irgendwelche Formen der Sachbeschädigung.

u/Same-Reserve-1695 — 14 days ago