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Dekagramm
Das Dekagramm (dag) entspricht 10 Gramm und war in Österreich ursprünglich seit 1950 unter dem Zeichen „dkg“ gesetzlich eingeführt, bevor es 1973 an die SI-Regeln angepasst wurde; die alte Schreibweise war noch bis Ende 1977 übergangsweise zulässig.
Der Name leitet sich vom griechischen déka für „zehn“ ab, was sich auch im geometrischen "Dekagon" (Zehneck) widerspiegelt.
Heute ist die Einheit, im Alltag oft „Deka“ genannt, besonders in Österreich und den Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns beim Lebensmitteleinkauf und in Rezepten weiterhin sehr gebräuchlich und setzt gewisserweise das metrische Lot fort.
Karyatide, die
Weibliche Statue mit langem Gewand, die anstelle einer Säule das Gebälk eines Bauwerks trägt (in der Architektur der Antike)
Sammelsurium famoser Worte vom Postillon
der-postillon.comEiner Sache Valet sagen
Heute in einem Zitat aus einem Brief von Heinrich Heine gehört.
abschachteln, das
Der Begriff „abschachteln“ bezeichnet in der Umgangssprache, besonders im Einzelhandel und in Supermärkten, das Auspacken von Waren aus ihren Transportkartons, das Einräumen in die Verkaufsregale sowie das anschließende fachgerechte Entsorgen der leeren Kartons.
https://www.supermarkt-inside.de/pappe-leere-kartons-muessen-raus-aus-dem-markt-nur-wie/
Verschonungsbedarfsprüfung
Hat eine Lobbyorganisation von Hochvermögenden damals durchgesetzt. So sollen Erben von Riesenvermögen die Möglichkeit bekommen, sich an einem (selbst gewählten!!) Stichtag vor dem Fiskus selbst arm zu rechnen, sodass sie letztlich von der Steuer befreit werden 🤡
Von müdigkeitsmüde bis alleswirdguthoffend: Emotionale Neologismen von Zeit-Lesern
Bei der Zeit Online gibt es eine tägliche Umfrage über die Stimmung der Menschen, bei der nach einem einzelnen Adjektiv gefragt wird. Diese Einschränkung macht die Befragten offenbar kreativ, wie ich beim Durchsuchen der Einsendungen im „Lexikon der Emotionen“ festgestellt habe. Hier sind ein paar meiner Favoriten:
- abendsfreifrohmüdig (So fühle ich mich auch oft.)
- abenderwartungsfroh
- abendängstlich (Der Abend wirkt immer poetisch.)
- nachtfriedlich (Die Nacht auch.)
- abgabefristgeängstigt (Auch ein bekanntes Gefühl. In diesem Zusammenhang würde ich übrigens gerne „Todeslinie“ als deutsche Übersetzung von „deadline“ vorschlagen – das klingt bedrohlicher.)
- abschiedstraurigängstlich (Viele der negativen Wörter haben mit Abschieden oder Trennungen zu tun.)
- existenzgeängstigt
- alleswirdguthoffend
- abendhimmelentzückt
- allesliebend
- pilzfreudig (So meinte die Person das hoffentlich nicht, aber in den wenigen Ergebnissen einer Google-Suche nach dem Wort wird es hauptsächlich für Orte verwendet, an denen viele Pilze wachsen.)
- glückskatzig (In einem Schönheitsforum habe ich ein Verwendungsbeispiel hierfür gefunden, das man womöglich als „sich (bei seinem Aussehen) auf sein Glück verlassend“ verstehen kann.)
- freudigaufgekatzt (Dieses Wort hat mich auf eine Reise durch Raum und Zeit geschickt, von der ich später noch berichten will. Im Moment schließe ich mich der Frage des Bayerischen Wörterbuchs an: „Verwenden Sie sich aufkatzen für ‚aufdrehen, angeben‘?“)
- fröhlichtatendurstig
- eierkuchenfriedlich (Kommt vielleicht von „Friede, Freude, Eierkuchen“. Ich mag Eierkuchen.)
- küchenaromenverwöhnt
- schlaffreudig (Mood. Verwendungsbeispiel: Der Wiktionary-Eintrag „ratzen“ beschreibt damit mehrere kleine Säugetiere.)
- müdigkeitsmüde (Von all der Müdigkeit wird man schon mal müde.)
- stimmungsbarometermittig (Da man auswählen muss, ob man sich gut oder schlecht fühlt, hat diese Person trotzdem „gut“ gewählt.)
- allgemeineverblödungverängstigt (Das hätte ich eher „allgemeinverblödungsverängstigt“ geschrieben, damit es mehr nach einem Wort klingt.)
- frankfurtergerundschaut (Was die FR der Person wohl getan hat, die dieses Wort als negativ markiert hat?)
- deutschfranzösischglücklich (Das war wahrscheinlich jemand von r/rance_iel.)
- adjetivüberfordert (Das merkt man.)
Klabusterbeere, die
(meist bei Tieren, besonders Schafen) in den Haaren am After klebendes getrocknetes Klümpchen Kot
BEISPIEL
〈in übertragener Bedeutung:〉 jemandem die Klabusterbeeren aus dem Arsch fliegen lassen (Soldatensprache; jemanden rücksichtslos drillen)
Herkunft
zu schlesisch klabustern, sächsisch klabastern = (zusammen)kleben; schmieren, kleistern; verunreinigen; vgl. auch sächsisch Klabustern = Kotreste am After
Beim Menschen entstehen sie durch mangelnde Hygiene, langes Sitzen oder Schwitzen und bestehen oft aus Kotresten, Toilettenpapier und Kleiderfusseln.
Wer kennt den Ausdruck "Weißer Rabe"
Den Ausdruck "Weißer Rabe" gibt es im Russischen.
Mich würde es daher interessieren, wer von den Deutsch-Muttersprachlern hier diesen Ausdruck kennt? Der steht tatsächlich auch im Duden und im DWDS.
Bis jetzt habe ich nur meine Freundin (sie ist deutsch) gefragt, sie kennt ihn nicht.
Ps.
Ich hätte gerne eine Umfrage gemacht, aber die Option ist bei mir ausgegraut.
Petrichor
Der Geruch von Regen auf trockener Erde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Petrichor
Besonders interessant daran; Menschen sind extrem gut darin, diesen Geruch wahrzunehmen. Besser sogar als Haie den Geruch von Blut! Das Molekül Geosmin, welches wir als diesen Geruch interpretieren, kann vom menschlichen Geruchssinn ab einer Konzentration von 5-100 ×10^(-6) ppm wahrgenommen werden, was mehrere Größenordnungen weniger ist als die Konzentration, ab der Haie Blut im Wasser wahrnehmen! (Die liegt je nach Spezies zwischen 1 und 0.01 ppm)