u/1oftodayslucky10000

▲ 247 r/buecher

Das ewige Leid mit deutschen Übersetzungen

Ich bin gerade mal wieder so genervt. Da wartet man extra fast ein Jahr lang auf die deutsche Übersetzung eines Buches, nur um besagtes Buch dann schon während des Prologs dem Übersetzer um die Ohren hauen zu wollen.

Das Buch ist "Die Legende von Una Everlasting" von Alix E. Harrow, konkret geht es um folgenden Satz im Prolog:

> »Dann erhebt Euch, Sir Una«, befahl die Königin, denn dieser Name bedeutete »nur«, und sie wusste bereits, dass es nie wieder jemanden wie sie geben würde.

.. "nur"? Ernsthaft? Stand da im Original "only" und der Übersetzer hat Blödsinn gemacht?

Ich hab daraufhin einen kurzen Blick ins englische Buch geworfen und tatsächlich wird dort "only" genutzt:

> 'Then rise, Sir Una,' said the queen, because the name meant only, and already she could tell there would never be another like her.

Warum zum Teufel übersetzt man "only" hier mit "nur", statt zB mit "einzig"? Das klingt in diesem Kontext derart out of place, dass mein erster Gedanke war, dass das doch eine KI das übersetzt haben muss, denn einen menschlichen Profi würde sowas doch wohl auffallen? Oder vielleicht gehört der Verlag zu jenen, die Übersetzungen unter großem Zeitdruck für wenig Geld von unerfahrenen, gestressten Studierenden machen lässt..?

Joa, hab dann mal den Übersetzer gegoogelt. Laut seiner Website macht er den Job schon seit 1993, also zumindest an Erfahrung sollte es nicht mangeln. 🫠

"Spaßeshalber" (weil ich offensichtlich keine gute Laune mag) hab ich dann mal den Prolog auf Englisch grob überflogen(!) und mir sind direkt noch 3 weitere Stellen aufgefallen, in denen ich die Entscheidungen des Übersetzers.. fragwürdig finde. Und das NUR IM PROLOG.

Das kann's doch echt nicht sein. Da bezahlt der Verlag schon extra einen Profi, dessen Honorar offenbar auch echt nicht ohne ist, und trotzdem kommt da so ein liebloser Mist raus. :(

(EDIT: Okay, beim Honorar habe ich mich verlesen. Auf seiner Website ist nur das Honorar pro Zeile für Fachtexte angegeben, nicht für Belletristik. Mea culpa!)

Ende vom Lied ist jetzt also, dass ich dieses Buch, auf dessen deutsche Übersetzung ich so lange gewartet habe, doch auf Englisch lesen, und diesen Übersetzer in Zukunft grundsätzlich meiden werde. Gut, dass der Prolog schon in der deutschen Leseprobe enthalten war..

Und ja, ich weiß, ich bin bei sowas empfindlich. Aber zum einen reißen mich offensichtliche Übersetzungsfehler immer total aus der Geschichte raus und zum anderen frage ich mich bei sowas auch jedes Mal, wie viele nicht so offensichtliche Fehler da wohl noch drin stecken, die ggf auch die Bedeutung von Sätzen komplett ändern. Das hatte ich halt auch schon mit anderen Büchern: teilweise sagen die Charaktere im deutschen sogar das genaue Gegenteil von dem, was sie im englischen Original sagen. Hätte ich nicht aus einem Impuls heraus in die englische Version geguckt wäre mir das nie aufgefallen und ich hätte einfach gedacht, der Autor schreibt unlogische und inkonsistente Charaktere.

Wie handhabt ihr sowas? Lest ihr noch auf Deutsch? Gibt es Übersetzer:innen, die ihr bewusst meidet, oder vielleicht sogar welche, die euch besonders positiv aufgefallen sind? Oder fällt euch sowas vielleicht gar nicht auf, bzw stört euch nicht?

tl;dr: Deutsche Übersetzungen doof, OP frustriert.

EDIT: So, ich hab dem Verlag jetzt eine Mail geschrieben. Da hier schon so viele Leute kommentieren und diskutieren werde ich die Antwort, sollte ich eine bekommen, natürlich auch hier teilen. :)

EDIT 2: Der betreffende Verlag ist übrigens Goldmann und gehört zur Penguin Random House Verlagsgruppe. Beim Googlen bin ich eben auf einen Artikel aus 2015 gestoßen, laut dem Übersetzer:innen in einem offenen Brief die Honorarbedingungen dort kritisiert haben. Da ging es zwar "nur" um den Bereich Kinder- und Jugendliteratur, aber neu scheint das Problem zumindest nicht zu sein. Die Antwort des Verlages (der sich zynisch interpretieren lässt als "Hört auf, unsere schmutzige Wäsche öffentlich zu waschen!") hat jetzt auch nicht allzu viel Hoffnung geweckt, dass es da ein Umdenken geben wird.

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u/1oftodayslucky10000 — 1 day ago

Ich möchte meinen Mann an das Thema Feminismus heranführen. Habt ihr Tipps?

EDIT: Uff. Hier scheint vieles sehr falsch rüber gekommen zu sein.

Nein, dass ich hier nach Anregungen suche heißt nicht, dass er irgendetwas auf mich abwälzt, oder dass ich hier den mental load für dieses Thema übernehme. Ja, er kann durchaus selber recherchieren und tut das auch. Ja, mein Mann respektiert mich und wir führen eine liebevolle Beziehung auf Augenhöhe.

Normalerweise liebe ich dieses Sub dafür, dass Diskussionen hier eigentlich immer konstruktiv und respektvoll ablaufen. Gerade deshalb finde ich es schade, dass das hier zum Teil nicht der Fall ist.

Mein Mann hat teilweise Ansichten, die nicht geil sind. Aber ihm ist bewusst geworden, dass ihm in diesem Bereich schlicht Wissen und Berührungspunkte fehlen, weswegen wir uns inzwischen öfter zum Thema Feminismus austauschen.

Er möchte bestehende Strukturen kritisch hinterfragen. Er möchte lernen. Er möchte seinen Horizont erweitern. Er möchte mehr Kontakt mit Themen haben, die für ihn bislang keine Relevanz im Alltag hatten. Dazu gehört für ihn halt auch, sich mehr mit feministischem Content auseinander zu setzen, und ich habe ihm angeboten, ihm ein paar entsprechende Kanäle zu zeigen, weil ich selbst relativ viel in feministischen Bubbles unterwegs bin.

Könnte er sich die selbst raussuchen? Klar. Tut er bei anderen Infos zum Thema (Artikel, Statistiken, Studien, etc) ja auch. Aber dieser Mensch ist mein Partner. In unserer Beziehung haben wir Dinge schon immer gemeinsam, als Team, gehandhabt. Was spricht dagegen, ihn auch dabei zu unterstützen? Dinge zu hinterfragen, die man 30 Jahre lang als gegeben gesehen hat, ist nicht leicht und ich freue mich nicht nur, dass er diesen Weg jetzt geht, sondern auch, dass ich ihn dabei begleiten und unterstützen darf.

Ich verstehe das Bedürfnis, andere Frauen vor Männern zu warnen, die alles an Arbeit auf die abwälzen, oder sie allgemein einfach nicht gut behandeln. Wirklich. Aber ich versichere euch, dass das hier fehl am Platz ist. Bitte nutzt eure Energie lieber für andere Dinge.


Mein Mann und ich haben in letzter Zeit öfter Diskussionen über Feminismus und Gleichberechtigung geführt. Das sind immer sehr interessante Gespräche, aber teilweise knallen da doch sehr unterschiedliche Weltbilder aufeinander, die für beide Parteien gar nicht mal so leicht aufzudröseln sind. :D

Ich selbst bin generell sehr links und überzeugte Feministin. Er ist zwar auch eher links, wenn auch deutlich gemäßigter unterwegs als ich, und auf jeden Fall für Gleichberechtigung, kann mit der feministischen Bewegung aber nicht so richtig viel anfangen.

Letzteres rührt meiner Meinung nach vor allem daher, dass er sich mit diesem Thema bislang einfach nicht viel beschäftigt hat. Er stimmt mir da zu, möchte das ändern und ist offen für neuen Input.

Bislang bringt er Feminismus vor allem mit teils problematischen Aussagen in Verbindung, die mit irgendwelchen reißerischen Schlagzeilen durch die Medien gehen, und die ihm dann immer das Gefühl geben, man könne die feministische Bewegung als ganzes nicht ernst nehmen. Also die Art von toxischem Feminismus, die Hand in Hand geht mit Männerhass, oder bei der man den Eindruck bekommt, Gleichberechtigung sei nur so lange das Ziel, wie man selbst aktiv einen Vorteil daraus zieht. Aber wehe, daraus würde ein Nachteil für Frauen entstehen!

Sein Lieblingsbeispiel für letzteres ist übrigens das Thema Wehrpflicht. Denn da kriegt er wohl vor allem mit, wie Feministinnen sich im gleichen Atemzug für mehr Frauenrechte, aber gegen eine Wehrpflicht für Frauen aussprechen würden. Das sollen bitte nur die Männer machen.

Puh. Unabhängig davon, was man von der Wehrpflicht im Allgemeinen hält, kann ich auf jeden Fall verstehen, dass das für Außenstehende irgendwie nicht das beste Licht auf die Bewegung als Ganzes wirft.

Aber wie das halt immer so ist: Gemäßigte, reflektierte Meinungen haben weniger Reichweite als jene, die eher Empörung auslösen. Sex Wut sells, oder so.

Manchmal habe ich auch das Gefühl, seine Social-Media-Algorithmen, die insgesamt überraschend unpolitisch sind, würden hin und wieder testweise irgendwelchen Blödsinn aus der Manosphere auf seine Feeds spülen.

Ein Beispiel dafür kam gestern Abend auf, als wir wieder über diese Themen gesprochen haben. Ich weiß gar nicht mehr, was der genaue Auslöser für diese Aussagen war, aber er hat auf einmal rausgehauen, dass viele Frauen ja auch einfach bewusst manipulativ seien und Männer ausnutzen würden, um sich Vorteile zu verschaffen. Ich war daraufhin erstmal ein bisschen perplex und habe ihn gefragt, woher er dieses Frauenbild habe. Nach einer langen Pause sagte er schließlich, er wisse das selbst nicht so genau.

Joa, ich tippe auf YouTube und Tiktok. Aus seinem Umfeld kommt das nämlich definitiv nicht. 😬

Dazu kommen dann noch Ansichten, die für ihn immer ganz selbstverständlich waren und nie hinterfragt wurden. Im gestrigen Gespräch hat er zB viel mit der biologischen Komponente argumentiert, so nach dem Motto "Früher waren die Männer jagen, während Frauen die Kinder gehütet haben. Es ist in Männern also genetisch verankert, dass sie die Versorger sind". Dass das nicht ganz so schwarz-weiß war, war mir irgendwie bewusst, aber genaueres konnte ich dazu jetzt auch nicht sagen. Tja, eine kurze Recherche später haben wir dann festgestellt, dass es diese damalige Rollenverteilung so wohl gar nicht gab. Frauen waren genauso jagen wie die Männer. Man hat archäologische Funde einfach lange nur durch die patriarchale Brille interpretiert.. ¯⁠\⁠_⁠(⁠ツ⁠)⁠_⁠/⁠¯

Eine der vielen tollen Eigenschaften meines Mannes ist, dass er immer bereit ist, sein Weltbild zu hinterfragen und Fehler zuzugeben, wenn ihm neue Fakten präsentiert werden. Gleichzeitig ist er aber auch jemand mit sehr viel Meinung. :D Wenn sich etwas für ihn richtig und logisch anfühlt und er keine gegenteiligen Datenlage dazu kennt, dann ist das für ihn halt so. Leider ist man damit aber natürlich auch eher anfällig für eine bestimmte Art von Content.

Jetzt versuche ich also nach und nach, ihm das Thema Feminismus auf möglichst faktenbasierter Ebene näherzubringen.

Zugegebenermaßen sitzen wir dabei beide sehr in unseren jeweiligen Bubbles. Ich betrachte vieles primär aus der feministischen Sicht und sehe überall die strukturelle Benachteiligung von Frauen. Er hingegen sieht eher die Bereiche, in denen Männer schlechter weg kommen. Beides ist valide, denn natürlich sieht man vor allem das, was einen selbst betrifft.. Wobei ich ihn gestern auch darauf hingewiesen habe, dass es Männern ja frei steht, sich ebenfalls dafür einzusetzen, dass es ihnen besser geht. Diese Erkenntnis hat ihn glaube ich etwas überrumpelt. :D

Grundsätzlich bin ich aber der Überzeugung, dass Feminismus vor allem der Kampf gegen das Patriachat ist und Männer davon genauso profitieren würden. Das versteht er denke ich an sich auch, tut sich aber noch ein bisschen schwer damit, das mit dem Bild in Einklang zu bringen, das er bisher immer von der feministischen Bewegung hatte.

Während unseres gestrigen Gesprächs haben wir uns beide zwischendurch immer wieder Themen und Fragen notiert, die wir näher recherchieren, oder bei denen wir für den jeweils anderen Inhalte raussuchen wollen.

Neben ein paar Recherche-Themen steht auf meiner Liste zB, ihm ein paar feministische Social-Media-Kanäle schicken, sowie öffentliche Auftritte (zB in Talk Shows oä) von Feminist:innen, die eben nicht in diese Sparte fallen, die ihm bisher so negativ aufgefallen ist.

Leider fällt mir gerade bei den feministischen Influencer:innen aber auf, dass die, die mir dazu als erstes in den Sinn gekommen sind, auch relativ viel allgemeinen, eher bissigen "Männer doof"-Content haben. Was für mich persönlich jetzt kein Problem ist – ich selbst bin auch nicht unbedingt der größte Fan vom Konzept Mann, auch wenn es natürlich einige ganz fantastische Exemplare gibt. Aber ich glaube, mit sowas würde ich meinen Mann aktuell noch eher verschrecken. :D

hierhelena habe ich kürzlich entdeckt und finde ihren Content super. josischreibt_ mag ich persönlich auch sehr gerne. wastarasagt mag ich auch, aber sie könnte ihm aktuell glaube ich etwas zu bissig und konfrontativ sein. Leonie Löwenherz könnte ihm ggf auch noch etwas zu.. wütend sein? Puh. Schwierig.

Habt ihr noch irgendwelche Empfehlungen für feministische Kanäle? Je ruhiger und sachlicher argumentiert wird (vorzugsweise sogar mit Verweisen auf konkrete Studien oä), desto besser.

Ich merke auf jeden Fall, dass er da momentan viel drüber nachdenkt und hinterfragt. Er sucht auch immer öfter das Gespräch und stellt mir Fragen, um aus seinem eigenen Blickwinkel auszubrechen. Aber er ist leider auch jemand, der sich sehr schnell angegriffen fühlt und dann erstmal komplett abblockt. Da arbeitet er zwar auch dran, aber.. naja, es ist ein Prozess.

Und so ganz allgemein: Wart ihr schon in ähnlichen Situationen wie mein Mann und ich? Wie seid ihr damit umgegangen, was habt ihr dabei ggf gelernt?

Ich freue mich über alle Tipps, Ideen, Gedanken und Erfahrungsberichte!

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u/1oftodayslucky10000 — 1 month ago
▲ 6 r/kiel

Dringende Ausweisangelegenheiten im Rathaus: Wann sollte man da sein?

Moin,

im Rathaus gibt es für dringende Ausweisangelegenheit ja 3x/Woche eine Spontansprechstunde zwischen 9-12 Uhr. Hat jemand Erfahrung damit, um wie viel Uhr man am besten dort auf der Matte steht, um an dem Tag tatsächlich dran zu kommen? 8? 7? ..wenn ich so an die Leute denke, die ab 1 Uhr nachts vor Supermärkten campen, um Feuerwerk zu kaufen, vielleicht sogar noch früher? 😅

Vielen Dank im Voraus!

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u/1oftodayslucky10000 — 2 months ago
▲ 13 r/DID

After 12 years of waiting for an alter I fell in love with to come back, I have to move on. And I don't know how.

Hey,

this'll be a long one I guess. I hope this post doesn't get too chaotic, and sorry in advance if it does. I'm just so overwhelmed right now.

Thank you to anyone taking the time to read all this. I truly appreciate it.

I met someone online back in 2010, when I was just sweet 16. Let's call him N. We instantly had a connection deeper than anything I've felt before (which, of course, doesn't mean that much coming from a teenager haha). He genuinely felt like my soulmate on so many levels. Back then I struggled a lot with social anxiety and my entire social life basically happened online anyway, so even though we only chatted and texted, everything felt incredibly real to me. We also called each other from time to time, but he told me that he struggled with selective mutism due to being autistic, so only I talked and he answered via chat. I mainly heard him giggle over the phone. There were a few times where he managed to whisper a word or two though, and sometimes he'd also play piano for me.

Over time I've also met a few of his friends online and built friendships with them as well, especially his best friend L, who'll be important later.

N and I quickly became very close friends, then fell in love and eventually started officially dating in 2011. He was my very first true love, even without having ever met him at that point. After only 10 months we broke up again – not because we didn't love each other deeply, but because we were both in a pretty bad place mentally and just weren't stable enough for a relationship at that point. It hurt, but it was the right call. We were both severely depressed and dealing with a lot.

Thankfully we remained close friends, though over time there were more and more episodes where he just.. vanished. Sometimes for days, sometimes weeks, sometimes even months without any explanation.

Well, you can probably guess where this is going.

With every episode I got increasingly hurt and angry, but every time he finally reached out again I just felt so thankful and relieved to have him back. I somehow always knew he'd be back eventually, so no matter how much it hurt and how lonely I was, I always waited for him. And he always came back.

During one of those times where I was waiting for him I finally met with L in person. She gave me a bracelet and a letter from N in which he told me he's sorry, he still loves me, but he just needs some time. That bracelet is still one of my most cherished possessions.

Then in 2013 L, who also struggled with PTSD and depression, went to a specialized trauma clinic.. and was diagnosed with DID.

L texted my best friend of the time (R), who she also got close with over time, and asked him to tell me. Not only of her diagnosis, but also the fact that N was an alter (just like the other two friends of him I met), and that me trying to contact N in any way might destroy any progress L made in therapy. L later confirmed this. She and my best friend were both very adamant about the fact that I should just act like N doesn't exist anymore.

As you can imagine, my world completely shattered. I was sad and confused and so incredibly lonely, especially because I had no-one to talk to about this. I obviously couldn't talk to L, but I couldn't even talk to R about it. Even though he was the one person who should've understood what I was going through since he had a similar bond with another alter. But for some reason, he just decided that everyone else we met before didn't exist, started dating L instead (who remained the host) and actually began calling her by the body's birth name. He also made it very clear he put that chapter with N and the others behind him and didn't want to talk about it. Eventually I stopped trying and just dealt with it alone the best I could. Which is extra hard when you have no idea what's going on, when you don't understand anything about how their system even works except for the fact that L apparently was the designated host now and wanted to keep it that way. To this day I don't even know if that was her decision, if they decided that as a system because that was what they needed, or if they just had a shitty therapist who pushed for L to suppress everyone else.

But N wouldn't be N if he didn't try to reach out to me again. After all, he always came back to me, right?

We talked multiple times in the months afterwards and each time he left, I went back to waiting. Because that's what I always did. He left, and I waited for him to come back, no matter how long it would take.

When I was visiting L the next time, N and I even managed to finally share some time in real life together. We were having a small party at L's place that evening. L and I went outside for a while, sat on the stairs on the front of the house and talked, and at some point I realised.. I wasn't talking to L anymore.

It was truly the most beautiful, heartbreaking scene. N and I just sitting there with one of our favourite songs playing in the background, watching the stars, talking, my head on his shoulder, holding hands, holding each other, both of us crying. Him kissing me and whispering he loves me.

The next year we had another small moment together. L and I went to a festival together and I had too much to drink one day. Apparently I was so drunk that N felt he had to keep an eye on me for a little while. He didn't say anything, but I just knew. The details are blurry tbh, but I think I looked at him, just said "N?", and we held hands for a while.

During one time he randomly reached out after months of no contact (L tried to hurt herself so he took over for an hour to keep them safe) he also told me about how he met someone in their headspace, whose name coincidentally is very close to mine. Like literally one letter apart. And apparently she's kind of similar to me in some other ways too. He also told me they're happy and have been living together in their headspace. I'm not sure if she's a full alter, a NPC, or something different I just don't know about.. but in some weird way, I guess it was a confirmation that I still meant just as much to him as he meant to me, if that makes sense.

The last time we had contact was in 2014. I stayed friends with L for a while, but I think we lost contact somewhere around late 2015 for no particular reason, and I never heard from any other alter again after the diagnosis.

So now it's been 12 years. More than a decade without hearing anything from N. More than a decade of me still waiting for him. Because that's just what I do whenever he vanishes – I wait for him to come back. Like I always did. And he always came back.

Until he didn't.

It's not like I put my life on hold or anything. I've built a beautiful life over the years. I'm stable, I'm genuinely happy and enjoying life, and I'm engaged to the most amazing and loving partner one could ever hope for (K).

Still, a part of me has never stopped waiting. Leaving messages he'll probably never read on an account that hasn't been online for 12 years. Sometimes just random "I'm thinking of you" and "I miss you" messages, but also whenever something big happens in my life, I still want to share it with him.

Then I dreamt of him on Saturday. And I've been so incredibly sad that whole day. In the evening I told K about the dream – he knew about N, but I usually just don't talk about this whole situation, because what even is there to say?

After a long talk K encouraged me to reach out to L in order to maybe get some of those questions I still have answered and find closure. I agreed, and sent her a long message on Facebook, which is sadly the only contact info I still have, about wanting to talk about what exactly happened after their diagnosis. No idea if she'll ever see it, or if she does, if she'll even respond. I also made sure to be very clear about the fact that she doesn't need to respond if she doesn't want to, that I don't want to do anything that might cause some kind of destabilisation or make her feel uncomfortable in any way, that she doesn't owe me anything, and that I'm doing good and my happiness doesn't depend on her answering any questions.

So far she apparently hasn't seen it.

The thing is.. ever since sending that message I can't deny the very real possibility of actually never talking to N again. Sending that message made it real, somehow. And when I realised that, something in me broke.

I've been waiting for him for 12 fucking years now, unable to let go, honestly not wanting to let go, because it somehow feels like I'd be betraying the bond we had if I did. Everything I've felt for him has been somewhat frozen in place all this time and I just didn't dare to unpack it, as that would've meant accepting that our bond is gone for good. I wasn't ready for that. I'm not sure I am ready now.

I don't even miss him as a partner. I just miss him as a friend. As that wonderful, sweet person he was.

I've been crying so much ever since. And in doing so, I'm also hurting my partner. He tries to understand, to listen, to comfort me and to be there for me, but seeing me break down again and again because I'm missing my "soulmate" so much is breaking him as well. Because to him, I'm his soulmate. While I'm too afraid to call him that – not because he isn't, but because that means accepting that N isn't, accepting that N and I don't have that bond anymore, accepting that N will never come back. I heard that poor man cry for about two hours yesterday after he asked for space and locked himself in another room. We've been together for 6 years and I've never seen him cry that much.

We talked about it. A lot. He still doesn't quite understand (and honestly, how could he?), but we're trying to navigate this as a team. And I agreed that it's probably time to find some closure, no matter if L ever responds to my message or not. If not for me, then for K and the life we've built.

So the plan right now is for me to just.. process it. To accept he's gone. If L responds and can help me understand some things – great. If N actually reaches out again and we can talk about everything that happened.. yeah, even better, I guess, even though just the thought of having to say goodbye again, this time for good, makes me feel sick. But I realised there's no way I could have any kind of healthy relationship with N anyway before I have actually processed my grief. Maybe we could be friends again afterwards, but I barely dare thinking about that possibility. There's way too many Ifs involved anyway. I don't even know if he still exists as an individual, and if not, I'm definitely not ready to get to know whoever he might be part of now.

But it's just so hard to let go. I'm trying, but I've been waiting for him for so long, you know? It's like I'm finally feeling everything I've ignored for all this time, like I'm finally grieving for someone I've lost 13 years ago. And it hurts so, so much. I honestly don't know how to handle it.

I guess I should be happy that the system apparently doesn't need him that much anymore, and on some level I am, but I'm not selfless enough to not want him back in my life anyway.

Sadly it's not like there's any special resources out there for this kind of grief. Most people wouldn't even understand it. Again, my partner is doing his best (while also trying to look after himself and his needs), but I still feel so alone.

And tbh, I feel stupid for waiting for so long in the first place. I'm in my 30s now, why the hell have I still not gotten over a man I fell in love with as a teenager?!

I'm not even sure what I'm hoping to get out of this post, because there's probably nothing I can do anyway except for feeling and processing everything. Maybe I just needed to vent to people who at least might understand. Maybe someone here experienced something similar and would like to share what it was like and how they've dealt with it. I don't know. I'm thankful for any kind of thoughts you might have.

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u/1oftodayslucky10000 — 2 months ago

PSA: A Drop of Corruption – deutscher E-Book-Release verzögert sich um ~2 Wochen

Vielleicht bin ich ja nicht die einzige hier, die sich sehr auf den deutschen Release von Robert Jackson Bennetts A Drop of Corruption heute gefreut hat, nur um festzustellen, dass das Buch bisher ausschließlich als Softcover und Hörbuch verfügbar ist. Von dem E-Book keine Spur. Was doof ist, wenn man wie ich inzwischen ausschließlich E-Books liest.

Ich hab daraufhin per Mail beim Verlag nachgefragt und direkt eine Antwort bekommen:

> Das e-book von "A drop of corruption" wird definitv kommen in den nächsten zwei Wochen. Wir haben leider aktuell technische Probleme, daher die Verzögerung.

Also, falls ihr auch auf das E-Book wartet.. es kommt bald! 😊

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u/1oftodayslucky10000 — 3 months ago