AfD und Kinder- und Jugendhilfe?
Hallo,
mit meinem Beruf als Erzieher habe ich einen klaren gesetzlichen Auftrag, der eine ganzheitliche Entwicklung des Kindes fördert. In meinem Alltag muss ich mehrere Themen behandeln wie z.B. inklusives arbeiten, Sexualpädagogik, interkulturelles arbeiten und vor allem Förderung der Vielfalt.
Mit Sorge lese ich in letzter Zeit die Wahlprogramme der AfD durch. Ich selbst komme aus Niedersachsen und auch dort fährt die AfD einen seltsamen Kurs was die Kinder- und Jugendhilfe angeht.
Grob zusammengefasst geht es der AfD aus Bundesebene und Landesebene darum
- Inklusion abzuschaffen und Kinder sowie Jugendliche zu exkludieren
- die "deutsche Kultur" zu vermitteln und anderen Kulturen keinen Raum geben, sprich Vielfalt ersticken
- Sexualpädagogik abschaffen bzw. tabuisieren
- dem Staat es deutlich schwerer machen Kinder oder Jugendliche durch das Jugendamt zu schützen
- die Kinderrechte nicht als eigenständige Rechte anerkennen, sprich Kinderrechte existieren dann nicht mehr
Das sind nur ein paar und vor allem grobe Punkte, aber ich hoffe es wurde klar, dass die Kinder- und Jugendhilfe sich stark verändern kann und da käme ich zu meinen Fragen:
Muss ich mir Sorgen machen über meinen Arbeitsbereich?
Wie geht ihr damit um, wenn so etwas im Raum steht und vieles auf den Kopf gestellt werden könnte?
Ist meine Sorge unbegründet oder hat noch irgendwer Angst vor einer Politik nach AfD-Normen?
Weil eins weiß ich ganz sicher. Selbst wenn es zu einem Horror-Szenario kommt, kann ich nicht danach arbeiten. Dazu bin ich zu wissenschaftlich gestrickt.