r/erzieher

AfD und Kinder- und Jugendhilfe?

Hallo,

mit meinem Beruf als Erzieher habe ich einen klaren gesetzlichen Auftrag, der eine ganzheitliche Entwicklung des Kindes fördert. In meinem Alltag muss ich mehrere Themen behandeln wie z.B. inklusives arbeiten, Sexualpädagogik, interkulturelles arbeiten und vor allem Förderung der Vielfalt.

Mit Sorge lese ich in letzter Zeit die Wahlprogramme der AfD durch. Ich selbst komme aus Niedersachsen und auch dort fährt die AfD einen seltsamen Kurs was die Kinder- und Jugendhilfe angeht.

Grob zusammengefasst geht es der AfD aus Bundesebene und Landesebene darum

  • Inklusion abzuschaffen und Kinder sowie Jugendliche zu exkludieren
  • die "deutsche Kultur" zu vermitteln und anderen Kulturen keinen Raum geben, sprich Vielfalt ersticken
  • Sexualpädagogik abschaffen bzw. tabuisieren
  • dem Staat es deutlich schwerer machen Kinder oder Jugendliche durch das Jugendamt zu schützen
  • die Kinderrechte nicht als eigenständige Rechte anerkennen, sprich Kinderrechte existieren dann nicht mehr

Das sind nur ein paar und vor allem grobe Punkte, aber ich hoffe es wurde klar, dass die Kinder- und Jugendhilfe sich stark verändern kann und da käme ich zu meinen Fragen:

Muss ich mir Sorgen machen über meinen Arbeitsbereich?

Wie geht ihr damit um, wenn so etwas im Raum steht und vieles auf den Kopf gestellt werden könnte?

Ist meine Sorge unbegründet oder hat noch irgendwer Angst vor einer Politik nach AfD-Normen?

Weil eins weiß ich ganz sicher. Selbst wenn es zu einem Horror-Szenario kommt, kann ich nicht danach arbeiten. Dazu bin ich zu wissenschaftlich gestrickt.

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u/Ameise666 — 21 hours ago
▲ 5 r/erzieher+1 crossposts

Schulstart: Zwischen 106 und 223 Euro für die Grundausstattung

Wenn Mitte September wieder die Schule beginnt, steht für viele Familien zunächst ein Einkauf auf dem Programm. Hefte, Stifte, Mappen, Zirkel und weitere Schulartikel müssen besorgt werden. Wie unterschiedlich die Kosten ausfallen können, zeigt ein aktueller Preisvergleich der Arbeiterkammer Oberösterreich (AK).

Für eine erste Klasse Volksschule kam die AK bei ihrem Vergleich auf Gesamtkosten zwischen 78,68 und 153,42 Euro. Bei einem Warenkorb für die Mittelschule lagen die Preise noch weiter auseinander: Zwischen 106,44 und 223,54 Euro kostete die zusammengestellte Ausstattung – je nachdem, wo und welche Produkte eingekauft wurden.

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u/animexamera — 13 hours ago
▲ 34 r/erzieher+3 crossposts

Ein Drittel der Schülerinnen und Schüler bekommen private Nachhilfe

Ein Drittel der Kinder und Jugendliche in Österreich nehmen private Nachhilfe. Für Familien bedeutet das nicht nur eine finanzielle Belastung, sondern auch zeitlichen, organisatorischen und mentalen Aufwand.

zeitungderarbeit.at
u/animexamera — 1 day ago

PiA-Ausbildung zur Erzieherin: welche Bücher, Videos & Tipps haben euch wirklich geholfen?

Ich möchte bald mit einer praxisintegrierten Ausbildung (PiA) zur Erzieherin starten und würde mich gerne möglichst gut vorbereiten. 😊

Mich interessieren vor allem eure Erfahrungen aus der Ausbildung:

Welche Bücher/Fachbücher haben euch wirklich geholfen und welche könnt ihr empfehlen?

Welche YouTube-Kanäle oder Videos waren hilfreich? (z. B. zum Lernen von Theorien, Entwicklung, Pädagogik usw.)

Welche Theorien/Theoretiker sollte man unbedingt kennen und verstehen?

Welche Themen sollte man von Anfang an gut können?

Welche Fächer bzw. Lernfelder hattet ihr?

Welche Fächer/Lernfelder fandet ihr besonders wichtig bzw. relevant für die Praxis?

Was war für euch mega überflüssig oder hatte wenig mit dem späteren Berufsalltag zu tun?

Welche Fächer haben euch am meisten Spaß gemacht?

Was hat euch in der Ausbildung am meisten überrascht?

Was wünscht ihr euch, ihr hättet vor Beginn der PiA gewusst?

Was würdet ihr jemandem raten, der vor der Ausbildung schon anfangen möchte zu lernen?

Gab es bestimmte Lernkarten, Zusammenfassungen, Apps, Websites oder YouTube-Videos, die euch bei Klausuren/Prüfungen besonders geholfen haben?

Und wie viel Lernaufwand hattet ihr ungefähr neben Schule und Praxis?

Besonders interessieren mich auch konkrete Empfehlungen wie: „Dieses Buch hat mich durch die Ausbildung gebracht“, „diesen YouTube-Kanal hätte ich früher gebraucht“ oder „diese Theorie solltest du wirklich verstehen“.

Gerne auch dazu schreiben, in welchem Bundesland bzw. an welcher Art Schule ihr die Ausbildung gemacht habt, weil sich die Inhalte ja teilweise unterscheiden können.

Danke danke dankeeee euch! ❤️

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u/Which_Variation_870 — 19 hours ago

24h Dienste 🤯

Edit: Ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich weiß dass das legal ist (durch die Bereitschaftszeit in der Nacht). Mir geht es darum wer aus der Jugendhilfe kommt und diese Dienste kennt und evtl. auch weiß ob man das auf Dauer durchhält.

Ich hatte heute ein Vorstellungsgespräch in einer Einrichtung der Jugendhilfe. In der Stellenanzeige waren 24h Dienste aufgeführt, mit denen ich mich arrangieren könnte. Allerdings wurde mir während des Gesprächs gesagt, dass wir am Wochenende in Doppeldiensten geplant werden. Also zB Fr auf Sa und anschließend nochmal Sa auf So.

Sowas höre ich zum ersten Mal und kannte ich aus keiner Einrichtung vorher. Ist das sonst so üblich und ich hatte bis jetzt Glück?

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u/nutellaliebe — 2 days ago

Durch sozialen Beruf unsozial geworden?

Hallo, ich weiß nicht wie es euch geht aber bei mir selber ist mir in den letzten Monaten eine Veränderung aufgefallen die mir gar nicht gefällt. Ich arbeite jetzt seit fast zwei Jahren als Pädagogin. Zuerst in einem Kindergarten und jetzt in einer Krippe. Ich liebe meine Arbeit, auch wenn sie mich oft auslaugt und an meine Kräfte bringt.

Nun zu meiner Frage, geht es anderen die in dem Sozialen Bereich arbeiten auch so? Früher war ich jemand den man als "Social Butterfly" bezeichnen könnte. Immer überall dabei in der Freizeit, gerne unter Menschen und einfach extrovertiert. Kein bisschen schüchtern und glücklich wenn ich nach der Schule unter Menschen bin.

Jetzt aber hab ich das Gefühl, dass ich alle meine sozialen Kompetenzen in die Arbeit stecke. Immer ruhig und liebevoll sein , höflich zu den Eltern, auch wenn diese unverschämt sind (arbeite in einem Brennpunkt bei dem Eltern Kommunikation sehr schwierig werden kann) Nach der Arbeit hab ich keine Lust auf Freundschaften pflegen oder irgendwo hin gehen. Ich geh meistens direkt nach Hause und dass obwohl ich eigentlich immer viele Hobbys und Freunde hatte.

Bin ich da die einzige? Stimmt mit mir was nicht oder geht es anderen auch so? Ich bin übrigens 21 falls das für die Story wichtig ist.

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u/kleinerPrinz2 — 2 days ago

Zweiter Arbeitstag in der Kita – jetzt krank geworden und habe Angst vor Konsequenzen

Hey zusammen,

ich hatte gestern meinen ersten Arbeitstag als Kitahelfer. Es war wirklich schön und ich war total motiviert. Leider bin ich über Nacht krank geworden – starker Durchfall und Schüttelfrost. Ich habe meinen Arbeitgeber direkt informiert, weil ich niemanden anstecken möchte und natürlich auch selbst wieder fit werden muss.

Trotzdem habe ich gerade echt Angst, dass das einen schlechten Eindruck macht. Ich bin noch in der Probezeit und es fühlt sich extrem blöd an, direkt am zweiten Tag krank zu sein. Ich mache mir Sorgen, dass der Arbeitgeber oder die Kolleg*innen denken, ich würde mich drücken oder unzuverlässig sein. Und natürlich habe ich auch Angst, dass ich vielleicht sogar gekündigt werde.

Hat jemand Erfahrungen damit?
Wie wird sowas in Kitas normalerweise gesehen?
Bin ich übertrieben ängstlich oder ist die Sorge berechtigt?

Ich freue mich über jede Meinung oder jeden Rat. Danke euch! :)

PS: Gehe heute zum Arzt und hoffe spätestens übermorgen wieder fit zu sein.

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u/Familiar-Compote-143 — 2 days ago

Private Whatsappgruppe

An die Erzieher unter uns:
Wie handhabt ihr es mit (privaten) WhatsApp-Gruppen?
Ich muss sagen dass ich ein riesengroßer Fan davon bin privat und beruflich getrennt zu halten.

Ich möchte von Klienten und Klientinnen aus der Gruppe, oder aus der Kita in meiner Freizeit nichts wissen und vorallem im privaten keine Arbeitsaufträge erhalten, finde es aber schwer sich da (verständlich) abzugrenzen ohne anderen vor den Kopf zu stoßen. Außerdem möchte ich auch nicht 24/7 erreichbar sein.

Wie handhabt ihr das? Seit ihr in einer Gruppe und wenn nein, habt ihr Tipps wie man sich abgrenzen kann?

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u/ToeEnough — 2 days ago

NRW 2025: Gewalt in Kitas auf Rekordhoch

Hallo in die Runde,

ich bin ganz neu auf Reddit, kenne noch nicht alle Regeln und hoffe, ich mache nichts falsch.

(Transparenz)
Ich arbeite in einem privaten Kindergarten. Mein Freund ist Datenwissenschaftler und hat eine Non-Profit-Organisation gegründet, die sich auf Kundenfokus konzentriert.

Ich bin total schockiert darüber, welche Zustände er aufgedeckt hat, und wollte mal fragen, ob jemand von euch Erfahrungen mit Gewalt in Kindergärten gemacht hat?

https://www.bewertiq.org/analysen/tagesmutter-oder-kindergarten-2026

u/RaumPlot — 3 days ago

Toxischer Kindergarten: Nach dem Ausstieg frage ich mich täglich – hätte ich mehr tun müssen?

Ich habe vor anderthalb Monaten nach drei Jahren endlich den Schlussstrich unter meine Arbeit in einem kleinen privaten Kindergarten gezogen (Elterninitiative, 4 Päd. Fachkräfte). Es sind viele Dinge im Kindergarten passiert, die ich echt heftig fand.

Ich hätte gerne mal eine Einschätzung von euch zu all dem, weil ich mir bis heute Vorwürfe mache, ob ich nicht mehr hätte unternehmen müssen.
Ein paar Beispiele aus dieser Zeit (für die Zusammenfassung habe ich KI als Hilfe genutzt, weil ich oft dazu tendiere, viel zu lange Texte zu schreiben) :

Machtmissbrauch & Zwang bei Kindern: Die Leitung zwang ein Kind gewaltsam zum Essen, indem sie sich hinter den Jungen stellte und ihm den Löffel in den Mund drückte. Einen anderen Jungen zerrte sie vor ein Schaf, vor dem er Angst hatte, stellte ihn bloß und nannte ihn später im Morgenkreis vor allen einen „Angsthasen“.

Essstörung und Grenzüberschreitung: Für sie war man ab über 50 kg „fett“ (ihr Traumgewicht lag unter 48 kg). Wir sind beide 1,65 m groß. Als ich ehrlich meine 60 kg nannte, reagierte sie vor allen entsetzt mit „Was, so viel?! Aber du siehst doch gar nicht so aus!“. Selbst vor den Kindern fragte sie uns Kolleginnen mit einem selbstgefälligen Grinsen: „Findet ihr nicht auch, dass die Mutter von XY richtig fett geworden ist?“. Dazu kamen gezielte Fragen zu meiner Kindheit, weil sie zu wenig über mich wisse und mich so nicht richtig einschätzen kann , sowie ungefragte Details zu ihrer Abtreibung oder Vergewaltigungen im Bekanntenkreis.

Systematische Entwertung & Neid: Das Team wurde als unfähig dargestellt; auf mir hackte sie besonders herum, weil ich jung war. In drei Jahren durfte ich keine Elterngespräche führen, da ich keine eigenen Kinder habe und somit garnicht die Grundlage für ein Elterngespräch hätte. Als ich privat ein Bild von einem echten Hasen als Vorlage nahm, um einen Hasen für die Kinder zu zeichnen, erzählte sie den Kindern, ich könne gar nicht malen, das sei „nur Abgucken“ (wer zeichnet, weiß, dass Referenzen die absolute Grundlage sind). Untersagt hat sie mir das Zeichnen für neue Kinder (Bilder für Sitzplätze) schließlich auch, damit meine Bilder nicht mehr Aufmerksamkeit bekämen als ihre. Beim Abschied in die Jugendhilfe kamen nur scheinheilige Sprüche, die meine Fähigkeiten anzweifelten.

Absurde Beschuldigungen: Als ich nach Feierabend unangezogene Spielzeugpuppen ins Puppenbett legte, schnauzte sie mich an: Das Bild nackter Puppen im Bett würde an „nackte Leichen von Juden im Holocaust“ erinnern und ich würde „rechtsradikale Symbole verbreiten“. Währenddessen wetterte sie selbst ständig gegen die „faule junge Generation“ und schwadronierte ausgiebig über AfD- und Nazi-Themen.

Sexuelle Belästigung & Rassismus: Eine Schwarze Praktikantin wurde mit „Woher kommst du wirklich? Du sprichst aber gut Deutsch!“ begrüßt; ein junger italienischer Praktikant wurde dauerhaft sexuell belästigt und mit anzüglichen Witzen bedrängt. Dazu kamen lautstarke Streits mit einer Kollegin vor den Kindern und ellenlange Signal-Nachrichten nach Feierabend.

Versuch zu handeln & Quittung: JEDER Praktikant kam verunsichert zu mir. Ich bin schließlich zum Elternvorstand gegangen, aber der ehrenamtliche Vorstand wollte sich schlichtweg nicht damit auseinandersetzen (auch weil die Leitung direkt mit Anzeigen drohte) und reichte meine Beschwerde einfach an sie weiter. Die Quittung: Sie schrie mich vor den Kindern heulend zusammen. In der Supervision stellte sie mich als „bösartige Mobberin“ dar, nannte mich ein „arrogantes Stück“ und warf mir vor, ich würde ihr „DDR-Trauma“ triggern, weil ich „wie die Stasi zur höheren Macht renne“. Danach gab es nur noch verbalen Missbrauch.

Ich mache mir bis heute immer mehr Vorwürfe, dass ich damals nie effektiv etwas gegen diese Frau tun konnte und handlungsunfähig war. Ich frage mich manchmal, ob ich nicht doch mehr hätte tun müssen – aber damals war ich 23, frisch aus der Ausbildung und viel zu unerfahren. Und jetzt kann ich höchstwahrscheinlich nichts mehr tun. Wie seht ihr das?

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u/Kea_birdy — 2 days ago

Das 25-Stunden-Teilzeit-Paradoxon: Warum man in sozialen Berufen trotz reduzierter Stunden immer Vollzeit (plus Überstunden) brennt

Hey r/erzieher,

nachdem ich mir vorhin schon wegen einer anderen Geschichte den Frust von der Seele geschrieben habe, muss ich hier direkt noch ein Thema droppen, das mich (und vermutlich viele von euch mit Teilzeitvertrag) absolut wahnsinnig macht.

Es geht um die Illusion von Teilzeit in unserem System.

Die Realität auf dem Papier vs. Realität im Dienstplan

Ich habe einen 25-Stunden-Vertrag. Klingt nach einem Modell, bei dem man noch Luft zum Atmen, für Freizeit oder andere Projekte hat.

Aber schaut man sich an, wie unsere Dienstpläne gestrickt sind, ist das Ganze mathematisch und strukturell schlicht auf Vollzeitkräfte ausgelegt – wir Teilzeitler dürfen den ganzen Rattenschwanz aber gefälligst trotzdem mitschleppen. Ein paar Klassiker, die ihr sicher alle kennt:

  • Die brutalen Schichtblöcke: Wenn ich eine Nachtbereitschaft mache (z. B. von Freitag 18:45 Uhr bis Samstag 12:00 Uhr), hänge ich so lange im System fest, dass am Ende direkt mal stramme 11 Arbeitsstunden für einen einzigen Block auf der Uhr stehen. Damit ist fast die Hälfte meiner Wochenarbeitszeit mit einer Schicht weg.
  • Geteilte Dienste als Lebenszeit-Fresser: Montag ist Team-Tag. Also wird die Schicht fröhlich so gelegt, dass ich um 11:00 Uhr auf der Matte stehe, bis 22:00 Uhr abends arbeite – mit einer „netten“ Pause von 13:00 bis 17:00 Uhr mitten am Tag.
  • Das Pseudo-Frei in der Pause: Was ist das bitte für eine Pause? Zu Hause bin ich in den vier Stunden natürlich nicht, also sitze ich irgendwo fest, bin weder im Feierabend noch wirklich an der Arbeit, sondern warte nur darauf, dass der zweite Teil der Schicht losgeht. Der komplette Tag ist gelaufen, obwohl man „nur“ seine Stunden macht.

Das Ergebnis: Das automatische Überstunden-Abo

Durch diesen Rattenschwanz an Teams, Vor- und Nachbereitungen, Kolloquien und Meetings, die stoisch von allen im gleichen Maße erwartet werden, ist es fast unmöglich, im Rahmen der Stunden zu bleiben. Man wird systematisch in die Überstunden hineingezwungen, weil die Einrichtung strukturell gar nicht für echte Teilzeit ausgelegt ist.

Und wenn man dann, wie ich heute (im offiziellen Urlaub!), mal dankend ablehnt, für ein wöchentliches Zwei-Stunden-Meeting reinzukommen, gucken alle blöd, weil man ja gefälligst „flexibel“ zu sein hat.

Wie ist das bei euch? Habt ihr auch das Gefühl, dass ein Teilzeitvertrag in der Erziehung oft nur ein Etikett ist und man in der Praxis wie eine Vollkraft verheizt wird, nur mit weniger Gehalt und einem dauerhaften Überstundenberg?

Erzählt mal, wie ihr das handhabt – gibt es bei euch Teams, die das fair lösen, oder ist das überall der gleiche Kampf gegen Windmühlen?

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u/wegwerf99999999 — 3 days ago

Jugendliche wecken in Nachtbereitschaft

An die Leute in der stationären Jugendhilfe. Wie geht ihr damit um, wenn Jugendliche erst nachts während eurer Schlafbereitschaft nach Hause kommen und euch dafür wecken. In einigen Jugendwohngruppen (auch in meiner) ist das ja oft der Fall. Ich finde das ganz schön belastend, die Zeit wird ja auch kaum bezahlt. Es geht nicht um Notfällle (dafür ist man ja da).

Edit: Es geht mir eher darum, wie ihr das mit den Jugendlichen besprecht, ignoriert ihr es, besprecht ihr es nach, gibt es Konsequenzen? und wie geht es euch mit dieser Belastung?

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u/lampemn — 3 days ago

Elterninitiativen und angemessenes Gehalt, geht das?

Hallo,

derzeit bin ich frisch aus der Ausbildung geschlüpft und möchte selbstverständlich eine Stelle als Erzieher. Im Vorfeld konnte ich gewisse Konzepte, Arbeitgeber etc. ausschließen.

Mir wurde immer wieder der Mehrwert einer Elterninitiative schmackhaft gemacht und gespiegelt, dass ich dort gut reinpassen würde.

Ich habe mich bei vielen Elterninitiativen in meiner Stadt beworben. Vieles hat wirklich gepasst, was mir eine pädagogische Arbeit ermöglicht, hinter der ich stehe.

Leider gibt es ein großen Kontra-Punkt, die Bezahlung. Es wird in der Regel sogar weit unter TVöD gezahlt, selbst wenn es an diesen angelehnt ist. Mir persönlich ist eine gute Arbeitsstelle, wo ich gerne hingehe wichtiger als Gehalt, versteht mich nicht falsch, aber am Ende möchte ich fair entlohnt werden, für die Arbeit die ich leisten. Als Beispiel würde ich bei einer Einrichtung einen Stundenlohn von 18 € bekommen. Das ist weit unterm Durchschnitt.

Das Dilemma vor dem ich stehe: Kann ich von Elterninitiativen mehr Gehalt verlangen (einfach näher am TVöD), bevor ich dort anfange oder würde ich da Leuten mit eh schon weniger Mitteln in die Bredouille bringen?

Für mich fühlt es sich dann so an, als müsste ich auch mehr leisten als ohnehin schon, damit ich das höhere Gehalt rechtfertigen kann, obwohl ich ein Gehalt anstrebe, welches als Minimum in dem Beruf besteht.

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u/Ameise666 — 3 days ago

Der ewige Teufelskreis: Wenn Flexibilität zur Einbahnstraße wird (Frust von der Seele reden / Diskussionsanstoß)

Hey zusammen,

ich muss mir hier gerade mal was von der Seele reden, weil mich die Situation im Team mal wieder komplett triggert – und ich bin sicher, einige von euch kennen das in und auswendig.

Die Ausgangslage: Teilzeitkraft (25Stunden), dazu über 80 Überstunden auf dem Konto (bei einer 25-Stunden-Woche sind das mal eben drei volle Arbeitswochen). Von der Leitung heißt es seit Wochen: „Du musst jetzt mal dringend deine Stunden abbauen!“

Die Realität: Heute habe ich offiziell Urlaub. Morgens um kurz nach 8 Uhr kommt die Nachricht: „Wir hätten heute anfangs auch Team gemacht, das wäre schon gut dabei zu sein – komm doch für zwei Stunden rein.“ Als ich dankend ablehne, weil – surprise – Urlaub ist und ich auch nicht für ein paar Stunden 30 km Benzin verfahren will, um mir am Ende dafür künstlich noch mehr Stunden auf ein ohnehin explodiertes Konto zu schreiben, fällt aus allen Wolken. Tenor: „Hallo? Du baust diese Woche doch eh Stunden ab, ich komm dir doch sonst so oft entgegen!“

Was mich daran so massiv aufregt (und wo ich euer Feedback hören will):

  1. Die Selbstverständlichkeit: Ich bin seit 6 Jahren gefühlt immer derjenige, der einspringt, wenn’s brennt. Während andere Kollegen bei jeder Kleinigkeit sofort blockieren („Geht nicht, Termin“) oder dir das Arbeitsrecht um die Ohren hauen, wird meine Flexibilität als Standard vorausgesetzt. Sobald man einmal nein sagt, ist Holland in Not.
  2. Die interne Planlosigkeit: Auf der einen Seite drängt die Leitung darauf, dass man bloß Stunden abbaut, auf der anderen Seite wird man für wöchentliches Standard-Team oder irgendwelche Supervisionen, wo eh nie was bei rauskommt, in den Urlaub zitiert. Wie soll man denn Stunden abbauen, wenn jede Woche neue Termine reingedrückt werden, an denen man gefälligst anwesend zu sein hat?
  3. Die Bringschuld bei der Freizeit: Man muss sich fast rechtfertigen, wenn man schlicht und ergreifend seine gesetzliche Erholungszeit in Anspruch nehmen will.

Habt ihr in euren Teams auch diese extremen Diskrepanzen zwischen „Wir müssen dringend Überstunden abbauen!“ und „Aber für diesen absolut unwichtigen Termin musst du natürlich trotzdem verfügbar sein“? Wie geht ihr damit um, ohne dass man direkt als der „Unkollegiale“ abgestempelt wird?

Euch allen einen hoffentlich entspannteren Start in die Woche (und Grüße an alle, die gerade auch gegen Windmühlen kämpfen)!

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u/wegwerf99999999 — 3 days ago

Hospitieren in der Kita - Worauf achten und welche Fragen stellen?

Huhu,

mit meiner letzten Stelle in der Kita habe ich ziemlich daneben gegriffen, obwohl ich einen guten Eindruck beim Hospitieren hatte. Ich war vorher allerdings ein paar Jahre aus dem Beruf raus und hatte deshalb wenig aktuelle Erfahrungen.

Bald geht eine neue Bewerbungsrunde los und es warten Gespräche und Hospitationstermine auf mich. Manchmal lasse ich mich vielleicht zu sehr von einer Wunschvorstellung oder Erwartungshaltung leiten und tendiere dazu, mir Eindrücke schön zu reden. 😁

Deshalb brauche ich eure Erfahrungen:
- Welche (kritischen) Fragen kann ich beim Hospitieren stellen?
- Worauf sollte ich besonders achten? (Verhalten, Aussagen, Räume, Kinder,…) Was sollte ich genauer hinterfragen?

Alle Tipps sind willkommen!

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u/Tiny_Recognition8956 — 3 days ago

Schwanger in der Probezeit - wann muss ich meinen neuen Arbeitgeber informieren?

Ich habe gestern erfahren, dass ich schwanger bin und übermorgen fange ich bei einem neuen Arbeitgeber an🙈
Ich bin gerade erst in der 4. SSW und irgendwie weiß ich noch gar nicht so richtig, was ich jetzt machen soll. Den Arbeitsvertrag habe ich vor ungefähr drei Wochen unterschrieben, zu diesem Zeitpunkt wusste ich natürlich noch nichts von der Schwangerschaft.
Ich freue mich wirklich sehr über die Schwangerschaft, aber gleichzeitig macht mir die Situation mit dem neuen Job gerade ziemlich Stress. Ich weiß einfach nicht, wann und wie ich es meinem Arbeitgeber sagen soll.
Mein erster Termin beim Frauenarzt ist erst in 13 Tagen. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich erst einmal den Termin abwarte und, wenn alles in Ordnung ist, meinem Arbeitgeber ungefähr Mitte September Bescheid gebe.
Ich werde in einer Kita mit Kindern von 3 bis 6 Jahren arbeiten, die meisten sind 4–5 Jahre alt. Deshalb frage ich mich auch, ob ich meinen Arbeitgeber vielleicht doch früher informieren sollte oder ob es völlig in Ordnung ist, noch zu warten.
Wie würdet ihr das machen? Wann habt ihr eurem Arbeitgeber von der Schwangerschaft erzählt, besonders wenn ihr gerade erst einen neuen Job angefangen habt?
Ich bin gerade einfach etwas überfordert und würde mich sehr über eure Erfahrungen und Meinungen freuen. ❤️

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u/Typical-Sun-5620 — 5 days ago

Wie war eure erste Woche in der Erzieherausbildung? :) (Hessen) oder die ersten Wochen in den anderen Bundesländern?

Hallo ihr Lieben!

Ich hatte mich mit 32 dazu entschieden, die Erzieherausbildung in Vollzeit zu absolvieren. Ich hatte eine PivA Stelle, hatte sie aber dann doch abgesagt, weil ich befürchtet hatte, dass PivA mit Familie und Kindern ziemlich viel wird.

Nun ist die erste Woche vorbei. Mein Fazit bis jetzt ist, dass wir eine ordentliche Mischung des Alters in der Klasse haben, die jungen Auszubildenden überwiegen trotzdem. Bis jetzt harmonisiert es echt gut in der Klasse, ich hab schnell Anschluss gefunden. Und natürlich gab es sehr viele Namens- und Kennenlernspiele. Am Donnerstag wollten alle freiwillig Unterricht machen ;-)

erzählt gerne mal! :)

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u/mama-ananas — 4 days ago

Einrichtungswechsel und eventuelle Kindeswohlgefährdung

Hallo, ich bin momentan in einer ziemlich schwierigen Situation. Zu aller Erst schildere ich erst einmal das eigentliche Problem. Seit ungefähr zwei Jahren arbeite ich nun in einer Einrichtung die mehrere Krippen sowie Elementar Gruppen besitzt. Ich bin in einer Krippengruppe als Springerin eingesetzt. Mit diesen Kolleginnen mit denen ich in der Gruppe arbeite, funktioniert die Zusammenarbeit auch relativ gut. Wir verstehen uns und sprechen uns auch teilweise gut ab. Ich sage teilweise, weil die Gruppenleitung also die Erzieherin öfters längere Pausen macht und auch Absprachen nicht immer einhält. Das ist nicht nur mir sondern auch ihrer Kollegin der Zweitkraft aufgefallen. Das ist aber nicht das einzige Problem. Ein heikles Thema was ich schon des öfteren bei ihr Beobachtet habe, ist der Umgang mit den Kindern. Sie geht meiner Meinung nach zu grob mit den Kindern um. Ich beobachte zum Beispiel wie sie ein Kind am Arm hochzieht damit es sich hinstellt. Oder auch hat sie ein Kind auf eine Matte geworfen (nicht stark aber dennoch ein Schreck). Ist das Handeln von ihr falsch oder ist es richtig? Ich weiß einfach nicht was ich machen soll, vor allem sagt die andere Kollegin da auch nichts zu. Wegen solcher Vorfälle und weil niemand etwas dagegen unternimmt, bin ich am überlegen die Einrichtung zu wechseln. Was meint ihr denn?

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u/Jellybeanx98 — 3 days ago

Bekommt ihr die 2,8 Prozent mehr Gehalt seit Mai?

Ich arbeite für einen freien Träger in Berlin (Kita), der nur nach Anlehnung an den TVöD SuE zahlt. Seit Monaten frage ich immer wieder nach, ob und wann die von Verdi erstrittene Erhöhung umgesetzt wird. Freie Träger bekommen ja nur 90 Prozent vom Senat, aber es müsste ja trotzdem mehr werden. Bekomme aber bisher immer die Auskunft, das Geld wäre noch nicht beim Träger angekommen.

Bekannte von mir, die direkt beim Land angestellt sind, bekommen jetzt mehr, da war es allerdings auch verspätet (glaube Juli).

Wie ist es bei euch?

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u/originalname_02 — 5 days ago

Erzieher Ausbildung - Wirklich das richtige für mich?

Hey Leute 👋🏼 Also folgende Situation, ich (28w) möchte gerne nächstes Jahr eine Erzieher oder Heilerziehungspflege Ausbildung machen. Präferenz wäre eine PIA, weil ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen kann, 2 Jahre unbezahlt zur Schule zu gehen (NRW). Ich bin komplett fachfremd. Nach dem Abi habe ich erst mal Freie Kunst studiert und erst vor ca 1 Monat meinen Abschluss gemacht. Ich hatte schon immer viele Pädagogen und Erzieher um mich herum, was natürlich mich auch beeinflusst hat. Ich bin grundsätzlich recht sozial und hilfsbereit. Weil ich selber, als Migrakind an der Armutsgrenze und im Brennpunkt aufgewachsen bin, finde ich besonders die Jugendhilfe in solchen Vierteln interessant. Die Kita kann ich mir tatsächlich nicht so gut vorstellen (ganz kleine Kinder sind zwar süß, aber ich weiss ich kann ihren Bedürfnissen sehr wahrscheinlich nicht gerecht werden). Neben dem Erzieher Beruf finde ich aber den Heilerziehungspfleger interessant.

Ich kann mich nicht wirklich entscheiden, was besser zu mir passt? Um die Ausbildung anzutreten brauch ich je 6 wochen Vollzeit Praktika. Ich dachte ich mache in beiden Bereichen jeweils das Praktikum und schau dann einfach mal?

Woran habt ihr erkannt, das ihr Erzieher/Heilerziehungspfleger werden wollt? Ist es ein erfüllender Job? Und an die Leute in der Jugendhilfe- Was spricht eurer Meinung nach für oder dagegen?

Und nochmal ganz allgemein, ist mein künstlerischer Hintergrund vorteilhaft für die beiden Berufsbilder? Habt ihr alternative Berufsvorschläge?

🙏🏻 danke

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u/Valuable-Flower2907 — 6 days ago