r/erzieher

Neue Leitung

Hallo ihr Lieben,
ich bin seit einer Weile hier gern stumme Mitleserin, und habe jetzt selbst zum ersten Mal eine Situation, bei der ich Rat suche.

Ich arbeite seit 3 Jahren an einer OGS (Grund- und Mittelschule) als Erzieherin mit Gruppenleitung. Nachdem unsere Einrichtung dieses Schuljahr ziemlich gebeutelt war, steht nun zum neuen Schuljahr ein Trägerwechsel an. Die bisherige Leitung bestand aus 2 Personen, beide wollen/sollen das nun aus verschiedenen Gründen nicht weiterführen. Ich hab mich auf die Stelle nicht beworben, jemand muss mich aber beim neuen Träger ins Gespräch gebracht haben und so wurde mir nun die Leitungsstelle angeboten. An sich ist das eine tolle Chance, mir liegt „meine“ Schule sehr am Herzen und ich habe Lust auf die Aufgabe. Ein paar Dinge bereiten mir aber Sorgen.

  1. Ich war noch nie Leitung (habe Praktikanten/Azubis angeleitet, aber kein Team), vor allem den administrativen Teil muss ich also ziemlich von Grund auf lernen.
  2. Die OGS ist eher riesig (obwohl die MS wegfällt, wird es 6 Kurz- und 7 Langgruppen geben).
  3. Ich werde von einem Teammitglied auf einmal zur Leitung.
    Der letzte Punkt macht mir vielleicht am Meisten Sorgen. Ich verstehe mich mit den meisten KollegInnen gut bis sehr gut, natürlich sind auch 1-2 dabei, mit denen man nicht auf einer Wellenlänge ist, diese sind auch generell dagegen, dass jetzt jemand aus dem Team übernimmt. Außerdem würde ich natürlich versuchen eine extrem flache Hierarchie beizubehalten, aber natürlich ändert das das Verhältnis.
    Hatte schon mal jemand von euch eine ähnliche Situation (egal von welcher Seite) und kann mir Tipps/Input diesbezüglich geben? Wie ist ein Übergang gut gelungen, was sollte ich definitiv vermeiden, gibt es Dinge, die den Übergang erleichtert haben/hätten?

Tausend Dank im Voraus!<3

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u/Motor_Rabbit7005 — 17 hours ago

Was besprecht ihr in eurem ersten gemeinsamen Anleitergespräch mit Praktikanten?

Hallo ihr lieben,

ich habe ab dem Sommer eine Auszubildende (zur Sozialassistentin) und wollte Mal euren Erfahrungspool zu Rate ziehen. Vorher hatte ich auch schon ein paar Praktikanten hier und da.

Was besprecht ihr in eurem ersten gemeinsamen Anleitergespräch/ was ist euch persönlich wichtig zeitnah zu klären und zu erfahren?

Bisher habe ich dies immer zeitnah geklärt:

- Erwartungen von Anleitung an Praktikant

- Erwartungen von Praktikant an Anleitung

- Erwartungen an das Praktikum (von Praktikantenseite aus) / Mit was möchte ich (Praktikant) unbedingt in Kontakt treten

Und natürlich auch so etwas wie: Krankmeldung, wie läuft das ab; wo finde ich verschiedenstes, das ich brauche könnte; Interne Regelungen; Wie waren der erste Tag/die ersten Tage; was braucht der Praktikant um sich wohl zu fühlen

Habt ihr noch was, das ihr direkt klären wollt?

Ich finde das immer eine gute Basis um sich ein wenig kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen.

Oder auch: wenn DU noch in Ausbildung bist, was wäre dir wichtig zum ersten Gespräch zu klären?

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u/stinkysocksx — 19 hours ago

Gewalttätiges Kind in der Kita abgewehrt

Wir haben in unserer Gruppe ein Kind mit ca 3,5 Jahren. Es geht seit etwa einem halben Jahr in die Gruppe und fiel schon beim Anfang durch extremes Verhalten auf.
Die Eltern hofieren es Zuhause, weil sie gegen die Wutausbrüche nicht ankommen.
Was das Kind will, das bekommt es.
Dies versucht es auch in unserer Gruppe durchzusetzen und fängt bei Grenzen an handgreiflich zu werden. Wir reden hier von beißen, kratzen ,kneifen bis aufs Blut, sodass wir schon mehrfach zum Durchgangsarzt mussten.

Die letzte Situation beschäftigt mich mich noch sehr, sie war gestern beim Mittagessen. Besagtes Kind wollte sich nur vom Nachtisch ernähren, was nicht klappt, es muss für alle reichen. Als ich den Nachtisch in den Kühlschrank gestellt habe (Joghurt und es war warm) fing das Kind wieder an mich körperlich anzugehen, hat mich geschlagen gekratzt und getreten, die Kollegen haben sich um die anderen Kinder gekümmert.

Das Kind hatte mich schon mehrfach an der Hand gekratzt und als es wieder ausholte habe ich die Hand mit einem leichten Klaps abgewehrt (ungefähr wie wenn man eine Klingel am Empfang betätigt). Ein anderes Kind meinte dann direkt "man darf nicht hauen", das predigen wir ja auch die ganze Zeit. Es war einfach ein Reflex und ich mache mir echt Gedanken deswegen.

Ich merke auch wie fertig ich bin, ich habe das Gefühl langsam aber sicher auf einen Burnout zuzusteuern. Die Stimmung im Team ist absolut im Keller, unsere Leitung ist absolut unfähig und ich denke wirklich schon über Kündigung nach, jedoch sind gute Arbeitgeber bei uns wirklich Mangelware.

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u/Ready_Elephant_6692 — 2 days ago

Eine Gruppe völlig neu aufbauen - Was ist euer Rat?

Ich habe die Chance (leider nicht die Wahl) bekommen, meine aktuelle Einrichtung zu verlassen und eine KiTa von Neubau an mit aufzubauen. In wenigen Monaten geht es los. Mit mir werden zwei Kolleginnen versetzt, eine SPA die momentan aber alle Aufgaben einer Gruppenleitung übernimmt und eine Erzieherin, die persönliche Grenzen nicht einhalten kann (nicht mal, wenn man sie ihr aufschreibt!) Beide sind aus derselben Gruppe und es krieselt schon seit 2 Jahren. Zahlreiche Gespräche haben bisher keine dauerhafte Besserung erzielt.

Ich bin ebenfalls SPA, wir sind alle Mitte 20 und stehen nun vor einer Mammutaufgabe. Sobald das neue KiTa-Jahr startet und bis zum Umzug zum Herbst hin, sollen wir Zeiten bekommen, uns abzusprechen, zu planen und vorzubereiten.

Wie würdet ihr das angehen? Was muss besprochen und erarbeitet werden? Ich habe schon ein paar Tipps von Kolleginnen bekommen, aber einen richtigen "Ablaufplan" bekommen wir wohl nicht. Ich bin vorher 2 Jahre in einer anderen Elementargruppe gewesen und jetzt 2 Jahre in der aktuellen Einrichtung. Niemand von uns hat die Erfahrung und seit man weiß, dass wir eh bald gehen, fühlt sich das aktuelle Team auch nicht mehr so wirklich zuständig für uns.

Ich danke euch!

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u/Desperasberry — 1 day ago

Abrupter Einrichtungswechsel nach Überlastung: Abschied wurde abgesagt, ich sitze auf meinem Frust, den Fragen der Kinder und den Abschiedsgeschenken.

Hallo Freunde der Sonne,

tatsächlich habe ich hier schon mal einen Rant/Vent gepostet weil ich in meiner alten KuJ Einrichtung leider durch fragwürdige Arbeitsbedingungen und schwierige Konflikte mit ehemaligen Vorgesetzen schon der Überlastung nahe war.

Nach einer besonders harten Schicht musste ich dann die Reißleine ziehen.

Krankschreibung, Kündigung, bumm. Ende.

Wollte die Sache noch irgendwie positiv beenden. Habe trotz meinen Ängsten vor der Konfrontation mit den Kolleg*innen um eine Möglichkeit gebeten mich noch angemessen von der Gruppe zu verabschieden.

Erst hieß es ja, dann ging es leider doch nicht, man würde sich melden wenn ein Termin fest steht, dann Funkstille.

Jetzt ist es schon Monate her. Arbeite mittlerweile in einer anderen Einrichtung, in einem anderen Bereich.

Neue Arbeitsstelle tut mir gut und trägt enorm dazu bei, dass ich mir nicht mehr an Allem was in der letzten Stelle passierte selbst die Schuld gebe. Kollegegial scheint das Arbeitsklima auch deutlich angenehmer zu sein, auch wenn es (wie überall) ein paar Punkte gibt die mich beschäftigen.

Wenigstens sind die psychosomatischen Bauchschmerzen endlich weg und ich kann wieder ein paar Stunden pro Nacht durchschlafen. Und ich traue mir endlich wieder zu als eine Fachkraft aufzutreten und zu arbeiten anstatt im Survival-Mode und Alleingang irgendwie meine Schichten zu überstehen.

Manchmal sieht man beim Einkaufen oder Eisessen oder Geld abheben mal ein bekanntes, freudiges Gesicht was einem förmlich um den Hals fällt vor Wiedersehensfreude, und dann bricht mir das Herz.

"Wieso bist du gegangen?"

"Warum kommst du nicht mal zu besuch?"

"War es wegen uns? War es wegen XYZ?"

"Macht dir die neue Arbeit mehr Spaß? Sind die Kinder netter?"

"Natürlich war es nicht wegen euch", sag ich dann immer, "ich würde gerne mal zu Besuch kommen und gegangen bin ich weil es mir gesundheitlich nicht gut ging und ich deshalb nicht mehr kommen konnte."

Zuhause steht noch eine Tüte mit Abschiedsgeschenken die ich nie austeilen durfte und einem Brief den ich nie vorlesen durfte, in dem ich mich für die gemeinsame Zeit, die gemeinsame Arbeit und die vielen schönen Momente bedanke.

Nicht nur ein Abschluss für die Kinder sondern vielleicht auch eine verpasste Chance trotz der Spannungen meine Wertschätzung für's Team auszudrücken.

Und manchmal steckt mir das alles im Hals, weil die Arbeit halt doch wirklich auf der Beziehungsebene unglaublich schön gewesen ist und ich die Kids so sehr ins Herz geschlossen hatte.

Aber Arbeit ist nunmal Arbeit und nur weil man die Kinder gern hat, kann man den Rest nicht für immer hinnehmen obwohl es einen in den Wahnsinn treibt.

Und dann liegst du am Freitagabend auf dem Sofa und denkst "vielleicht sollte ich doch mal anrufen und fragen ob ich wenigstens die Tüte vorbeibringen darf".

Als ob es irgendeinen Zweifel daran gibt das die Kolleg*innen einen halt einfach nicht mehr dort haben wollen und auch nicht den Trost-Schnickschnack und den Brief. Erst recht nicht nach Monate langer Funkstille und blockierter Handynummer.

Gut Kirschen essen ist nicht mehr nach der Flucht in die neue Einrichtung.

Wirklich einfach nur noch schade.

Da weiß man fast nicht wohin mit dem Frust, aber es wird mit der Zeit hoffentlich besser. :(

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u/DesperateSecond2419 — 2 days ago
▲ 18 r/erzieher+2 crossposts

Verzweifelte Jobsuche

Hallo zusammen, ich hoffe, es ist okay, dass ich mich hier an euch wende. Ich habe vor Kurzem meine Ausbildung zur Erzieherin abgeschlossen und war voller Vorfreude, endlich in den Beruf einzusteigen. Ich lebe in einer Kleinstadt und bin auch im Umkreis auf der Suche, aber irgendwie scheint der Arbeitsmarkt hier wie leergefegt. Ich habe das Gefühl, es gibt kaum Stellen, und die wenigen, die es gibt, sind heiß umkämpft.

Vor Kurzem hatte ich ein Bewerbungsgespräch mit anschließender Hospitation, und das Feedback war, dass ich zu schüchtern wirke. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich getroffen. Ich bin von Natur aus eher introvertiert, brauche ein bisschen Zeit, um aufzutauen und mich in einer neuen Umgebung sicher zu fühlen. Bei einer kurzen Hospitation habe ich das Gefühl, dass man diese Zeit nicht bekommt. Man muss sofort glänzen, extrovertiert, selbstbewusst sein und ich fühle mich dann so, als könnte ich gar nicht zeigen, wer ich wirklich bin und was ich draufhabe.

Das macht mich gerade ziemlich ratlos und auch verzweifelt. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Vielleicht gibt es hier andere, die auch introvertiert sind und es geschafft haben, in diesem Beruf Fuß zu fassen. Wie habt ihr eure Hospitationen gemeistert? Wie habt ihr das Vertrauen in eure Fähigkeiten gewonnen, auch wenn ihr nicht als die lautesten im Raum wahrgenommen werdet? Ich denke auch darüber nach, mich anderweitig umzuschauen, weil es hier kaum Erzieher-Stellen gibt und ich nicht mobil bin, kein Führerschein, öffentliche Verkehrsmittel sind begrenzt.

Ich würde mich wirklich über Tipps, Anregungen oder einfach ein bisschen Feedback freuen. Wie geht ihr damit um, wenn ihr das Gefühl habt, nicht direkt aus euch herausgehen zu können? Vielleicht hilft mir eure Erfahrung, den Mut nicht zu verlieren.

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u/Fair_Piglet_5346 — 3 days ago

Transport von Kita-Kindern mit Privatfahrzeugen

Kurz zur Einordnung: ich arbeite in einer kleinen, ländlichen Kita (1x U3, 1x Ü3)

Wenn wir einen Ausflug planen wollen, müssen wir fast ausschließlich auf die Privatfahrzeuge aus dem Team zurückgreifen.

Die Fahrten werden dann über die Fahrtkostenpauschale abgerechnet.

Ich habe da prinzipiell kein Problem mit, aber mittlerweile haben manche Mitarbeiter kein Führerschein mehr, so dass diese Fahrten an einzelnen Mitarbeitern hängen bleiben.

Mit den Eltern ist es auch sehr mühsam. Sie haben kein Auto, sind berufstätig oder trauen es sich auch einfach nicht zu.

Öffentliche Verkehrsmittel fahren nur zu sehr ungünstigen Zeiten und an die gewünschten Orte nur selten.

Wie ist das in euren Einrichtungen oder von eurem Träger geregelt?

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u/Blizze93 — 4 days ago

Nach Erzieher*innenAusbildung Soziale Arbeit studieren wollen in Sachsen- nochmal Bafög

Hallo Hallo :)

Folgende Situation: ich habe die Ausbildung zur Erzieherin gemacht, davor Sozialassistent weil muss. Für beides habe ich Bafög bekommen und somit mein Kontingent für Bafög aufgebracht. Dadurch das die Kinderzahlen sinken und mein Job befristet ist, möchte ich nun Soziale Arbeit studieren in Leipzig, um mein Arbeitsfeld zu erweitern. Die Bafög-Beratung hat mir gesagt, Soziale Arbeit sei kein weiterführender Studiengang zur Erzieher*innenausbildung, weshalb ich kein Bafög mehr bekomme. Hat ja vielleicht jemand andere Erfahrungen gemacht in Sachsen/Leipzig, bzw. war’s auch so und hat’s doch bekommen oder wie war dann die Finanzierung?

Danke für mögliche Tipps und Erfahrungen :)

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u/kuchenkirsten — 3 days ago

Erzieherin sucht nach Neuanfang – Tipps für einen guten Kindergarten/Kita?

Hallo zusammen,
ich schreibe für meine Freundin (26), weil sie selbst gerade ziemlich erschöpft ist.
Sie ist aus voller Überzeugung Erzieherin und liebt ihren Beruf wirklich. Die letzten zwei Jahre waren allerdings sehr schwer, da sie wegen einer Magersucht längere Zeit ausgefallen ist. Aktuell befindet sie sich in der Wiedereingliederung und kämpft sich mit viel Ehrgeiz zurück in den Beruf.
Leider merkt sie jeden Tag, dass ihr die Stimmung in ihrer aktuellen Einrichtung überhaupt nicht guttut. Es richtet sich niemand direkt gegen sie, aber das Teamklima ist einfach sehr angespannt und chaotisch. Sie kommt fast jeden Tag nach Hause und weint erst einmal, obwohl sie ihren Beruf eigentlich liebt.
Deshalb sucht sie jetzt nach einer neuen Stelle und ich wollte fragen, ob ihr vielleicht Tipps habt.
Sie würde am liebsten in einem Kindergarten oder einer Kita arbeiten, in der die Betreuung eher vormittags stattfindet (z. B. bis ca. 14 Uhr) und danach Zeit für Dokumentation, Elterngespräche oder andere Büroarbeiten bleibt. Soweit wir wissen, gibt es solche Modelle häufiger bei öffentlichen oder freien Trägern – wir wissen aber gar nicht genau, wonach man da am besten suchen muss.
Habt ihr Empfehlungen?
Welche Träger gelten als gute Arbeitgeber?
Wonach sollte man bei der Stellensuche suchen?
Gibt es bestimmte Begriffe oder Konzepte (Halbtagskindergarten, VÖ, freie Träger usw.), die wir kennen sollten?
Falls ihr selbst einmal wegen eines schlechten Teamklimas gewechselt habt: Wie habt ihr eine Einrichtung gefunden, in der ihr euch wirklich wohlfühlt?
Vielen Dank schon einmal für jede Erfahrung oder jeden Tipp. Das würde uns wirklich sehr helfen.

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u/Public-Ad-2109 — 3 days ago

Kita-Wechsel für Sohn (2,5) mit Verdacht auf selektiven Mutismus sinnvoll?

Hallo,

ich würde gerne die Meinung von Erziehern oder anderen Fachkräften zu einer wichtigen Entscheidung hören.

Mein Sohn ist 2,5 Jahre alt und besucht seit knapp einem Jahr eine Großtagespflege mit zwei Tagesmüttern und insgesamt neun Kindern. Die Kita hat einen guten Ruf und die Eingewöhnung hat grundsätzlich gut funktioniert.

Trotzdem habe ich schon länger das Gefühl, dass die Betreuung nicht optimal zu ihm passt.

Mein Sohn ist eher vorsichtig und sensibel. In Gruppen hält er sich häufig zurück, braucht Ermutigung zum Mitmachen und zieht sich zurück, wenn andere Kinder sehr stürmisch sind.

Vor Kurzem habe ich außerdem von der Tagesmutter zwischen Tür und Angel erfahren, dass er in der Betreuung bisher kein einziges Wort spricht. Zuhause und bei vertrauten Personen spricht er dagegen sehr viel und sprachlich altersgerecht. Unsere Kinderärztin hat uns deshalb mit Verdacht auf selektiven Mutismus an einen Kinderpsychologen überwiesen.
Die Tagesmutter hält sein Schweigen für unproblematisch und ist überzeugt, dass er sich dort wohlfühlt. Für mich verstärkt es allerdings den Eindruck, dass er sich dort nicht wirklich sicher fühlt - gerade nach fast einem Jahr.

Zusätzlich beschäftigen mich einige Punkte:

- Während der Eingewöhnung war seine Hauptbezugsperson nicht immer anwesend.

- Beim Abholen sitzt er häufig alleine herum, während eine Tagesmutter bereits Feierabend macht.

- Beim verpflichtenden Mittagsschlaf wird weder vorgelesen noch gesungen; die Kinder werden einfach hingelegt und allein gelassen.

- Insgesamt wirkt die Betreuung auf mich eher laut und unruhig (laute Musik, häufiger Besuch anderer Gruppen).

- Vor Kurzem bekam mein Sohn beim Planschen Wasser ins Gesicht, geriet in Panik und weinte sehr. Auf dem Video hatte ich den Eindruck, dass wenig auf seine Gefühle eingegangen wurde. Die Tagesmutter wirkte eher genervt, als würde er sich „anstellen”, statt ihm Sicherheit zu geben.

Erschwerend kommt hinzu, dass Sorgen anzusprechen sehr schwierig ist. Die Tagesmutter reagiert oft defensiv, sodass ich anschließend meine eigene Wahrnehmung infrage stelle.

Mein Sohn sendet leider auch keine eindeutigen Signale. Er freut sich weder sichtbar auf die Betreuung noch wehrt er sich dagegen. Einmal hat er allerdings gesagt, dass er in der Kita traurig sei und zu Hause glücklich. Mir ist bewusst, dass solche Aussagen eines 2,5-Jährigen vorsichtig eingeordnet werden müssen.

Auch die Videos, die ich bekomme, sind ambivalent: Manchmal spielt, lacht und tobt er, manchmal sitzt er alleine am Rand, während die anderen Kinder gemeinsam spielen.

Nun hätten wir die Möglichkeit, in eine andere Großtagespflege zu wechseln.

Vorteile der neuen Einrichtung:

- besserer Betreuungsschlüssel (2 Tagesmütter für nur 5 Kinder)

- eine Tagesmutter ist Sozialpädagogin

- regelmäßige Entwicklungsgespräche und Dokumentation

- insgesamt kleinere und vermutlich ruhigere Gruppe

Meine Bedenken:

- Im Juli bekommt er ein Geschwisterchen, die Eingewöhnung wäre wahrscheinlich im September

- Er wäre dort nur etwa ein Jahr, bevor er mit 3,5 in den Kindergarten wechselt.

- Er wäre das älteste Kind der Gruppe; das nächstälteste Kind ist etwa acht Monate jünger. In der jetzigen Kita sind 2 weitere Kinder in seinem Alter.

Meine Fragen:

- Klingen meine Sorgen für euch nach berechtigten Warnsignalen oder eher nach normalen Herausforderungen eines sensiblen Kindes?

- Würdet ihr unter diesen Umständen einen Wechsel in Betracht ziehen?

- Könnte eine ruhigere und bindungsorientiertere Betreuung einem Kind mit selektivem Mutismus oder starker Schüchternheit helfen?

Ich habe die Hoffnung, dass er sich in einer kleineren, ruhigeren Umgebung sicher genug fühlen könnte, um dort zu sprechen und mehr von sich zu zeigen. Gleichzeitig möchte ich ihn natürlich nicht unnötig durch einen Wechsel belasten.

Ich freue mich über ehrliche Einschätzungen - besonders von Erziehern oder Tagespflegepersonen, aber auch von Eltern mit ähnlichen Erfahrungen.

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u/MoneyZealousideal495 — 4 days ago

Über welche Geschenke zu den Sommerferien freuen sich ErzieherInnen wirklich?

Möchte gern den drei Erzieherinnen aus der Gruppe meines Sohnes ein kleines Geschenk als Dankeschön mitbringen. Merci oder ähnlich einfallsloses möchte ich vermeiden.

Worüber freuen sich ErzieherInnen wirklich?

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u/Ok_Shirt5015 — 5 days ago
▲ 127 r/erzieher+1 crossposts

Sechs Tote nach Schüssen in Stade - was inzwischen über die Tat bekannt ist

Es könnte sich um ein normales Hilfeplangespräch gehandelt haben.

ndr.de
u/Lopsided-Reindeer332 — 6 days ago

Erst hieß es ‚kein Autismus‘ – wenige Wochen später plötzlich ‚autistische Züge‘. Ich bin völlig verzweifelt. Erfahrungen von Erziehern

Hallo zusammen,
ich hoffe, hier lesen Erzieherinnen, Erzieher oder andere Fachkräfte mit, die mir ihre ehrliche Einschätzung geben können. Ich bin im Moment einfach nur verzweifelt und weine seit Tagen.
Es geht um meinen 4,5-jährigen Sohn.
Ich habe seine Bezugserzieherin irgendwann direkt auf Autismus angesprochen, weil sie zuvor immer wieder Bemerkungen gemacht hatte, die für mich in diese Richtung gingen. Einmal fragte ich sie, ob nicht alle Kinder müder oder schwieriger seien, wenn sie erschöpft sind. Sie antwortete: „Nein, bei Ihrem Sohn ist das anders.“ Es gab noch weitere ähnliche Aussagen.
Deshalb fragte ich sie ganz offen: „Denken Sie, dass mein Sohn Autismus haben könnte? Bitte beschönigen Sie nichts. Ich möchte einfach eine ehrliche Antwort.“ Sie sagte ganz klar, dass sie das nicht denke und bei meinem Sohn keinen Autismus sehe.
Kurz darauf bat sie mich zu einem Gespräch mit dem Sozialpädagogen. Ich fragte sie sogar noch, ob etwas Ernstes dahinterstecke. Sie antwortete: „Nein, das muss nichts Großes sein.“
Im Gespräch sagte der Sozialpädagoge dann plötzlich, dass der Kindergarten bei meinem Sohn „autistische Züge“ sehe. Gleichzeitig sagte er aber auch, dass er meinen Sohn nur zwei- bis dreimal gesehen habe und ihn eigentlich länger beobachten müsste.
Seitdem kreisen meine Gedanken nur noch darum.
Natürlich ist mein Sohn nicht wie jedes andere Kind. Aber ich kenne ihn besser als jeder andere.
Er zeigt uns ständig Dinge, die ihn begeistern – Zeichnungen, Spiele oder Videos. Momentan liebt er Insekten und Schmetterlinge, erkennt verschiedene Arten und erzählt uns voller Begeisterung davon. Er möchte seine Interessen mit uns teilen.
Er sucht Blickkontakt, erzählt von seinem Tag und führt mit uns richtige Gespräche. Wenn jemand nicht antwortet, fragt er sogar, warum die Person nichts sagt.
Im Kindergarten erzählt er seiner Erzieherin morgens oft sofort etwas von zu Hause. Reagiert sie nicht, spricht er sie noch einmal an.
Als er mit 3,5 Jahren in den Kindergarten kam, waren wir gerade nach Deutschland gezogen. Er war Einzelkind und hatte vorher kaum Kontakt zu anderen Kindern. Anfangs war er sehr aufgeregt und lief viel herum, hat sich aber mit der Zeit deutlich weiterentwickelt.
Schon mit 2,5 Jahren kannte er alle Planeten, später auch Kometen und Asteroiden, weil wir viel zusammen gelesen haben. Heute interessiert er sich vor allem für Insekten. Er liebt es einfach, Neues zu lernen.
Der Sozialpädagoge erwähnte außerdem eine Situation, in der mein Sohn einem Streit mit einem anderen Kind aus dem Weg ging. Ich habe ihm erklärt, dass ich meinem Sohn genau das beibringe: Wenn sich zwei Kinder um ein Spielzeug streiten, soll er lieber weggehen, als selbst zu streiten.
Was mich am meisten belastet, ist die Art und Weise, wie das Ganze abgelaufen ist. Wenn eine Mutter aufgrund mehrerer Andeutungen direkt nach Autismus fragt, ausdrücklich um Ehrlichkeit bittet und gesagt bekommt: „Nein“, anschließend mit „Das muss nichts Großes sein“ beruhigt wird und dann plötzlich hört, der Kindergarten sehe „autistische Züge“, finde ich das sehr unprofessionell.
Ich hoffe, dass so etwas keiner anderen Mutter passiert.
Deshalb meine Frage an euch: Habt ihr Kinder erlebt, die mit drei oder vier Jahren noch auffällig wirkten und sich später sozial deutlich weiterentwickelt haben? Oder Fälle, in denen zunächst an Autismus gedacht wurde und sich später eine andere Erklärung fand?
Ich wünsche mir keine Beschwichtigung – nur ehrliche Erfahrungen. Im Moment habe ich das Gefühl, dass ich das alles kaum noch aushalte.
Vielen Dank fürs Lesen

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u/Puzzled-Ad-7940 — 5 days ago

Ein Roboter mit einem Knopf...

Ist das ein allgemeines Ding das Kinder sich gegenseitig zu Geburtstagen oder Verabschiedungen diverse Objekte wünschen die sich per Knopfdruck in etwas anderes verwandeln? Habe das jetzt in mehreren Einrichtungen beobachtet und finde es immer wieder lustig wenn immer mehr und mehr Knöpfe und Funktionen dazu kommen.

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u/HandfulOfTea — 3 days ago

Facharbeit PIA

Hallo zusammen! Ich bin gerade im zweiten Jahr meiner PIA-Ausbildung.

Mich würde mal interessieren, über welche Themen ihr eure Facharbeit im dritten Jahr geschrieben habt.

Ich muss mir ja auch langsam aber sicher darüber Gedanken machen...

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u/TheRebornGoddess — 5 days ago

Abschiedsgeschenk beim Wechsel der OGS

Zum neuen Schuljahr wechsel ich nach 2 Jahren Trägerintern die OGS. Ich habe sehr gerne in meiner bisherigen Einrichtung gearbeitet und würde meinen Kolleginnen und den Kindern gerne etwas zum Abschied schenken. Der Wechsel findet statt damit ich mehr Stunden arbeiten kann. Für die Kinder würde ich am letzten Tag Eis mitbringen. Für meine Kolleginnen habe ich noch keine Idee. Hat jemand gute Ideen? Ich bin offen für Alles. Wenn es noch alternative Geschenkideen für die Kinder gibt würde ich mich auch über euren Rat freuen.

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u/Akiba_Shuji — 4 days ago

Schnuppervormittag...keine Gespräche oder Einblick

Ich hatte heute einen Schnuppertag/Kennenlernen am Vormittag und es wurde nicht mit mir gesprochen. Ich habe es einige Male probiert, besonders gleich beim Ankommen...ein halber Satz kam zurück.

Ich wurde nur gefragt, Englisch oder Deutsch...in Gruppe 1 oder 2? Das war's. Als ich bemerkte, mit mir will man anscheinend nicht sprechen...bin ich zu den Kindern.
Um 10 Uhr sind wir in den Park. Natürlich ohne Erklärung. Man könnte ja sagen...das oder das brauchen wir, die Sandspielsachen, Wasser...oder was auch immer. Oder mir etwas von den Räumlichkeiten zeigen zur Orientierung, dann kann ich eher helfen

Den ein oder anderen Satz hab ich eingebracht, habe freundlich gelächelt...nichts kam zurück

Als wir draußen waren, hab ich kurz überlegt, mich zu verabschieden. Die Betreuerinnnen saßen auf der Bank.

Um 12 Uhr, die eine Kollegin sagte, sie braucht mich nicht mehr beim Mittagessen, bin ich gegangen. Die Leitung war nicht mehr vor Ort, also konnte ich nicht mit ihr sprechen. Hätte ehrlich auch nicht gewusst, was genau

Was sagt ihr?
Es kann sein, dass sie viele Bewerberinnen haben und einfach genervt sind...aber?? So findet man keine neue Kollegin

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u/June2407 — 6 days ago

Pädagogische Leitung?

Moin, wir hatten letzte Woche interne Evaluation. Es hat sich herausgestellt, wir brauchen dringend eine Leitung bei der alles zusammen läuft. Vorher hatten wir die Leitungsaufgaben irgendwie im Team und im Vorstand verteilt (kleiner Kinderladen, 3-er Team + Elternvorstand). Da eine Kollegin geht, ein Kollege ganz neu dabei ist, war ich quasi die einzige Wahl für eine Leitung. Klar hab ich so ein paar Sachen schon bei mir wie Dienstplan Gestaltung und so aber um ehrlich zu sein, ich weiß nicht was da alles dazu gehört und was da auf mich zu gerollt kommt. Gibt es hier vielleicht andere Leitungsmenschen die Erfahrung mit der Leitung von einer kleinen Einrichtung haben? Wir haben unter 20 Kinder und nach der Sommerpause wechselt der Vorstand und wir haben einen ganz neuen Vorstand.

Ich weiß, dass das eine riesengroße Chance für mich, meine Entwicklung aber auch den Kinderladen ist und möchte das gerne so gut machen wie es nur geht.

Ich hab mich bereits für eine Fortbildung angemeldet, würde mich aber auch über Wissen aus erster Hand freuen.

Danke schon mal vorab :)

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u/etti1612 — 4 days ago

Berufsjahre nur teilweise anerkannt

Ich war ganz erschrocken darüber, dass einige Träger/Einrichtungen nicht alle Berufsjahre akzeptieren. Als Beispiel werden fünf von zehn Jahren angerechnet, der Rest "verfällt" quasi

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u/gorgeous57 — 6 days ago
▲ 100 r/erzieher

Kolleginnen chillen - ich arbeite

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Ich befinde mich in einer seltsamen Situation, die ich so bisher noch nicht erlebt hab.

Ich teile mir die Gruppenleitung mit...sagen wir Susi. Es sind noch zwei Kinderpflegerinnen in der Gruppe á la 40 Jahre alt, "Renate" und "Inge" (alles fiktive Namen.)

Folgende Szenarien:

Susi sitzt am "Erziehertisch" und macht da was weiß ich.

Renate und Inge stehen sich gegenüber und unterhalten sich über privates (gerne auch mal 30min lang oder länger), während ich allein bei den Kindern sitze und mich mit ihnen beschäftige.

Manchmal sitzen Susi, Renate und Inge auch zu dritt am Erziehertisch und ratschen, wieder während ich allein bei den Kids bin und ein Auge drauf habe, wer z. B. grad nichts mit sich anzufangen weiß, Hilfe benötigt sich einem Spiel anzuschließen etc., die Kinder kommen mittlerweile auch nur noch zu mir.

Dieses Klischee mit den Ratsch-Hühnern gibt es täglich. Besonders Renate und Inge ziehen sich auch gerne mal aus der Gruppe raus und sind dann einfach weg.

Ich bin seit 1 Monat in diesem Team, also die Neue. Vor allem die zwei Kinderpflegerinnen hören auf nichts was ich ihnen sage, vonwegen "könntest du bitte das Kind nachschicken, wenn..." "du gehst dann bitte um düdüdü in Pause.." Ich formuliere das alles freundlich und merke, wie die mich komplett ablehnen und ihr eigenes Ding machen. Die zwei arbeiten auch schon seit mehreren Jahren zusammen.

Ich bin vom Wesenszug her nicht der Typ, der auf Konfrontation geht und weiß grad nicht, wie ich zum einen deren vollkommen offensichtliches Rumgepimmel (Arbeitszeitbetrug) ansprechen soll und wie oder was ich tun muss, damit die meinen "Anweisungen" folgen. Hattet ihr so was schon mal? Wie seid ihr damit umgegangen? Habt ihr Tipps für mich? Bin damit leicht überfordert...

EDIT: Zum Thema "Anweisung"

"Ich bin im Bad beim Händewaschen, schickst du mir dann bitte Kind A nach?"

"Wir beide haben heute um 7 Uhr begonnen, möchtest du oder soll ich um so und so viel Uhr in Pause gehen"

Wir gehen von außen rein: "Ich geh schon mal mit den Kids rein, kommst du dann bitte nach?" ODER : "Willst du schon mal mit den Kids rein gehen, ich komme gleich mit dem Rest nach."

Mein Ansatz ist eher partnerschaftlich, hilft aber nix, wenn die mich von vornherein ablehnen.

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u/No_Ducks_Given3547 — 7 days ago