Verzweifelte Jobsuche
Hallo zusammen, ich hoffe, es ist okay, dass ich mich hier an euch wende. Ich habe vor Kurzem meine Ausbildung zur Erzieherin abgeschlossen und war voller Vorfreude, endlich in den Beruf einzusteigen. Ich lebe in einer Kleinstadt und bin auch im Umkreis auf der Suche, aber irgendwie scheint der Arbeitsmarkt hier wie leergefegt. Ich habe das Gefühl, es gibt kaum Stellen, und die wenigen, die es gibt, sind heiß umkämpft.
Vor Kurzem hatte ich ein Bewerbungsgespräch mit anschließender Hospitation, und das Feedback war, dass ich zu schüchtern wirke. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich getroffen. Ich bin von Natur aus eher introvertiert, brauche ein bisschen Zeit, um aufzutauen und mich in einer neuen Umgebung sicher zu fühlen. Bei einer kurzen Hospitation habe ich das Gefühl, dass man diese Zeit nicht bekommt. Man muss sofort glänzen, extrovertiert, selbstbewusst sein und ich fühle mich dann so, als könnte ich gar nicht zeigen, wer ich wirklich bin und was ich draufhabe.
Das macht mich gerade ziemlich ratlos und auch verzweifelt. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Vielleicht gibt es hier andere, die auch introvertiert sind und es geschafft haben, in diesem Beruf Fuß zu fassen. Wie habt ihr eure Hospitationen gemeistert? Wie habt ihr das Vertrauen in eure Fähigkeiten gewonnen, auch wenn ihr nicht als die lautesten im Raum wahrgenommen werdet? Ich denke auch darüber nach, mich anderweitig umzuschauen, weil es hier kaum Erzieher-Stellen gibt und ich nicht mobil bin, kein Führerschein, öffentliche Verkehrsmittel sind begrenzt.
Ich würde mich wirklich über Tipps, Anregungen oder einfach ein bisschen Feedback freuen. Wie geht ihr damit um, wenn ihr das Gefühl habt, nicht direkt aus euch herausgehen zu können? Vielleicht hilft mir eure Erfahrung, den Mut nicht zu verlieren.