u/Any_Negotiation7098

Nicht Polizei oder Bundeswehr, sondern Zoll

Nicht Polizei oder Bundeswehr, sondern Zoll

Vielleicht seht ihr so etwas häufiger, aber für mich war es das erste Mal. Musste tatsächlich nachschauen, das BD für Bundesfinanzverwaltung steht und die 16 für den Zoll.

Aber wieso bekommt ein “Zivilfahrzeug” Sonderkennzeichen? Klingt wie ein Oxymoron.

u/Any_Negotiation7098 — 1 day ago

Kleines Schloss umgeben von Grün im Westen der Stadt

Kenne mich zu wenig aus, um die architektonischen Stile benennen zu können. Mir ist viel wichtiger die sicht- und fühlbare Romantik. Ein Schloss, wie ich es mir im Märchen vorstelle. Am Wassergraben, von Grün umgeben und in strahlendem Weiß.

Das Schloss Borbeck im gleichnamigen Stadtteil.
Dem auch ein schöner und vergleichsweise großer Park angehört, in dem nicht nur Bäume sondern auch ein kleiner Bach und viele Enten zu finden sind.

Das Gebäude selbst ist eine Ausstellung und daher kostenpflichtig.
Aber wenn ab Freitag die Sonne wieder scheint und ihr im Westen der Stadt wohnt, lasst euch erfreuen vom Grün und den Vorstellungen der Äbtissin Elisabeth.

u/Any_Negotiation7098 — 2 days ago

Eine Verabschiedung - Was empfinden die Protagonisten und was fühlt der Leser?

Sandra hatte Zeit. Ihr Vater schlief sogar noch. 
Wie gern hätte sie dem unsicheren Lächeln des jungen Mannes geglaubt. Mit ihm am Ufer gesessen und mit einem Fremden ganz normal geredet. Ohne hören zu müssen, was für eine dumme, blonde Stute sie war.
Ihre Finger streichelten Blacky Brustgeschirr. Mit beiden Händen massierte Sandra die Seiten des Hengstes. Roch gerne den scharfen Schweiss und seinen heissen Atem.
“Wir müssen schnell zurück. Nicht wahr, mein Junge? Es wird Zeit. Mutter braucht mich zum Frühstück machen.”
Warme Finger berührten ihre Hüfte.
Panisch sprang Sandra zur Seite und hinter ihren Blacky.
“Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht erschrecken.” Entschuldigend hob Marko die Arme. “Ich wollte, also ich wollte”, der junge Mann stotterte, rieb nervös seinen Nacken, scharrte über den Boden. “Ich wollte dir nur auf Wiedersehen sagen, Sandra.”
Marko sah zu, wie sie ihre verkrampften Finger aus der schwarzen Haut befreite. Ihn nicht aus den Augen ließ, während ihre Lippen das breite Maul berührten. Von der anderen Seite in die kleine Kutsche stieg. Nur noch ein schmales Lächeln übrig hatte.
“Dir auch einen schönen Tag, Marko. Ich muss jetzt wirklich los.”
Sandra hob die Zügel. Marko seine Hand.
“Sandra, bitte warte kurz!”
Ihr Gegenüber war nett genug. Sie ging das Risiko ein. “Was möchtest du denn noch?"
“Sandra, ich, ich wollte dir sagen…” Der junge Mann drehte sich weg. Vergrub alle Finger in seiner Stirn. Blickte hierhin und dorthin. Kam wieder näher und sie hörte das endlose Knacken der Finger.
“Ja, Marko? Was ist denn noch?”
“Ich, ich wollte dich fragen, wie dein Pferd so ist”, keuchte Marko hervor. “Es scheint ja nett zu sein. Magst du es?”
Sandra war überrascht, aber glücklich.
“Oh, ja. Ich liebe ihn. Er ist mein drittes Zugpferd. Und das erste, welches ich am liebsten behalten würde. Blacky ist so brav und so lieb. Am liebsten mag ich mit ihm kuscheln im Stall. Aber er kommt auch nie aus der Puste, egal wie sehr ich meinen Hengst antreibe. Nicht wahr, Blacky? Ich liebe dich, mein Junge.”
Vom Sitz aus streichelte Sandra die Hinterbacken, gab ihrem Pferd einen Klaps. Hatte in liebevollen Gedanken keine Augen für Markos zusammengefallenes Gesicht. Sah weder die hängenden Schultern noch eine einsame Träne auf seiner Wange.
“Ich freue mich schon auf den Nachmittag und ein wenig Zeit mit ihm. Nicht wahr, Blacky?” Das leise Schnauben brachte Sandra zum Lachen.
Marko bekam genug Zeit, seine Trauer zu verbergen. Die junge Frau lächelte nur etwas schief, als sie ihn fragte, ob das die Frage beantworten würde.
Der junge Mann nickte. “Schön, dass du dein Pferd liebst. Weil ihre Seelen voller Sünde sind, tun das nicht viele.”
“Das stimmt. Und ich verurteile Blacky für seine Sünden. Ich habe kein schlechtes Gewissen. Aber wenn er brav ist und seinen Platz kennt? Warum soll ich Blacky nicht dafür lieben, ein gehorsames Pferd zu sein?”
“So habe ich das noch nie gesehen. Ich glaube, so würde der Pastor das nie sagen.”
Sandra zuckte zusammen. “Bitte versprich mir, dass du es für dich behältst.”
Ihr Gegenüber nickte. “Ich nehme es mit in den Stall und ins Grab.”
Wieder stolperte sie über seine Worte. Marko schien etwas sagen zu wollen. Hatte vielleicht eine ganz andere Frage gehabt.
Jedoch wurde ihr nicht klar, welche das hätte sein können.
“Danke, Marko. Das ist sehr nett von dir.”
“Für dich immer, Sandra. Ich, ich will dich nicht weiter aufhalten. Habe einen schönen Tag.”
“Du auch. Vielleicht sehen wir uns im Dorf.”
Er hob seine Hand, wollte sie an der Schulter streicheln. Hatte gelernt und zog den Arm frühzeitig zurück.
“Ich hoffe, mal in deinem Stall. Wenn ich darf?”
“Natürlich, Marko”, antwortete Sandra höflich und nichtsahnend. “Du bist immer willkommen bei uns.”
“Vielen Dank, Sandra. Auf Wiedersehen.”
“Auf Wiedersehen, Marko. Ehre den Sonntag.”
Sandra hob die Peitsche. Vom Knall trabte ihr Hengst los. Zog in kontrolliertem Lauf die einachsige Kutsche.
Der junge Mann sah ihr nach. Verstand zu wenig von der Ausbildung der Pferde. Aber genug, um zu bemerken, dass die Peitsche nicht einmal das Tier berührte. 
Die schwarze Haut des Hengstes war ohne jeden Riss, ohne jede Narbe. Vollkommen und glatt, als wäre das Pferd nie hart geschlagen worden.
Weil Sandra den Hengst liebte.

reddit.com
u/Any_Negotiation7098 — 2 days ago

Ein kurzer Moment - Was empfinden die Protagonisten und was fühlt der Leser?

Hallo,
folgende Szene ist in meiner Geschichte sehr früh zu lesen. Bevor dem Leser erklärt wird, worum es eigentlich geht.

Die Protagonisten sind um die 19 und stammen aus einfachen Verhältnissen, aber dem gleichen Dorf. Es ist Sonntagmorgen und Sandra, eine Pferdetrainerin, in einer Kutsche unterwegs, die von einem schwarzen Hengst gezogen wird. Dabei trifft sie zufällig Markos.

Was meint ihr, wie stehen die Protagonisten zueinander, mit welchem Gefühl lässt das Ende euch zurück und wie würdet ihr diese Situation in einem Satz zusammenfassen?
Freue mich auf eure Wertungen.
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Sandra hatte Zeit. Ihr Vater schlief sogar noch. 
Wie gern hätte sie dem unsicheren Lächeln des jungen Mannes geglaubt. Mit ihm am Ufer gesessen und mit einem Fremden ganz normal geredet. Ohne hören zu müssen, was für eine dumme, blonde Stute sie war.
Ihre Finger streichelten Blacky Brustgeschirr. Mit beiden Händen massierte Sandra die Seiten des Hengstes. Roch gerne den scharfen Schweiss und seinen heissen Atem.
“Wir müssen schnell zurück. Nicht wahr, mein Junge? Es wird Zeit. Mutter braucht mich zum Frühstück machen.”
Warme Finger berührten ihre Hüfte.
Panisch sprang Sandra zur Seite und hinter ihren Blacky.
“Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht erschrecken.” Entschuldigend hob Marko die Arme. “Ich wollte, also ich wollte”, der junge Mann stotterte, rieb nervös seinen Nacken, scharrte über den Boden. “Ich wollte dir nur auf Wiedersehen sagen, Sandra.”
Marko sah zu, wie sie ihre verkrampften Finger aus der schwarzen Haut befreite. Ihn nicht aus den Augen ließ, während ihre Lippen das breite Maul berührten. Von der anderen Seite in die kleine Kutsche stieg. Nur noch ein schmales Lächeln übrig hatte.
“Dir auch einen schönen Tag, Marko. Ich muss jetzt wirklich los.”
Sandra hob die Zügel. Marko seine Hand.
“Sandra, bitte warte kurz!”
Ihr Gegenüber war nett genug. Sie ging das Risiko ein. “Was möchtest du denn noch?"
“Sandra, ich, ich wollte dir sagen…” Der junge Mann drehte sich weg. Vergrub alle Finger in seiner Stirn. Blickte hierhin und dorthin. Kam wieder näher und sie hörte das endlose Knacken der Finger.
“Ja, Marko? Was ist denn noch?”
“Ich, ich wollte dich fragen, wie dein Pferd so ist”, keuchte Marko hervor. “Es scheint ja nett zu sein. Magst du es?”
Sandra war überrascht, aber glücklich.
“Oh, ja. Ich liebe ihn. Er ist mein drittes Zugpferd. Und das erste, welches ich am liebsten behalten würde. Blacky ist so brav und so lieb. Am liebsten mag ich mit ihm kuscheln im Stall. Aber er kommt auch nie aus der Puste, egal wie sehr ich meinen Hengst antreibe. Nicht wahr, Blacky? Ich liebe dich, mein Junge.”
Vom Sitz aus streichelte Sandra die Hinterbacken, gab ihrem Pferd einen Klaps. Hatte in liebevollen Gedanken keine Augen für Markos zusammengefallenes Gesicht. Sah weder die hängenden Schultern noch eine einsame Träne auf seiner Wange.
“Ich freue mich schon auf den Nachmittag und ein wenig Zeit mit ihm. Nicht wahr, Blacky?” Das leise Schnauben brachte Sandra zum Lachen.
Marko bekam genug Zeit, seine Trauer zu verbergen. Die junge Frau lächelte nur etwas schief, als sie ihn fragte, ob das die Frage beantworten würde.
Der junge Mann nickte. “Schön, dass du dein Pferd liebst. Weil ihre Seelen voller Sünde sind, tun das nicht viele.”
“Das stimmt. Und ich verurteile Blacky für seine Sünden. Ich habe kein schlechtes Gewissen. Aber wenn er brav ist und seinen Platz kennt? Warum soll ich Blacky nicht dafür lieben, ein gehorsames Pferd zu sein?”
“So habe ich das noch nie gesehen. Ich glaube, so würde der Pastor das nie sagen.”
Sandra zuckte zusammen. “Bitte versprich mir, dass du es für dich behältst.”
Ihr Gegenüber nickte. “Ich nehme es mit in den Stall und ins Grab.”
Wieder stolperte sie über seine Worte. Marko schien etwas sagen zu wollen. Hatte vielleicht eine ganz andere Frage gehabt.
Jedoch wurde ihr nicht klar, welche das hätte sein können.
“Danke, Marko. Das ist sehr nett von dir.”
“Für dich immer, Sandra. Ich, ich will dich nicht weiter aufhalten. Habe einen schönen Tag.”
“Du auch. Vielleicht sehen wir uns im Dorf.”
Er hob seine Hand, wollte sie an der Schulter streicheln. Hatte gelernt und zog den Arm frühzeitig zurück.
“Ich hoffe, mal in deinem Stall. Wenn ich darf?”
“Natürlich, Marko”, antwortete Sandra höflich und nichtsahnend. “Du bist immer willkommen bei uns.”
“Vielen Dank, Sandra. Auf Wiedersehen.”
“Auf Wiedersehen, Marko. Ehre den Sonntag.”
Sandra hob die Peitsche. Vom Knall trabte ihr Hengst los. Zog in kontrolliertem Lauf die einachsige Kutsche.
Der junge Mann sah ihr nach. Verstand zu wenig von der Ausbildung der Pferde. Aber genug, um zu bemerken, dass die Peitsche nicht einmal das Tier berührte. 
Die schwarze Haut des Hengstes war ohne jeden Riss, ohne jede Narbe. Vollkommen und glatt, als wäre das Pferd nie hart geschlagen worden.
Weil Sandra den Hengst liebte.

reddit.com
u/Any_Negotiation7098 — 2 days ago

Zusammen auf der Sonnenseite des Wassers.

Zwischen Friedhof und privaten Gärten liegt der kleine Weiher. Wer kann noch sagen, ob künstlich angelegt oder übrig aus alter Zeit.
Jedes Jahr ein Platz für Enten und Gänse. Seit diesem Frühling auch ein Bewohner, der da wohl nicht hingehört. Vielleicht ausgesetzt, oder nur dem künstlichen Heim entkommen.

Wenigstens hat er sich schon ein wenig eingelebt und genießt die Sonne, solange sie da ist.

Ich kenne diese Schildkrötenart nicht. Meint ihr, sie könnte es schaffen?

u/Any_Negotiation7098 — 6 days ago

Die Schönheit ist am Morgen zu finden

Auch in strahlender Sonne ein schönes Plätzchen. Aber vor dem ersten Strahl gibt es doch keine buntere Stelle als den Innenhafen.

Immer wieder Grund stehen zu bleiben. Wenn auch nur für zehn Sekunden.

u/Any_Negotiation7098 — 7 days ago

Der Grugapark bleibt das Highlight.

Ich war alternativ schon in Dortmund, Duisburg und Bochum.
Der Grugapark bleibt der Schönste und Aufwendigste. Hoffentlich noch lange.

u/Any_Negotiation7098 — 7 days ago
▲ 116 r/StadtEssen+1 crossposts

Unberührt direkt um die Ecke

Mein italienischer Freund meinte, ich stände am Rande eines mystischen Waldes. Passt irgendwie sehr gut, finde ich.
Der Bach scheint seinen Weg zu finden und dabei hinterm Moos zu verschwinden.
Das tote Holz ist eine Barriere. Wer mag es wagen, die Heiligtümer der Natur zu stören?
Welche Geheimnisse verbirgt das unendliche Grün...

Nur leider bleibt es ein Märchen.
Das Foto ist aufgenommen zwei Schritte den Abhang hinab vom betonierten Weg in einem kleinen "Wald" in einem der größten Städte Deutschlands. Der Bach ist eine Pfütze und hinterm Grün läuft die Eisenbahnstrecke mit drei Gleisen.

u/Any_Negotiation7098 — 6 days ago