Was ist wieder mit Essen los?
Das Sicherheitsgefühl in Essen fühlt sich gerade sehr schlimm an.
In den letzten Tagen gab es mehrere schwere Vorfälle mit Messern oder Stichwaffen: 2x an der Viehofer Platz, Rüttenscheid, Giradetstraße. Innerhalb von zwei Wochen 5 Messerattacken?!
Das sind nicht irgendwelche abstrakten Zahlen in einer Statistik, sondern Orte, an denen viele von uns regelmäßig vorbeikommen. U Bahn, Innenstadt, Ausgehen, Heimweg. Und einige Freunde wohnen an der Grünen Mitte, also quasi direkt am Tatort, genauso in Rüttenscheid.
Und genau da entsteht bei mir die eigentliche Frage: Was machen Stadt, Politik und Polizei konkret, damit Menschen sich in Essen wieder sicher fühlen?
Ich will hier keine Stammtischparolen sammeln. Mich interessiert ernsthaft:
Fühlt ihr euch in Essen unsicherer als früher?
Meidet ihr bestimmte Orte inzwischen bewusst?
Habt ihr das Gefühl, dass Polizei und Stadt sichtbar genug reagieren?
Und was wären konkrete Maßnahmen, die wirklich helfen würden, statt nur nach jedem Vorfall dieselben Sätze zu hören?
Denn selbst wenn die Statistik sagt, dass vieles besser wird: Wenn Menschen bestimmte Wege nicht mehr gehen, Frauen abends nicht mehr allein zur Bahn wollen und Hotspots einfach sich selbst überlassen wirken, dann läuft trotzdem etwas schief.
Ich habe 2 Jahre in Japan gelebt und 1 Jahr Südkorea studiert. Nach dem ich einmal diese Erfahrung sammeln konnte, wie gut eine moderne Gesellschaft funktioniert, bin ich maßlos enttäuscht aktuell hier im Lande und möchte / werde bald auswandern.