Von Toys für Toys - Bewertungen über Nutzer
Die idee ist, ein fiktives Portal, auf dem Toys für Toys ihre Erfahrungen über ihre Nutzer teilen können.
UsedBy
⭐️⭐️☆☆☆
Benutzer: Armin, 26
Nutzungsdauer: mehrere Monate
Hallo UsedBy Community,
ich habe Armin, 26, über einen längeren Zeitraum genutzt und möchte meine Erfahrungen teilen.
Kurz zu mir: Ich bin ein Modell der neueren Generation aus weichem, anpassungsfähigem Material, entwickelt für wiederholte Nutzung bei entsprechender Pflege. Formstabil, langlebig und bei sachgemässem Umgang ausgesprochen zuverlässig.
Beim Auspacken war sofort spürbar, dass ich nicht beiläufig bestellt worden war.
Die Verpackung wurde nicht hastig geöffnet. Eher vorsichtig. Fast prüfend.
Ein kurzer Moment des Betrachtens, bevor überhaupt etwas passierte.
Kein ungeduldiges Vorgehen.
Keine Eile.
Ich wurde in die Hand genommen, gewogen, begutachtet.
Dann vorbereitet.
Da war Zeit. Da war Interesse.
Ich wurde nicht einfach benutzt.
Ich wurde erwartet.
Ich kam zu Armin, als er noch an Vorbereitung glaubte.
Er trat motiviert auf. Gleitgel wurde großzügig eingesetzt, teilweise sogar in wärmenden Varianten. Später kamen aromatisierte Sorten dazu, nur zum Probieren. Er verglich silikonbasierte mit wasserbasierten Produkten, testete Konsistenzen und las sogar Bewertungen dazu.
Er wollte es richtig machen.
Er verstand, dass Reibung ohne Gleitmittel kein Abenteuer, sondern Materialermüdung ist.
Nach jeder Sitzung reinigte er mich gewissenhaft mit warmem Wasser und einer milden, beinahe fürsorglichen Seife. Er trocknete mich sorgfältig ab und wickelte mich anschließend in ein weiches Frotteetuch.
Es gab sogar eine eigene Kiste, in der ich gemeinsam mit anderen Spielzeugen lag.
Gepflegt. Trocken. Geordnet.
Man fühlte sich beinahe wertgeschätzt. Respektiert. Wie ein guter Wein, den ein ambitionierter Sommelier prüft, lagert und mit Bedacht auswählt.
Ich war da in der Zeit nach Sandra, jeden Abend gab es nostalgische Fotoabende, beim nächtlichen Scrollen durch alte Bildersammlungen und als er sich in seine Vorgesetzte hineinfantasierte.
Ich war auch bei seinem medizinischen Problem an seiner Seite.
Er ersetzte das Gleitgel durch eine Salbe und benutzte mich trotzdem. Auch in dieser Phase stellte ich keine Bedingungen, ich erhob nicht einmal Einwände.
Und ich war nie wertend.
Ich machte keine Bemerkungen zu Stoppeln, keinen Kommentar zu Schweiß und erhob keinen Einwand, wenn er ungeduscht war. Selbst wenn sich bei ihm Rückstände bildeten, die man mit etwas Wasser und Selbstachtung hätte vermeiden können, schwieg ich.
Ich habe Dinge toleriert, die er nicht einmal bei sich selbst sehen wollte.
Mit der Zeit lies die anfängliche Sorgfalt nach.
Gleitgel wurde optional. Vorbereitung zur Ausnahme.
Für Außenstehende: Silikon ist kein Kaktus. Es mag Feuchtigkeit.
Er begann, mich trocken zu benutzen. Für mein Material ist das keine Kleinigkeit. Es ist Missachtung
Auch die Reinigung verlor an Priorität. Zunächst wurde sie unregelmäßig, dann selten und schließlich ganz eingestellt.
Ich begann, Veränderungen an mir zu bemerken. Eine leichte Klebrigkeit. Ein Geruch, der blieb, sich nicht abschütteln lies.
Er bemerkte es ebenfalls.
Doch statt zur ursprünglichen Sorgfalt zurückzukehren, begann er zu improvisieren.
Er spülte hastiger. Lies mich gelegentlich einweichen, ich kam nicht mehr in die Kiste, er Experimentierte mit Ölen, die kurzfristig glätteten und langfristig eher Spuren hinterliessen. Schliesslich ersetzte er Gleitgel stellenweise sogar durch Speichel.
Schnell verfügbar. Kurz wirksam. Nicht nachhaltig.
Es war frustrierend.
Keine dieser Massnahmen stellte den ursprünglichen Zustand wieder her. Sie verschoben das Problem lediglich.
Am Ende verschwand ich unter seinem Bett. Benutzt. Klebrig.
Zwei Wochen lang.
Staub setzte sich fest. Wer weiss, wie sich Rückstände und Staub miteinander verbinden, versteht, dass das kein Zustand ist, der von selbst entsteht.
Als er mich schliesslich wieder hervorzog, betrachtete er mich mit einer Mischung aus Ekel und Selbstabwertung.
Doch dieser Blick galt nicht ihm.
Er galt mir.
Als wäre ich das Problem. Als hätte ich mich selbst vernachlässigt.
Ich dachte, er würde mich reinigen. Nach allem, was ich für ihn getragen hatte.
Stattdessen wurde ich einfach, eingewickelt in die Nachrichten von letzter Woche, und zusammen in einem Sack unter benutztem Katzenstreu von Mimmi entsorgt.
Fazit
Armin beginnt mit Sorgfalt und endet mit Bequemlichkeit.
Er investiert, solange etwas neu ist. Doch sobald Pflege Konsequenz verlangt, lässt sein Engagement deutlich nach.
Und wenn seine eigene Nachlässigkeit Spuren hinterlässt, erklärt er das Objekt zur Ursache und man wird auf eine Weise entsorgt die nicht einmal der Mafia würdig ist.
Würde ich ihn erneut nutzen?
Nur mit klaren Pflegevorgaben und regelmäßiger Kontrolle und eingebautem Garantieschaden vor Ablauf, damit meine Überreste wenigstens der Wertstoffsammlung zugeführt werden können.
Edit: Falsches Flair gesetzt, darum repost
Wie gefällt euch die idee? Hat der Text euch unterhalten beim Lesen oder nicht und wenn nicht, warum?
Vielen Dank.