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Von Toys für Toys - Bewertungen über Nutzer

Die idee ist, ein fiktives Portal, auf dem Toys für Toys ihre Erfahrungen über ihre Nutzer teilen können.

UsedBy

⭐️⭐️☆☆☆

Benutzer: Armin, 26

Nutzungsdauer: mehrere Monate

Hallo UsedBy Community,

ich habe Armin, 26, über einen längeren Zeitraum genutzt und möchte meine Erfahrungen teilen.

Kurz zu mir: Ich bin ein Modell der neueren Generation aus weichem, anpassungsfähigem Material, entwickelt für wiederholte Nutzung bei entsprechender Pflege. Formstabil, langlebig und bei sachgemässem Umgang ausgesprochen zuverlässig.

Beim Auspacken war sofort spürbar, dass ich nicht beiläufig bestellt worden war.

Die Verpackung wurde nicht hastig geöffnet. Eher vorsichtig. Fast prüfend.

Ein kurzer Moment des Betrachtens, bevor überhaupt etwas passierte.

Kein ungeduldiges Vorgehen.

Keine Eile.

Ich wurde in die Hand genommen, gewogen, begutachtet.

Dann vorbereitet.

Da war Zeit. Da war Interesse.

Ich wurde nicht einfach benutzt.

Ich wurde erwartet.

Ich kam zu Armin, als er noch an Vorbereitung glaubte.

Er trat motiviert auf. Gleitgel wurde großzügig eingesetzt, teilweise sogar in wärmenden Varianten. Später kamen aromatisierte Sorten dazu, nur zum Probieren. Er verglich silikonbasierte mit wasserbasierten Produkten, testete Konsistenzen und las sogar Bewertungen dazu.

Er wollte es richtig machen.

Er verstand, dass Reibung ohne Gleitmittel kein Abenteuer, sondern Materialermüdung ist.

Nach jeder Sitzung reinigte er mich gewissenhaft mit warmem Wasser und einer milden, beinahe fürsorglichen Seife. Er trocknete mich sorgfältig ab und wickelte mich anschließend in ein weiches Frotteetuch.

Es gab sogar eine eigene Kiste, in der ich gemeinsam mit anderen Spielzeugen lag.

Gepflegt. Trocken. Geordnet.

Man fühlte sich beinahe wertgeschätzt. Respektiert. Wie ein guter Wein, den ein ambitionierter Sommelier prüft, lagert und mit Bedacht auswählt.

Ich war da in der Zeit nach Sandra, jeden Abend gab es nostalgische Fotoabende, beim nächtlichen Scrollen durch alte Bildersammlungen und als er sich in seine Vorgesetzte hineinfantasierte.

Ich war auch bei seinem medizinischen Problem an seiner Seite.

Er ersetzte das Gleitgel durch eine Salbe und benutzte mich trotzdem. Auch in dieser Phase stellte ich keine Bedingungen, ich erhob nicht einmal Einwände.

Und ich war nie wertend.

Ich machte keine Bemerkungen zu Stoppeln, keinen Kommentar zu Schweiß und erhob keinen Einwand, wenn er ungeduscht war. Selbst wenn sich bei ihm Rückstände bildeten, die man mit etwas Wasser und Selbstachtung hätte vermeiden können, schwieg ich.

Ich habe Dinge toleriert, die er nicht einmal bei sich selbst sehen wollte.

Mit der Zeit lies die anfängliche Sorgfalt nach.

Gleitgel wurde optional. Vorbereitung zur Ausnahme.

Für Außenstehende: Silikon ist kein Kaktus. Es mag Feuchtigkeit.

Er begann, mich trocken zu benutzen. Für mein Material ist das keine Kleinigkeit. Es ist Missachtung

Auch die Reinigung verlor an Priorität. Zunächst wurde sie unregelmäßig, dann selten und schließlich ganz eingestellt.

Ich begann, Veränderungen an mir zu bemerken. Eine leichte Klebrigkeit. Ein Geruch, der blieb, sich nicht abschütteln lies.

Er bemerkte es ebenfalls.

Doch statt zur ursprünglichen Sorgfalt zurückzukehren, begann er zu improvisieren.

Er spülte hastiger. Lies mich gelegentlich einweichen, ich kam nicht mehr in die Kiste, er Experimentierte mit Ölen, die kurzfristig glätteten und langfristig eher Spuren hinterliessen. Schliesslich ersetzte er Gleitgel stellenweise sogar durch Speichel.

Schnell verfügbar. Kurz wirksam. Nicht nachhaltig.

Es war frustrierend.

Keine dieser Massnahmen stellte den ursprünglichen Zustand wieder her. Sie verschoben das Problem lediglich.

Am Ende verschwand ich unter seinem Bett. Benutzt. Klebrig.

Zwei Wochen lang.

Staub setzte sich fest. Wer weiss, wie sich Rückstände und Staub miteinander verbinden, versteht, dass das kein Zustand ist, der von selbst entsteht.

Als er mich schliesslich wieder hervorzog, betrachtete er mich mit einer Mischung aus Ekel und Selbstabwertung.

Doch dieser Blick galt nicht ihm.

Er galt mir.

Als wäre ich das Problem. Als hätte ich mich selbst vernachlässigt.

Ich dachte, er würde mich reinigen. Nach allem, was ich für ihn getragen hatte.

Stattdessen wurde ich einfach, eingewickelt in die Nachrichten von letzter Woche, und zusammen in einem Sack unter benutztem Katzenstreu von Mimmi entsorgt.

Fazit

Armin beginnt mit Sorgfalt und endet mit Bequemlichkeit.

Er investiert, solange etwas neu ist. Doch sobald Pflege Konsequenz verlangt, lässt sein Engagement deutlich nach.

Und wenn seine eigene Nachlässigkeit Spuren hinterlässt, erklärt er das Objekt zur Ursache und man wird auf eine Weise entsorgt die nicht einmal der Mafia würdig ist.

Würde ich ihn erneut nutzen?

Nur mit klaren Pflegevorgaben und regelmäßiger Kontrolle und eingebautem Garantieschaden vor Ablauf, damit meine Überreste wenigstens der Wertstoffsammlung zugeführt werden können.

Edit: Falsches Flair gesetzt, darum repost

Wie gefällt euch die idee? Hat der Text euch unterhalten beim Lesen oder nicht und wenn nicht, warum?

Vielen Dank.

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u/MissUnscheinbarwahr — 12 hours ago

versteckte Anspielungen

Hallo zusamen - ich schreibe gerade an etwas neuem, das sich um den Profi-Radsport dreht. Trotz mancher ernster Elemente des Plots kann ich es ja nicht lassen, auch "Humor" (oder das, was ich dafür halte) in die Hndlung einzubauen. Hier zwei kleine Schnipsel - mich würde interessieren, ob die Pointen "rüberkommen", oder lassen die Anspielungen die Leser/innen mit nem Fragezeichen zurück?

  1. [vor dem Start einer Etappe]

Wenig später rollte Daggi mit ihren Teamkameradinnen vor die Tribüne in der Startzone, um sich einzuschreiben. Laura hatte in Windeseile Daggis Sonderwunsch nach neuen Fingernägeln erfüllt - und räumte mit Henk das Innere des Busses soweit auf, dass sie die Verpflegungsbeutel vorbereiten konnten. 

"Wat hebt je zo lang gedaan?" fragte Henk. 

"Oh, niets bijzonders... Daggi heeft een filmpje voor haar moeder als verjaardagsgroet opgenomen." wich Laura aus.

Über Henk Verschrouwens erzählten sich die Fahrerinnen hinter vorgehaltener Hand, dass er noch einer von jenen war, die in ihrem Leben noch eine echte EPO-Spritze gesehen hatten. Aber das war (angeblich) noch zu Zeiten, in denen er noch für Männer-Teams gearbeitet hatte. Allerdings wachte er manchmal schweißgebadet mit Alpträumen auf und soll im Halbschlaf gerufen haben: "¡Esconde esas transfusiones!"

  1. [inhaltlich drei Monate später]

Zur gleichen Zeit in Norditalien, in der Po-Ebene: 

Nachdem Daggi und ihre Teamkolleginnen eine Woche zuvor den diesjährigen "Omloop van Maaskantje-Schijndel" unscheinbar beendet hatten (Claudine Willems landete immerhin auf einem achtbaren sechsten Platz), hatte an diesem Tag die 138 Kilometer lange "Trofeo Guareschi" zwischen Boscaccio und Brescello angestanden.

Daggi, die aufgrund ihrer Physis nicht so sehr zu den Sprinterinnen zählte, tat etwas, was sie nur sehr selten tat: Sie gewann den Zielspurt. Mit aufrechtem Körper reichte es sogar für die "Armsäge" auf dem Zielstrich. Ihre Konkurrentinnen waren recht jung, unerfahren oder hatten sich schlicht übertölpeln lassen. Nach drei Stunden Fahrzeit ließ sie die anderen der Spitzengruppe einen halben Kilometer vor dem Ziel "einfach stehen".

Bei der Siegerehrung durch den Veranstalter, die wesentlich kürzer war als die beim Giro, gab es zunächst einen kleinen Pokal und einen Scheck über 5000 Euro.

Als jedoch die örtlichen Honoratioren, der Bürgermeister und der Pfarrer, sich nach einer kleinen Handgreiflichkeit geeinigt hatten, dass sie die lokale Siegestrophäe gemeinsam überreichten, stand Tante Laura, die 98%ige Veganerin vor einem Problem: Wo nun dieses Monstrum von geräuchertem Schinken im Teambus verstauen?

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u/Safe-Elephant-501 — 1 day ago

Der Tunnel - Pt. 1

Ich habe eine Noir-inspirierte Horrorgeschichte im Südtirol der 1960er Jahre geschrieben. Lasst mich gerne wissen, wie ihr Spannung, Setting und Erzählerstimme findet, oder auch gerne einfach allgemeine Eindrücke.

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Man muss alles rauslassen.

In der Psychologie – oder zumindest dem, was das Spießbürgertum, der Peter und die Irma, die am Frühstückstisch sitzen und in der Zeitung blättern, unter Psychologie versteht – herrscht oft diese Auffassung vor. Dass all das, was tief und heimlich irgendwo ruht, ans Tageslicht gezerrt werden muss. Was man versteht, kann man beherrschen.

Ich glaube nicht, dass das stimmt, weder im wortwörtlichen noch im übertragenen Sinn. Denn wenn man auf etwas stößt, das man an der Oberfläche nicht haben will… Etwas, von dem man gar nicht wissen konnte, dass es dort war, vergraben, schlummernd…. Diesen Geist kann man unmöglich zurück in die Flasche zwingen.

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Ich war das erste Mal im Gadertal, als ich 22 Jahre alt war. Skiurlaub. Die Leute waren nett, das Essen vorzüglich. Schnee wie Schlagobers. Ich fühlte mich wohl wie der Topfen in der Golatsche.

Das zweite Mal war ich dort, als ich 35 Jahre alt war. Ich war eigentlich im Nebental, sollte recherchieren für eine Reportage über die Tradition des Herz-Jesu-Feuers. Paar Äste, Benzin, alles brennt lichterloh, heil Jesus! Keine Ahnung, was man da groß schreiben soll. Dann kam das Telegramm vom fetten Drachsler, der bequem in seinem vergilbten Kellerbüro saß, wahrscheinlich mit Tschick im Mund und Schnaps im Kaffee.

VERGISS REPORTAGE STOP

GADERTAL TUNNELBAU STOP

DREI VERMISSTE STOP

TERRORVERDACHT STOP

POLITISCH BRISANT STOP

DRACHSLER

Dieser alte Trottel.

Im Hotel halfen sie mir, Schneeketten an meine Reifen zu montieren, und so fuhr ich an einem vernebelten Novembermorgen mit meinem klapprigen Fiat 124 los. Ich bekam ein ungutes Gefühl, als ich auf den schmalen Schotterstraßen, die in engen Serpentinen zum Tal hochführten, zweimal in einer Ausbuchtung halten musste, um italienische Militärfahrzeuge vorbeizulassen.

Hätte ich mal auf mein Gefühl gehört.

Ich fuhr schließlich über eine Kuppe und der Talkessel breitete sich vor mir aus wie ein halbherzig zusammengeknülltes Taschentuch, das Braun der Hänge unterbrochen vom verdreckten Weiß des ersten Schneefalls, der mittlerweile einige Tage zurücklag. Ich steuerte die Sammlung von schwerem Industriegerät und heruntergekommenen Holzbaracken an, die zweifelsohne den Tunneleingang markierten. Einige Polizeiautos standen lose verstreut um das improvisierte Dorf herum.

Ich stellte meinen Fiat ein paar hundert Meter entfernt ab und ging zu Fuß hin. Es stank nach Diesel und Ammoniak. Ich spendierte einem Carabiniere, der in seiner Pause lustlos Steine in den dreckigen, träge dahinplätschernden Gebirgsbach warf, eine meiner Pall Mall und erfuhr, dass es gestern im Tunnel zu einer Explosion gekommen war. Zu einer außerplanmäßigen. Zwei Arbeiter tot, fünf weitere vermisst. Es konnte noch nicht festgestellt werden, ob es sich um einen Unfall handelte, oder um einen Anschlag des Befreiungsausschusses Südtirol, der dem langen Arm des italienischen Staates ein paar Finger brechen wollte.

 Die Carabinieri hatten den Vorarbeiter festgesetzt, bis die Polizia del Stato eintreffen würde. Ich steckte einem der Männer 2000 Lire zu, damit ich kurz mit ihm sprechen konnte.

„Du bisch epper koan Walscher, ha?“, begrüßte mich der Mann.

„Nein.“

„Polizist?“

„Nein.“

„Journalist?“

„Leider.“

Der Mann grinste. Ich versuchte, beiläufig zu klingen.

„Ich wollte nur kurz wissen, wer als letztes im Tunnel war.“

„Wieso?“

„Ich will mich mit den Arbeitern unterhalten.“

Der Vorarbeiter lachte. „De wearsch eher nit verstian.“

„Ich spreche Italienisch.“

„Schian für di!“ Der Vorarbeiter lachte noch lauter. „De reden des ober nit!“

Die jugoslawischen Gastarbeiter, die beim Einsturz im Tunnel gearbeitet hatten, waren allesamt komplett verängstigt. Einer versuchte mir mit Händen und Füßen und ein paar Fetzen Deutsch zu erklären, was geschehen war. Ich verstand nichts.

Dann passierte etwas. Ich bin nicht sicher, was. Aber wir konnten es alle spüren. Die Carabinieri, die Arbeiter, die Polizeihunde. Irgendetwas ging vom Tunneleingang aus, und drang direkt in unsere Köpfe. Dort zog und juckte es wie eine alte Kriegswunde vor einem Wetterumsturz. Trotzdem konnte sich keiner von uns abwenden. Langsam, einer nach dem anderen, gingen wir auf den Tunnel zu.

Der Eingang wurde vom weißen Licht der Industriescheinwerfer erhellt. Wir stiegen über das Geröll, das auf dem Weg nach draußen bei der Evakuierung an Ort und Stelle gelassen wurde, während die Stimme des Berges von innen auf unsere Trommelfelder drückte. Ein Schritt, dann noch ein Schritt, dann noch einer. Weiter und weiter hinein.

Plötzlich ertönte ein gewaltiger Knall.

Alles wurde dunkel.

Ich wachte im Krankenhaus auf. Man sagte mir, dass eine zweite Explosion ausgelöst worden war, während wir uns im Tunnel befanden. Außer einer leichten Gehirnerschütterung und einer Raucherlunge fehlte mir nichts. Doch die Baustelle hatten sie dichtgemacht. Die lokale Bevölkerung war unruhig, und das machte die Behörden in Rom unruhig. Ergo: Rumsitzen und Nichtstun. Und das war’s.

Für eine Weile.

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Als ich zum dritten Mal ins Gadertal kam, war ich 42 Jahre alt.

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u/gansim — 1 day ago

Schreibende in Berlin gesucht

Hi, ich suche 2 bis 4 andere Schreibende zwischen 18 und 30 Jahren in Berlin, die an Fantasy, Romantasy, Sci-Fi oder ähnlichen Projekten arbeiten und Lust auf regelmäßigen Austausch, Schreibtreffs etc haben.

Das ganze ist NICHT als Coaching oder Kurs gedacht, eher als gemeinsame soziale Gruppe, die sich gegenseitig helfen, motivieren und vielleicht auch mal generell über Lieblingsbücher und so reden kann.

Die Treffen können gerne in Cafés/Bibliotheken und alle 2–4 Wochen stattfinden.

Kurz zu mir: Ich bin 24, meine Pronomen sind sie/ihr und ich arbeite neben meinem Studium aktuell an einem Romantasy-Projekt. Aktuell lese ich Wisteria und Two Twisted Crowns, mein Lieblingsbuch ist die Spiegelreisende <3

Falls jemand Lust hat: gerne mit privater Nachricht über Reddit melden :)

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u/Harmonicharo — 2 days ago

Brei 3B

Hi, hier ein kurzer Auszug aus meiner Kurzgeschichte "Brei 3B". Da es wirklich nur eine Kurzgeschichte mit insgesamt 2118 Wörtern ist, poste ich nur den Anfang von knapp 500 Wörtern. Wenn beim Lesen ein beklemmendes Gefühl ausgelöst wird, ist das Ziel erreicht 😄

Ratsch, ratsch. Das metallische Geräusch irgendwo über mir schneidet wie eine Peitsche durch die Luft, die sonst nur erfüllt ist von Jammern, Stöhnen und Grunzen – die einzige Kommunikation hier unten. Ich öffne schwer die Augen, doch in dem kaum vorhandenen, fahlen Licht, das hier unten immer herrscht, kann ich kaum etwas sehen. Ich hatte mich doch gerade erst hingelegt... oder habe ich vielleicht sogar Stunden geschlafen? Ich weiß es nicht. Um mich herum kommt Bewegung in die Leiber, ein Scharren und Schlurfen setzt ein. Ratsch, ratsch. Erneut ertönt das Klacken, als auch die zweite Futterrutsche befüllt wird. Ich kämpfe mich hoch, rutsche auf dem schmierigen Boden, der bedeckt ist von Urin, Kot, Essensresten und Blut, fast aus. Meine wunden Sohlen finden Halt in einer der unzähligen Rillen, durch die eigentlich alles abfließen sollte, und ich schaffe es, mich aufzurichten.  

Vom Instinkt getrieben schleppe ich mich Richtung Futterrinne, der Geruch weist mir den Weg. Die Geräusche in der Nähe werden lauter, intensiver. Lautes Schmatzen setzt ein von denjenigen, die als erstes die Rinne erreicht haben. Ich treibe mich vorwärts, begleitet von dem schaurigen Schaben und Schlurfen. Ich schaue mich nicht um, will es gar nicht sehen – ich weiß bereits, welcher Anblick mich erwarten würde. Hin und wieder höre ich ein Platschen, wenn ein schwerer Körper auf den Boden fällt, vermutlich weil er ausgerutscht ist. Ich kann nur hoffen, dass die arme Seele nicht in der Nähe der anderen war. Dann ertönt ein gequältes Quieken, danach ein schmerzhaftes Grunzen und ich weiß, dass meine Hoffnung vergebens war. Wenn die Masse erst in Bewegung Richtung Futter ist, dann gibt es kein Halten mehr, und sie trampelt nieder, was ihr im Weg ist.  

Ich zwinge mich dazu, mich auf meinen Weg zu konzentrieren. Die Körper drängen sich nun dichter und ich muss mich durchsetzen. Ich werfe mein Gewicht gegen sie, schiebe mich zwischen warme Leiber und stoße alles von mir, was mir den Weg zur Rinne versperrt. Der Essensgeruch wird intensiver, dann stoße ich mit der Brust gegen Metall. Instinktiv senke ich den Kopf, tauche mit Nase und Mund in den klebrigen Brei ein und beginne zu fressen. Der Kampf hier an der Futterrinne ist allgegenwärtig, immer wieder werde ich von rechts nach links und wieder zurückgedrückt, aber ich bleibe standhaft, so gut es geht. Ein verzweifeltes Ringen, denn jeder Stoß kann mich zu Boden reißen. Und wer liegt, wird Boden.  

Ich beeile mich, immer mehr und mehr Brei zu verschlingen, bis meine Zunge nur noch das kalte Metall ableckt. Mit einer Mischung aus Gier und Verzweiflung mache ich meine Zunge so lang wie möglich, lecke alles aus, was ich ertasten kann. Dann hält eine merkliche Entspannung Einzug in mich und in die Masse um mich herum. Es gibt keinen Brei mehr, der Kampf ist vorüber. Schwer drehe ich mich um und schleppe mich wieder ein wenig weiter in Richtung Dunkelheit. Meine Eingeweide rumoren und krampfen leicht, ein bekannter Ablauf. Das Futter ist genau getaktet, abgestimmt auf den Organismus.

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u/Neurosis404 — 2 days ago

Suche Testleser für Dark-High-Fantasy Projekt : Echoes of Elarûn

Hey zusammen,

ich arbeite aktuell an einem Dark-/High-Fantasy-Projekt namens „Echoes of Elarûn“ und würde langsam gerne ehrliches Feedback von Leuten bekommen, die Lust auf atmosphärische, eher schwere Fantasy haben.

Die Geschichte spielt in einer alten Welt voller politischer Spannungen, vergangener Kriege und zerfallender Reiche. Im Mittelpunkt stehen unter anderem:

- Korvath, ein zerrissener Thronfolger,

- Vayrek, ein manipulativer Ideologe,

- und Garron, ein Veteran und Schmied, der von seiner Vergangenheit verfolgt wird.

Die Fantasy geht eher in Richtung:

- Dark Fantasy

- politische Konflikte

- moralische Grauzonen

- psychologische Figuren

- schwere emotionale Themen

Inspirationen sind unter anderem Tolkien, Abercrombie, Black Company und teilweise auch die Stimmung von Dark Souls.

Ich suche keine reine Lobhudelei, sondern ehrliches Feedback:

- Funktioniert die Atmosphäre?

- Sind die Figuren interessant?

- Ist das Tempo angenehm?

- Wird die Welt zu kompliziert oder bleibt sie nachvollziehbar?

Aktuell würde ich erstmal nur den Prolog + die ersten Kapitel verschicken (ca. 44Seiten als PDF) . Genre/Zielgruppe: Atmosphärische Dark-/High-Fantasy für Leser von Abercrombie, Black Company, Dark Souls etc.

Umfang: Aktuell ca. 151 Seiten / ungefähr 42.00Wörter.

Gewünschtes Feedback: Vor allem zu Atmosphäre, Figuren, Tempo und Verständlichkeit der Welt.

Zeithorizont: Kein Stress, ehrliches Feedback irgendwann in den nächsten Wochen reicht völlig 🙂

Falls jemand Lust hat reinzulesen, gerne hier kommentieren oder mir eine DM schreiben 🙂

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u/AlphaLupus95 — 4 days ago

Ich habe gefühlt mental so abgebaut, seit ich 15 war

Habe neulich ein Gedicht gefunden, das ich meiner Mutter mit 15 zum Geburtstag geschenkt habe:

Farbverlauf

-

Beige und Goldgelb schmelzen dahin

Wenn die Hügel sanfter fließen:

Denn nach Westen zieht die Sonne das Licht,

Das sich hinter purpurnen Wolken bricht,

Als wolle sie uns mit einer Schicht

Flüssigen Goldes begießen.

-

Blau und Lila schmelzen dahin

Wenn die Hügel sich niederlegen:

Doch am Horizont strahlt noch gleißend die Glut,

Will uns weisen dahin, wo der Abend nie ruht,

Als könnten wir ewig entfliehen der Flut

Von schattengetränkten Wegen.

-

Grau und Silber schmelzen dahin

Wenn die Hügel im Mondlicht funkeln:

Mit jahrhundertealter, schützender Hand

Wachen sie über das ruhende Land,

Das von Tausenden Sternen am Himmelsband

Entführt wird aus dem Dunkeln.

-

….okay, peinlich halt, belanglos, kein richtiges Metrum und es hat ein bisschen was von Omis Romantikkalender, und wer the fuck schenkt seiner Mutter mit 15 noch ein Gedicht zum Geburtstag - aber irgendwie hatte ich damals ein so viel größeres Vokabular als jetzt mit 23.

Ich habe seitdem nie wieder irgendein Gedicht geschrieben, jedenfalls nicht auf Deutsch, und könnte es definitiv nicht mehr. Selbst wenn ich es versuche, mir fällt einfach nichts ein, ich habe nichts zu sagen. Wie kann man so mental abbauen, und kann man das irgendwie rückgängig machen? Durch viel Lesen bestimmter Sachen?

Ich würde schon gerne einfach flache, melodramatische, schwelgerische Zeilen schreiben können wie damals, denn Schlecht Machen ist ja immer noch kreativer als Nicht Machen und es hat erstaunlich viel Spaß gemacht, diesen Kram aus meiner Kindheit(?) zu lesen 😂

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u/-Catesby — 4 days ago

Kurzvita für Agentur in dritter Person?

Hallo zusammen!
Ich möchte ein Manuskript an eine Agentur verschicken. Diese wünscht unter anderem eine Kurzvita. Ich habe im Internet ein bisschen recherchiert und mehrere Seiten gefunden, die sagen, dass diese unbedingt in der dritten Person geschrieben sein soll.
Also: „XY ist Z Jahre alt und kommt aus XYZ…“

Jetzt meine Frage an etwas erfahrenere Schreibende: Ist das tatsächlich notwendig?
Ich komme mir dabei wahnsinnig prätentiös vor. 🥲

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u/coffeehunter69 — 7 days ago

Die Schar - Pt.1

Erster Teil einer alpinen, folkhorror inspirierten, mittelalterlichen Kurzgeschichte. Lasst mich wissen, wie ihr Stimmung und Spannung findet!

Pt.2

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Grollen.

Grollen in der Ferne.

Die vier Männer gingen in einer Reihe und kämpften sich so schnell wie möglich auf dem schmalen Gebirgspfad voran. Von den Gipfeln rissen eisige Böen feine, schneidende Schneeflocken herab, die ihnen die Sicht und das Atmen schwer machten. Doch die Erinnerung an die leeren, hungrigen Augen der Dorfbewohner ließ sie weitermarschieren.

Dann hörten sie es.

„Zu gefährlich! Brauchen Scherm! Das Gewitter aushalten!“ Anselms Brüllen wurde beinahe von der Wut des Windes übertönt.

Martinus drehte sich halb zu ihm um. Eine Böe riss ihm die Kapuze aus dem Gesicht.

„Nein! Weiter jetzt!“

Das Grollen rollte erneut heran, lauter und näher.

Eine Weile stolperten sie mühselig über Steine und Wurzeln. Die verkümmerten Bäume schwankten und taumelten, als würden Reiter zwischen ihnen hindurchbrechen. Plötzlich erblickten sie ein paar dutzend Meter weiter unten einen halb zerfallenen Stadel, der aus dem Hang ragte wie ein fauliger Zahn. Anselm drehte sich zu Eberhard und Veit um. Sie konnten sein Gesicht nicht sehen, dennoch war sein Blick vielsagend.

Keine andere Wahl.

Sie packten Martinus an den Armen und zogen ihn mit sich.

Zuckenden Gliedmaßen. Verzweifeltes Röcheln. Weiter.

Dann waren sie unten. Sie hatten Glück: Unter dem Stadel lag eine notdürftig gezimmerte Abdeckung, die mit mehreren Steinen beschwert war. Darunter: Eine kleine, in die Erde gegrabene Vorratskammer.

Anselm stieß Martinus hinein.

Die anderen befestigten die Abdeckung so gut es ging, und folgten.

Einen Moment lang stand die Zeit still. Keuchen. Spucken. Atmen. Brennende Hände. Brennende Füße.

„Ich habe gesagt wir gehen weiter!“, brachte Martinus schließlich heraus.

„Wir wären umgekommen“, entgegnete Anselm ruhig.

Martinus wurde lauter. „Ihr seid hier für die Messerarbeit. Die Entscheidungen treffe ich.“

Die Luft war feucht und stickig. Durch die Bretter drang kaum Licht nach unten.

Veit spuckte aus. „Sag, muss man ein Narr sein, um ein Pfaffe zu werden, oder kommt das dann von selber?“

„Du wagst es, mich einen Narren zu nennen? Wegen euch könnten wir jeden Moment von einer Horde tobender Telderer eingeholt werden.“

Anselm streckte die Beine aus und legte den Kopf nach hinten. „Sie werden uns nicht folgen, auch wenn wir ihren Schatz gestohlen haben. Nicht in diesem Sturm.“

„Wir haben nichts gestohlen! Die Reliquie gehört von Rechts wegen Rom!“, kreischte Martinus. Dann, ruhiger: „Ich muss mich vor einer Bande von Halsabschneidern nicht rechtfertigen. Die Luft hier oben ist… ist falsch. Vernebelt meinen Geist.“

Ein dumpfes Heulen drang von draußen herein. Tief. Langgezogen. Als würde der Wind einen Totengesang anstimmen.

Eberhard lachte leise. „Sie kommen.“

Martinus‘ Augen weiteten sich. „Aber er hat doch gerade gesagt…“

„Nicht die Bauern.“

Er sprach nicht weiter. Das musste er nicht.

Martinus schnaubte verächtlich. „Verschont mich mit eurem Aberglauben. Es ist ein Unwetter. Nichts… nichts weiter.“ Die letzten Worte waren nur noch ein Flüstern gewesen.

„Wer lang genug durch die Berge zieht, begegnet ihnen. Früher oder später. Wer sich nicht hütet, wird mitgenommen… Früher oder später.“

Veit fixierte Eberhard mit seinem Blick. „Du bist ihnen schon begegnet, oder?“

„Oh ja.“

Eine Weile lang saßen sie stumm da, und das Rütteln des Sturms an den Brettern der notdürftigen Abdeckung war das einzige Geräusch, das zu hören war.

Dann fuhr Eberhard fort.

„Es war während des Pofl vor sechs Jahren im hinteren Klammtal. Die Höfe hatten öfter Besuch von Wegelagerern bekommen. Deswegen war ich dort. Hand auf dem Messer, böses Gesicht machen, ihr wisst schon. An einem Abend braute sich etwas zusammen.“

Eberhard hielt kurz inne. Die anderen Männer warteten stumm, bis er schließlich mit gedrungener, melodischer Stimme weitersprach.

„Ich blickte hoch zu den Gipfeln des inneren Tals, und eine mächtige Wolkenfront baute sich auf. Schwarz und schwer wie Pech und Schwefel. 

Und dort oben, auf der Hohen Wand, sammelte sich die Schar. Und sie streckten ihre Lanzen in die Höhe und bliesen in ihre Hörner und machten sich bereit. Und mehr und mehr Reiter stießen dazu und sie spannten ihre Bögen und die Jagdhunde zogen und rissen an den Riemen.

Dann ritten sie herab.

Über Fels und Gand.

Sie ritten herab.

Durch Wald und Feld.

Sie ritten herab.

Durch Straße und Hof.

Sie ritten herab.

Sie ritten herab.

Als ich mich aus meinem Versteck befreite, dachte ich, sie hätten mich fortgetragen: Ich erkannte nichts an der Landschaft wieder. Doch als ich die umgebenden Gipfel anschaute, wurde es mir klar.

Nicht ich wurde fortgetragen.

Sondern alles andere.

Ich folgte der Schneise talauswärts.

Fels und Gand und Wald und Feld und Straße und Hof hatten sie mitgezogen. Ein Stück weit. Und dann zur Seite geworfen.

Aber nicht die Leute. Die hatten sie mitgenommen. Jede einzelne Seele.“

Hagelkörner trommelten jetzt unablässig gegen die modrigen Bretter der Abdeckung. Kurz wurde das Erdloch wurde vom gleißenden Licht eines Blitzes erhellt.

Grollen.

Grollen in der Ferne.

 

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u/gansim — 7 days ago

Klappentext für Anthologie

Kontext:
Klappentext für Kurzgeschichtensammlung.
Genre: Kurzgeschichten, Gegenwartsliteratur, Erotik

Titel: Rollenspiele - Wer bleibt, verliert

Küssen, bevor die U-Bahn kommt.
Den besten Freund mit dem zweitbesten Freund betrügen.
Eine emotionale Bindung zu Hotelsesseln entwickeln.

Zwanzig Kurzgeschichten über Sex, Macht, Vertrauen und Kontrollverlust. Bitter, komisch, erotisch und manchmal so dumm wie Entscheidungen nach Mitternacht.

Finde, dem gibt es nichts hinzuzufügen?
Oder doch?
Wer würde lesen?
Wer nicht und warum?

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u/Maras_Traum — 7 days ago
▲ 0 r/schreiben+1 crossposts

ChatGPT Shortcuts

Es gibt ein paar clevere Eingaben, mit denen man bei ChatGPT sofort das gewünschte Ergebnis bekommt. Und ordentlich Zeit spart. Hier ein kleiner Auszug davon;-):

•Zusammenfassen/Kürzen: „TL;DR“

•Kernaussagen extrahieren: „Key Points“

•Relevanz erzwingen: „So what?“

•Versteckte Annahmen aufdecken: „Assumptions?“

•Risiken erkennen: „Risks“?

•Nichts übersehen: „Blind Spots?“

•Neu formulieren: „Rewrite“

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u/Christiane_WAMATI — 7 days ago

Ich arbeite Vollzeit und versuche nachts etwas Eigenes aufzubauen

Ich arbeite Vollzeit, mache nebenbei meinen Techniker und versuche nachts etwas Eigenes aufzubauen.

Keine perfekte Firma.

Keine Investoren.

Keine Ahnung, ob es funktioniert.

Nur Geschichten, Ideen und die Hoffnung, irgendwann sagen zu können:

„Ich habe wenigstens versucht, etwas Eigenes zu erschaffen.“

Deshalb habe ich angefangen zu schreiben

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u/BlessedFamily777 — 8 days ago

Wer kennt den Schreibratgeber "Immediate Fiction" (2002) von Jerry Cleaver?

Wer von euch kennt Immediate Fiction: A Complete Writing Course von Jerry Cleaver (2002)? Das Buch gibt es leider noch nicht auf Deutsch. Für mich der unterschätzteste Schreibratgeber überhaupt. Sehr gutes Buch.

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u/JohnnyLeon — 7 days ago

Suche Testleser für nihilistische Hard-Sci-Fi (15k Wörter)

Hey,

ich suche ein paar Leute, die Interesse hätten, in eine nihilistische Hard-Sci-Fi reinzulesen und ehrliches Feedback zu geben.

Das Ganze ist düster, technisch und ziemlich hoffnungslos gehalten, zwischen zerfallender Zivilisation, orbitalem Müll und existenzieller Kälte.

Kurz worum es geht:

Auf Revion spaltet ein undurchdringlicher Nebel den Himmel in Licht und absolutes Nichts. Niemand weiß, was dahinter liegt.

Die Zivilisation funktioniert nur noch, weil sie nicht aufhören kann.

Felix arbeitet als leitender Techniker in einem System, das längst kollabiert ist. Die Umlaufbahn des Planeten ist voller Überreste der eigenen Vergangenheit, Kommunikation bricht zusammen und die Versorgung steht kurz vor dem Stillstand.

Die letzte Lösung: ein gigantisches elektromagnetisches Netz, das den Orbit räumen soll.

Doch kurz vor der Aktivierung beginnen Systeme fehlerhaft zu reagieren. Daten verschwinden. Überwachung verliert ihre Präzision.

Und langsam wird klar, dass das Netz die Welt nicht retten wird, sondern entscheidet, wie sie endet.

die eigentliche Geschichte dreht sich weniger um Technik als um Isolation, Kontrolle und die Illusion von Rettung.

Jede Lösung erschafft nur die nächste Falle.

Jede Rettung erzeugt eine neue Form von Abhängigkeit.

Und jede Ebene der Wahrheit verbirgt nur eine noch größere Lüge dahinter.

Die Reihe ist langfristig auf 5 Bände ausgelegt und bewegt sich von einem eher dreckigen, gesellschaftlichen Zerfall immer weiter in kosmischen und philosophischen Horror.

Felix ist dabei kein klassischer Held oder Revolutionär, sondern eher ein Beobachter, der nach und nach erkennt, wie tief der eigentliche Zusammenbruch bereits reicht.

Falls jemand Lust auf nihilistische Hard-Sci-Fi mit Fokus auf Atmosphäre, Zerfall und Worldbuilding hat, einfach schreiben. :)

Zum Testlesen würde ich erstmal nur Teil 1 schicken, also knapp 15k Wörter. Kein komplettes Buch.

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u/aSTAHLWAND — 8 days ago

Fantasy / Science-Fiktion Roman

Hallo!
Ich bin aktuell dabei an meiner ersten Geschichte zu schreiben und liebe es, Kapitel für Kapitel zu verfassen. Es macht mir einfach unheimlich Spaß und ich weiß, Eigenlob stinkt, aber ich glaube, die Storyline hat echt Potenzial! Ich freue mich, sie weiter zu verfeinern und mehr Details einzuarbeiten.

Derzeit habe ich 14.211 Wörter, bei Kapitel 7, aber noch ganz am Anfang :)

Ich dachte, vielleicht hat jemand Lust sich mit mir auszutauschen, meine Rohfassungen zu lesen und mir zu helfen, wo ich nachbessern muss.

Gerne reicht mir aber auch nur einmal Querlesen und Feedback zu erhalten zur Tiefe der Charaktere, insbesondere Protagonist und die Dynamik der Szenen. Oh, und gerne Kritik zu meinem Schreibstil!

Ich freue mich über kurzer Feedback, als auch etwas von Dauer, so wie ihr Zeit und Laune habt :)

Zielgruppe: junge Erwachsene
Genre: Fantasy, Science-Fiction, Dystopie, Mystery, Romanze

Zur Geschichte:

Es geht um einen jungen Mann namens Remo, der zu einer besonderen Art Mensch gehört. Man nennt sie Neo und ihre Fähigkeit besteht darin, Dinge zu materialisieren oder zu erschaffen, die der eigenen Fantasie entstammt.
Remo arbeitet als Ingenieur in einer Fabrik, wo er Maschinen baut und diesen mit seinen Kräften Intelligenz einhaucht.
Er baut jedoch am liebsten Tiere aus feinen Materialien und erschafft somit lebendige Neo-Wesen, die sich wie Haustiere verhalten.
In jener Nacht, während seiner Schicht, wird seine Fabrik niedergebrannt und dabei verschwindet seine geliebte Katze Miu. Auf der Suche nach ihr merkt er, dass er in etwas Größeres verwickelt wurde und eine verheißungsvolle Frau mit rubinroten Haaren hinter ihm her ist, die wohl etwas mit dem Brand der Fabrik zu tun hat.
Zusammen mit seinen Freunden, macht er sich auf die Suche nach seiner Neo-Katze und muss sich seinem unverarbeiteten Trauma stellen, welches ihm immer wieder den Verstand raubt.

(Meine Geschichte enthält explizite Szenen von Gewalt und es kommt später in der Geschichte zu intimen Szenen.)

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u/Edgar_Loren — 9 days ago
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Testleser für Fantasy-/Mystery-Roman gesucht!

Hallo, liebe Leute, ich suche Testleser/Testleserinnen für meinen neuen Jugendroman und hoffe, dass ich hier fündig werde!

Das Genre ist Mystery/Fantasy.

Die Kurzfassung: Die sechzehnjährige Isabella wurde an ihrer alten Schule gemobbt. Auf dem abgeschiedenen Internat Waldbrunn soll für sie ein neues Leben beginnen. Schnell stellt sie aber fest, dass an der neuen Schule nichts ist, wie es scheint. Eine mysteriöse Parallelwelt, über die man Träume betreten kann, ein Schattenmonster, das Leute im Schlaf jagt, und ein unaufgeklärter Mord an einer Schülerin lassen sie nicht zur Ruhe kommen. Und die wichtigste Frage: kann sie ihren neuen Freundinnen überhaupt trauen?

Genre / Zielgruppe: Fantasy / Mystery in zeitgenössischem Setting, 14+

Länge: 8.000 Wörter (Erste drei Kapitel.) Ich freue mich aber auch schon, wenn ihr nur das erste Kapitel lest. 😄 (Das ganze Buch ist übrigens 320 Seiten lang und fertig, aber ich dachte mal: klein anfangen.)

Zeithorizont: Ich habe Zeit. Wenn ihr es aber in zwei bis drei Wochen schafft, wäre es super.

Erwartungen an die Kritik: Ich will vor allem einfach wissen, was euch gefällt und was euch nicht gefällt. Und an welcher Stelle ihr gegebenenfalls keine Lust mehr hattet weiterzulesen. (Ruhig ehrlich sein, ich bin komplett unempfindlich und abgebrüht, was Kritik angeht).

Würde mich echt freuen, wenn jemand sich meldet! Bitte PN schicken oder hier antworten! Meine ewige Dankbarkeit ist euch sicher!

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u/sommer-regen-sommer — 9 days ago
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Eure Schreiborte/ -Rituale?

Hey Ihr,

(ich bin hier noch ultra neu, daher bitte nicht böse sein, sollte ich etwas falsch tippseln oder so....)

ich wohne leider in einer extrem kleinen und engen Bude und merke, dass ich hier daheim sehr schlecht meine zahlreichen Schreibprojekte gut voranbringen kann. Jede Ecke lenkt meine Gedanken zurück in die Realität, unterbricht den Flow....

Daher meine Fragen an Euch:

Habt Ihr Orte, an denen Ihr Euch Eurer Kunst gut und entspannt widmen könnt?

Oder gar Rituale, mit denen Ihr Euch vorbereitet?

In freudiger Erwartung auf Inspiration!

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u/wortsalatfinchen — 12 days ago

Wie "wild" darf ein Science-Fiction Roman sein?

Hallo, ich schreibe einen Science-Fiction Roman mit einem "Alien-Tech"-Kern. Ein Konzern findet sehr altes außerirdisches Relikt und versucht die Tech zu verstehen und für ihre Zecke zu verwenden. Ein Teil dieser Tech sind Nanopartikel die sich an die neuronalen Verbindungen im Hirn heften und die emotionalen Zustände von Individuen beeinflussen. Die vergangene Zivilisation hatte einen ähnlichen evolutionären Entwicklungsprozess durchgemacht wie die Lebewesen auf der Erde und haben deshalb auch Triebe und Emotionen, die sie zum Handeln bewegen. An einem Punkt allerdings stand diese Zivilisation kurz vor ihrer Selbstzerstörung, da es zu viele Kräfte gab die in unterschiedliche Richtungen zogen, anstatt dass gemeinsam das Problem gelöst wird. Deshalb hat diese Zivilisation sich dazu entschieden sich ihre Emotionen regulieren zu lassen. Individuelle Interessen und Wünsche bekommen weniger Gewicht als die Arbeit an einem gemeinsamen großen Ziel.

Die Menschheit steht aktuell auch kurz vor ihrer selbstverschuldeten Auslöschung und der Konzern (geleitet von dem Antagonisten) versucht im Geheimen die Emotionen der Menschheit in letzter Sekunde ebenfalls zu regulieren, um so der Selbstzerstörung zu entgehen.

Ich habe jetzt schon ein paar Kapitel geschrieben aber aktuell überkommen mich ein paar Zweifel, ob das ganze noch "glaubwürdig" genug (wie glaubwürdig ein Sci-Fi-Roman auch sein kann) oder schon es etwas zu wild ist.

Andererseits denke ich mir ist es ja Science-Fiction und ich habe denke ich in anderen Sci-Fi-Romanen teilweise noch wildere Dinge gelesen, aber verziehen, weil das Hauptthema ein übertragbares Thema abseits der Tech war und der Protagonist interessant gezeichnet war.

Für die gesellschaftskritischen Fragen und der Leitfrage die ich im Kopf habe passt das auch ganz gut. Aber bin mir nicht ganz sicher, ob ich den Alien-Tech-Aspekt nicht doch noch überarbeiten sollte.

Mich würden ein paar andere Sichtweisen darüber interessieren. Wie "wild" darf ein Sci-Fi-Roman sein? Reicht es, wenn die Geschichte in sich logisch ist?

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u/Disastrous-Remove757 — 11 days ago
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Suche nach einem Partner in Crime für meine Fantasy/Science Fiction Geschichte

Hallo!
Ich bin aktuell dabei an meiner ersten Geschichte zu schreiben und liebe es, Kapitel für Kapitel zu verfassen. Es macht mir einfach unheimlich Spaß und ich weiß, Eigenlob stinkt, Aber ich glaube, die Storyline hat echt Potenzial! Ich freue mich, sie weiter zu verfeinern und mehr Details einzuarbeiten.

Nur ist es leider so, dass es nicht ganz einfach ist, meine Freunde dazu zu motivieren, meine Geschichte zu lesen und mir Feedback zu geben. Ich würde so gerne mal mit jemandem über meine Story mal so reden oder mich zu den Charakteren austauschen.
Ich möchte, dass meine Geschichte am Ende die Leser*innen berührt und Herzen erobert!

Ich dachte, vielleicht hat jemand Lust sich mit mir auszutauschen, meine Rohfassungen zu lesen und mir zu helfen, wo ich nachbessern muss.

Ich poste hier mal den Link, der zu meiner Wattpad Geschichte führt.
https://www.wattpad.com/story/410027132?utm_source=ios&utm_medium=link&utm_content=share_writing&wp_page=create&wp_uname=Eddegas

Zielgruppe: junge Erwachsene

Zur Geschichte:

Es geht um einen jungen Mann, der zu einer besonderen Art Mensch gehört. Man nennt sie Neo und ihre Fähigkeit besteht darin, Dinge zu materialisieren oder zu erschaffen, die der eigenen Fantasie entstammt.
Remo, der Protagonist, ist ein solcher Neo und Arbeit in einer Firma als Ingenieur, wo er Maschinen baut und diese mit seinen Kräften Intelligenz einhaucht.
Er baut am liebsten Tiere und erschafft somit lebendige Neo-Wesen, die sich wie Haustiere verhalten.
In jener Nacht, während seiner Schicht, wird seine Fabrik niedergebrannt und er verliert dabei seine liebste Katze Miu. Auf der Suche nach ihr merkt er, dass er in etwas größeres verwickelt wurde.
Zusammen mit seinen Freunden, macht er sich auf die Suche nach seiner Neo-Katze und muss sich seinem unverarbeiteten Trauma stellen, welches im immer wieder den Verstand raubt.

Triggerwarnungen: Gewalt , intime Szenen können vorkommen, Trauma, und Drogenkonsum

u/Edgar_Loren — 10 days ago

Feedback Prolog zu psychologischem Drama

Ich schreibe im Moment an einem Projekt, das sich am ehesten in die psychologische Drama Ecke packen lässt, und würde mich über Feedback zu meinem Prolog freuen.

Da es weniger plot- als charaktergetrieben ist, wäre für mich ein Feedback zum Tempo wichtig, funktioniert die Balance zwischen Handlung und innerer Bewegung, gibt es etwas, dass euch komplett stört oder unverständlich erscheint? Danke! :)

Prolog

Sein Puls schlägt gegen den Hals. Gegen die Ruhe im Haus. Sein Finger sucht nach dem Hautfetzen am Daumennagel, kreist, löst ihn. Er steht einfach da, in seinem Zimmer.

Unten wird die Küchenuhr in ein paar Minuten schreien, ein krummer Kuckuck, der sich dreimal aus der Tür schiebt. Mama hatte das Teil auf dem Flohmarkt entdeckt, da war er noch klein und der Vogel irgendwie hübsch.

Heute Abend wird sie ihn hören, wenn sie am Tisch sitzt, wartet und an einem Taschentuch nestelt. Bestimmt hat sie den Schokomuffin schon besorgt. Eine Kerze, wie immer.

„Scheiße.“

Der Spiegel in der Schranktür hat einen Sprung, dort, wo ihn die Kamera getroffen hat, weil eine drei nicht auf ein Zeugnis passt. Er wischt sich mit dem Handrücken über die Augen, weicht seinem Blick aus.

Der Riss teilt sein Zimmer dahinter, den Schreibtisch und die Wand mit den Postkarten, die letzte noch auf der Bettdecke, mit der Handschrift, die immer so aussieht, als würde sie nach hinten umfallen. Die Karte zeigt eine Bogenbrücke über einer Schlucht. Aus der Schweiz. Oder Indien. Irgendwo, egal.

„Happy 18th Birthday! Die magische Zahl, unfassbar!“, schreibt Henning, schade, dass er nicht da sein kann. Nicht kann, klar. Und ganz zum Schluss noch ein verfluchter Kalenderspruch: „Die Zukunft wartet, mein Großer.“

Zukunft. Er schaut nach oben. Im Moment liegt sie zusammengestaucht zwischen Schrank und Zimmerdecke, mit ausgewaschenem Stoff und dem glatten Streifen an der Seite. Manchmal klemmt der Reißverschluss.

Er zuckt zusammen, als sein Handy in der Hosentasche vibriert.

*Mercedes biegt ein, mach dich weg, Alter, der kommt!*

Fuck.

Zwei Daumen, zwei Hautfetzen und der Herzschlag in den Ohren. Er hat die Geldscheine in der Hosentasche, alle. Es gibt nur noch weg.

Er hangelt nach dem Gurt, zerrt die Tasche herunter. Zu klein für sein Leben, genug, wenn man es nicht mitnehmen will. Jeans, T-Shirts. Sein Hoodie und die Kamera. Die Postkarten. Er zögert. Unten kratzt der Schlüssel im Haustürschloss, drei Umdrehungen.

Er schaut zum Fenster auf das Vordach.

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u/Leanne_n8 — 11 days ago