Burnout/ Irgendwie Angst vor Klinik
Ich bin jetzt seit 8 Wochen zu Hause. Ich weiß, dass das autistisches Burnout ist. Ich weiß auch, wie "normales" (anders Scheiße) Burnout aussieht, weil meine Mutter das hatte, als ich 12 war.
Ich habe mit meinem Hausarzt über alles geredet, der mich nur krankschreibt und die Fragen, was man als Nächstes macht, ob Klinik oder Kur, eher fallen gelassen hat. Ich habe es meinem Psychiater gesagt, der mir die Medikamente gegen ADHS verschreibt, der nur mit einer Verschreibung für Antidepressiva geantwortet hat. Aber ich zittere immer noch, wenn meine Chefin mir eine Nachricht schreibt, wie es jetzt demnächst aussieht. Ich bin Absooolut erschöpft …
Mir brennt immer noch die Brust vor Stress, wenn meine Frau mir ihr emotionales Leid klagt, und ich kriege es immer schlechter hin, wirklich zu schlafen oder zu essen.
Nicht, weil ich es nicht kann, sondern weil ich es nicht will. Da geht der ganze Brainfuck für mich los.
Viele haben mir gerade bei einem Burnout gesagt, ich soll einfach loslassen, sich nicht mehr permanent kontrollieren zu müssen. Als ich das aber versucht habe, habe ich gemerkt, dass da kein Boden ist und man immer tiefer fällt. Seitdem merke ich, dass mein Unterbewusstsein sich wirklich irgendwie destruktiv verhalten will und sich selbst zerstören will. Ich muss mich fast schon selbst verarschen, damit ich was esse oder damit ich schlafe. Eine Woche lang ist das nur eine Phase, aber acht Wochen lang… Ich habe keinen Wunsch, mein Leben zu beenden, absolut nicht. Trotzdem sind diese Gedanken da, aber sie sind nicht von mir, eher wie aufgezwungen als logische Konsequenz, den Stress zu beenden. Und am Anfang dachte ich, dass das weggeht, aber…
Ich komme einfach mal zum Punkt: Ich habe Angst, in die Klinik zu gehen und weiß nicht, warum. Ich habe mich damit schon beschäftigt, ich habe alle positiven Seiten gesehen, habe meine Vorurteile wegräumen können, aber irgendwas an diesem Schritt hindert mich massiv, es einfach zu machen. Keine Ahnung, ob es eine Angst ist, dass das wieder eine Sache wird, wo ich zur nächsten Sache rennen muss, wo der ganze Rattenschwanz so lange ist, dass ich zusammenbreche am Ende… oder vielleicht doch wieder eine Angst, nicht gehört zu werden oder gesehen als junger Mann, der eigentlich fit aussieht und nach außen nicht verbrannt aussieht, weil er ja reden kann. Ich versuche jetzt einfach mal, nicht das zu maskieren oder ein natürliches Ende dafür zu finden und lasse das einfach so stehen.
Habt ihr Erfahrungen oder ... kein Plan was... einfach eure Geschichte glaube ich ...