Gefühl, im Ref nicht gut genug zu sein
Hallo zusammen, ich brauche mal euren Rat.
Ich befinde mich aktuell im Referendariat und habe wahrscheinlich Ende des Jahres mein Examen. Momentan bin ich im zweiten Semester. Um ehrlich zu sein, zweifle ich gerade sehr daran, ob ich dem Lehrerberuf wirklich gewachsen bin bzw. ob ich das Ref überhaupt schaffe. Dabei macht mir die Arbeit mit den Schülern eigentlich unheimlich viel Spaß.
Trotzdem habe ich oft das Gefühl, dass vieles bei mir noch nicht reicht – vor allem fachlich, didaktisch und methodisch. Meine Stunden sind meiner Meinung nach häufig noch sehr ausbaufähig, auch wenn ich von meinen Schülern eigentlich nie negatives Feedback bekomme. Ich habe oft das Gefühl, dass ich deutlich mehr leisten müsste, um wirklich zu bestehen.
Zusätzlich belastet mich, dass ich mich ständig mit anderen vergleiche. Von vielen hört man nur, wie gut ihr Ref läuft, wie tolle Noten sie bekommen oder wie souverän sie schon im Unterricht sind – sowohl in der Ausbildung als auch im Hinblick auf das Examen. Dadurch habe ich oft das Gefühl, nicht gut genug zu sein oder hinterherzuhängen.
Gleichzeitig habe ich ein Kleinkind zuhause, weshalb ich meistens nur abends arbeiten oder lernen kann, wenn mein Kind schläft. Das macht alles noch anstrengender und ich weiß oft gar nicht, wie ich mich fachlich und methodisch weiterentwickeln soll, ohne völlig an meine Grenzen zu kommen.
Im Moment fühle ich mich einfach ratlos und ehrlich gesagt ziemlich am Boden. Vielleicht ging es ja jemandem ähnlich oder jemand hat einen Rat für mich. Danke euch schon jetzt.