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Wie stark tragen Bäume in Städten eigentlich zum Klimaschutz bei?
▲ 34 r/ClimatePosting+2 crossposts

Wie stark tragen Bäume in Städten eigentlich zum Klimaschutz bei?

Diese Frage lässt sich inzwischen deutlich genauer beantworten. Forschende der Technische Universität München entwickelten ein hochauflösendes Modell, das erstmals berechnet, wie viel CO₂ einzelne Vegetationsflächen in Städten aufnehmen oder freisetzen.

Das Ergebnis für München:
Im Jahresdurchschnitt gleicht die städtische Vegetation etwa zwei Prozent der gesamten CO₂-Emissionen aus.
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen verschiedenen Vegetationstypen.
Stadtbäume wirken als klare CO₂-Senken.
An einzelnen Sommertagen erreicht ihre Aufnahmeleistung Werte, die den Ausstoß des Münchner Straßenverkehrs ausgleichen oder kurzzeitig übertreffen.

Grasflächen schneiden deutlich schwächer ab.
Durch die sogenannte Bodenatmung geben sie im Jahresmittel mehr CO₂ ab, als sie aufnehmen. Unter dem Strich entstehen damit zusätzliche Emissionen.
Die Analyse basiert auf einem Modell mit einer räumlichen Auflösung von zehn Metern. Frühere Berechnungen arbeiteten meist mit Satellitendaten in einer Auflösung von rund 500 Metern. Einzelne Bäume oder kleinere Grünflächen blieben dadurch oft unsichtbar.

Für die Stadtplanung ergibt sich daraus eine klare Erkenntnis:
Die Wirkung von Grünflächen unterscheidet sich erheblich.
Bäume übernehmen dabei eine besondere Funktion. Sie binden CO₂, kühlen Städte, verbessern die Wasserversickerung und erhöhen die Lebensqualität im urbanen Raum.

Damit verschiebt sich auch der Blick auf Stadtgrün und neben der Fläche rückt zunehmend die Art der Vegetation in den Mittelpunkt. 🌳

Quelle:
https://www.tum.de/aktuelles/alle-meldungen/pressemitteilungen/details/stadtbaeume-koennen-im-sommer-mehr-co2-aufnehmen-als-autos-ausstossen

u/EEAktuell_Team — 3 days ago
▲ 1 r/Futurism+1 crossposts

Was auf den ersten Blick nicht zusammenpasst, funktioniert inzwischen im Labor.

Forschende der University of Edinburgh haben aus PET-Abfällen ein zentrales Parkinson-Medikament hergestellt: L-DOPA.

Der Prozess läuft in zwei Schritten:
Zuerst wird das Plastik in seine chemischen Bausteine zerlegt.

Dann übernehmen gentechnisch veränderte Bakterien und wandeln diese Stoffe in den Wirkstoff um.
L-DOPA gehört zu den wichtigsten Medikamenten bei Parkinson.

Es hilft gegen Zittern und Muskelsteifheit, weil es im Gehirn zu Dopamin wird.
Doch im Kern ist garnicht das konkrete Medikament das Spannende, sondern die Idee dahinter.
Plastikmüll wird nicht einfach recycelt sondern als Ausgangsstoff für etwas komplett Neues genutzt.
Langfristig ließen sich so auch andere Chemikalien oder Materialien aus Abfällen herstellen, die heute im Müll landen.
Aktuell passiert das noch im Labor.

Bis daraus ein industrieller Prozess wird, vergeht Zeit.
Trotzdem bleibt eine Frage hängen:
Wie viel von dem, was wir wegwerfen, ist eigentlich noch viel zu wertvoll dafür?

Quelle: https://www.t-online.de/leben/wissenschaft/id_101172972/parkinson-medikament-aus-plastikmuell-so-funktioniert-das-verfahren.html

u/EEAktuell_Team — 5 days ago
▲ 0 r/Futurism+1 crossposts

Strom aus dem All?

Seit Jahrzehnten taucht diese Idee immer wieder auf, meist in Visionen von Ingenieuren oder in Zukunftsstudien. Lange galt sie als technisch faszinierend, aber kaum realistisch.

Die Rede ist von Weltraumgestützten Solaranlagen.

Doch laut einem aktuellen Bericht von Euronews arbeiten mehrere Staaten und Raumfahrtagenturen inzwischen konkret an Konzepten für „Space-Based Solar“.

Die Idee:
Solarmodule werden im Orbit platziert, wo sie nahezu permanent Sonnenlicht empfangen, ohne Nacht oder Wolken und ohne atmosphärische Verluste. Der erzeugte Strom würde zur Erde übertragen und dort wieder in nutzbare Energie umgewandelt.

Der Vorteil liegt auf der Hand: konstante, wetterunabhängige Energieerzeugung mit potenziell sehr hohen Volllaststunden. Anders als Wind- oder Bodensolar könnte diese Technologie rund um die Uhr Strom liefern.

Gleichzeitig sind die Herausforderungen enorm:

Startkosten, Materialbedarf, Sicherheit der Energieübertragung, Wirkungsgrade und internationale Regulierung sind noch nicht abschließend geklärt. Die Technik befindet sich weiterhin im Entwicklungsstadium.

Warum wird trotzdem intensiv daran geforscht?

Weil klassische erneuerbare Energien zwar wachsen, aber Netze, Speicher und Flächen begrenzt sind. Space Solar könnte, zumindest theoretisch, einen zusätzlichen, kontinuierlichen Baustein liefern und langfristig sogar über Netto-Null hinausgehende Klimaziele unterstützen.

Quelle:

https://www.euronews.com/2026/02/21/clean-power-everywhere-how-space-based-solar-could-help-us-go-beyond-net-zero-targets

u/EEAktuell_Team — 10 days ago
▲ 935 r/ClimatePosting+1 crossposts

Während in Berlin über neue Regeln für die Energiewende diskutiert wird, läuft im Norden längst ein anderes Modell.

In Ellhöft, einem kleinen Dorf an der dänischen Grenze, hat man früh begonnen, auf Wind- und Solarenergie zu setzen. Über die Jahre entstand so eine Versorgung, die einen großen Teil des Bedarfs selbst abdeckt.

Der lokale Wind- und Solarpark produziert bereits seit den 90er Jahren Strom für mehrere Tausend Haushalte. Heute stehen in der Region rund 45 Windräder, weitere sind geplant. Auffällig ist vor allem, wie das Projekt organisiert ist.

Der Park wird genossenschaftlich betrieben. Viele Menschen vor Ort sind beteiligt, investieren selbst und profitieren direkt.

Energiewende wird hier im Alltag getragen.

Im Alltag zeigt sich, wie sehr das Projekt Teil des Dorfes geworden ist. So sehr, dass es inzwischen sogar ein eigenes „Wind-Erntedankfest“ gibt.

Parallel verändern sich die politischen Rahmenbedingungen. Diskutiert wird unter anderem, Ausgleichszahlungen für Windparks zu streichen, wenn Strom nicht abgenommen wird. In Ellhöft richtet sich der Blick stärker auf das, was vor Ort funktioniert.

Quelle:

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/neue-regeln-fuer-die-energiewende-ellhoeft-macht-sich-unabhaengig,windparkellhoeft-102.html

u/EEAktuell_Team — 11 days ago
▲ 21 r/ClimatePosting+3 crossposts

Der Norddeutscher Rundfunk berichtet unter Berufung auf behördliche Erhebungen von Ölfilmen, Chemikalienresten und weiteren Schadstoffeinträgen.

Die Ursachen reichen von illegalen Einleitungen über Havarien bis zu Betriebsrückständen aus der Schifffahrt. In einigen Fällen lassen sich Verursacher ermitteln, viele Vorfälle bleiben ungeklärt. Substanzen verteilen sich rasch oder verflüchtigen sich, was die Nachverfolgung erschwert.

Nord- und Ostsee gehören zu den am intensivsten genutzten Meeresräumen Europas. Dichter Schiffsverkehr, Offshore-Infrastruktur und wirtschaftliche Nutzung treffen hier auf sensible Ökosysteme. Besonders die Ostsee verfügt nur über einen begrenzten Wasseraustausch.

Jeder zusätzliche Schadstoffeintrag belastet Meeresorganismen und Küstenregionen und wirkt sich langfristig auch auf Fischerei und Tourismus aus.

Mehr als 100 registrierte Fälle in einem Jahr unterstreichen, wie kontinuierlich der Schutz dieser Meere bleiben muss.

Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/info/mehr-als-100-umweltverschmutzungen-im-jahr-2025-in-nord-und-ostsee-entdeckt,meer-112.html

u/EEAktuell_Team — 19 days ago
▲ 29 r/Verkehrswende+3 crossposts

Was zunächst nach einem Laborwert klingt, rückt näher an die Praxis. Der chinesische Hersteller BYD stellte Anfang März die zweite Generation seiner Blade-Batterie vor.

Die Technologie basiert weiterhin auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). Neu sind eine höhere Energiedichte und sehr hohe Ladeleistungen von bis zu 1.500 Kilowatt.

Nach Unternehmensangaben erreicht ein Akku damit in etwa fünf Minuten einen Ladestand von 10 auf 70 Prozent. Von 10 auf 97 Prozent vergehen rund neun Minuten.

Auch bei niedrigen Temperaturen nennt BYD kurze Ladezeiten. Selbst nach 24 Stunden bei –30 °C soll ein Ladevorgang von 20 auf 97 Prozent etwa zwölf Minuten dauern.

Eine in China kommunizierte lebenslange Garantie auf die Batteriezellen taucht in europäischen Veröffentlichungen bisher nicht auf.

Solche Ladegeschwindigkeiten benötigen passende Infrastruktur. BYD entwickelt dafür sogenannte Flash Charger mit bis zu 1.500 kW Leistung. In China sind bis Ende 2026 rund 20.000 Stationen geplant.

u/EEAktuell_Team — 21 days ago
▲ 187 r/Verkehrswende+2 crossposts

Ausgangspunkt war eine Klage des Schnellladeanbieters Fastned gegen die Autobahn GmbH des Bundes.

Bisher konnten Betreiber wie Autobahn Tank & Rast oder die Ostdeutsche Autobahntankstellen auf Grundlage älterer Tankstellen-Konzessionen selbst festlegen, welche Ladeanbieter an Raststätten aktiv werden. Diese Konzessionen wurden später um Ladepunkte für Elektroautos erweitert, ohne dass dafür ein neues Vergabeverfahren stattfand.

Das Gericht bewertet diese Praxis als unzulässig.

Wenn künftig Ladeinfrastruktur an bewirtschafteten Raststätten entsteht, muss die Autobahn GmbH ein Vergabeverfahren durchführen. Mehrere Anbieter erhalten damit die Möglichkeit, sich um die Standorte zu bewerben.

Für die Elektromobilität hat diese Entscheidung Gewicht. Rund 90 Prozent der Autobahn-Rastanlagen in Deutschland stehen unter bestehenden Konzessionen. Der Zugang zu diesen Standorten prägt den Wettbewerb beim Schnellladen entlang der Fernstrecken.

Die Entscheidung ist bereits rechtskräftig.

Quelle:

https://www.electrive.net/2026/03/06/urteil-des-olg-duesseldorf-ladeinfrastruktur-an-autobahn-raststaetten-muss-ausgeschrieben-werden/

u/EEAktuell_Team — 1 month ago