u/Fit_Fly_5062

Wie viel kann man bei einem alten vermieteten freistehenden Haus mit sehr hohem Energiebedarf realistisch verhandeln?

Hallo zusammen,

ich überlege aktuell, ein älteres freistehendes Einfamilienhaus im ländlichen Baden-Württemberg zu kaufen und würde gerne realistische Einschätzungen zur Preisverhandlung bekommen.

Eckdaten:

- Freistehendes Einfamilienhaus mit Garten

- Baujahr ca. Mitte der 1930er Jahre

- ca. 110 m² Wohnfläche

- ca. 300 m² Grundstück

- 6 Zimmer / 5 Schlafzimmer

- Garage und kleines Nebengebäude

- Seit ca. 12 Jahren vermietet

- Kaltmiete ca. 400–500 € pro Monat

- Ich plane, das Haus perspektivisch selbst zu nutzen, also nicht nur als Kapitalanlage

- Kaufpreis im niedrigen 100.000-€-Bereich

- Käuferprovision kommt noch dazu

Zustand / Energie:

- Öl-Zentralheizung aus den späten 1980er Jahren

- Laut Verkäufer handelt es sich um einen Niedertemperaturkessel, daher eventuell keine direkte Austauschpflicht nach 30 Jahren

- Endenergiebedarf extrem hoch, über 400 kWh/(m²·a)

- Teilweise Modernisierungen vorhanden: zweifach verglaste Fenster und gedämmtes Dach

- Noch keine klaren Informationen zu Fassadendämmung, Kellerdeckendämmung, Öltankzustand, Elektrik, Leitungen usw.

Meine Bedenken:

- Sehr hohe Heizölkosten

- Alte Heizungsanlage und mögliches zukünftiges Austauschrisiko

- Möglicher Sanierungsbedarf bei einem alten Haus

- Feuchtigkeits-/Schimmelrisiko bei schwacher Dämmung

- Der Mieter wohnt schon seit vielen Jahren dort, daher wäre Eigennutzung nicht sofort möglich und könnte rechtlich/zeitlich kompliziert sein

- Mein Budget ist begrenzt und ich muss nach dem Kauf genug Reserve behalten

Meine Fragen:

  1. Wie viel würdet ihr realistisch vom Kaufpreis herunterverhandeln?

  2. Wäre ein Einstiegsangebot ca. 10–15 % unter dem Angebotspreis angemessen oder zu aggressiv?

  3. Welche Unterlagen sollte ich unbedingt vor einem finalen Angebot anfordern?

  4. Wie viel finanzielle Reserve würdet ihr bei so einem Haus einplanen?

  5. Würdet ihr so eine Immobilie bei niedrigem Preis überhaupt in Betracht ziehen oder ist das Energie-/Heizungs-/Mieterrisiko zu hoch?

Mir geht es nicht um Rechtsberatung, sondern um praktische Einschätzungen von Leuten, die alte Häuser

reddit.com
u/Fit_Fly_5062 — 1 day ago
▲ 1 r/wohnen

Wie viel kann man bei einem alten vermieteten freistehenden Haus mit sehr hohem Energiebedarf realistisch verhandeln?

Hallo zusammen,

ich überlege aktuell, ein älteres freistehendes Einfamilienhaus im ländlichen Baden-Württemberg zu kaufen und würde gerne realistische Einschätzungen zur Preisverhandlung bekommen.

Eckdaten:

- Freistehendes Einfamilienhaus mit Garten

- Baujahr ca. Mitte der 1930er Jahre

- ca. 110 m² Wohnfläche

- ca. 300 m² Grundstück

- 6 Zimmer / 5 Schlafzimmer

- Garage und kleines Nebengebäude

- Seit ca. 12 Jahren vermietet

- Kaltmiete ca. 400–500 € pro Monat

- Ich plane, das Haus perspektivisch selbst zu nutzen, also nicht nur als Kapitalanlage

- Kaufpreis im niedrigen 100.000-€-Bereich

- Käuferprovision kommt noch dazu

Zustand / Energie:

- Öl-Zentralheizung aus den späten 1980er Jahren

- Laut Verkäufer handelt es sich um einen Niedertemperaturkessel, daher eventuell keine direkte Austauschpflicht nach 30 Jahren

- Endenergiebedarf extrem hoch, über 400 kWh/(m²·a)

- Teilweise Modernisierungen vorhanden: zweifach verglaste Fenster und gedämmtes Dach

- Noch keine klaren Informationen zu Fassadendämmung, Kellerdeckendämmung, Öltankzustand, Elektrik, Leitungen usw.

Meine Bedenken:

- Sehr hohe Heizölkosten

- Alte Heizungsanlage und mögliches zukünftiges Austauschrisiko

- Möglicher Sanierungsbedarf bei einem alten Haus

- Feuchtigkeits-/Schimmelrisiko bei schwacher Dämmung

- Der Mieter wohnt schon seit vielen Jahren dort, daher wäre Eigennutzung nicht sofort möglich und könnte rechtlich/zeitlich kompliziert sein

- Mein Budget ist begrenzt und ich muss nach dem Kauf genug Reserve behalten

Meine Fragen:

  1. Wie viel würdet ihr realistisch vom Kaufpreis herunterverhandeln?

  2. Wäre ein Einstiegsangebot ca. 10–15 % unter dem Angebotspreis angemessen oder zu aggressiv?

  3. Welche Unterlagen sollte ich unbedingt vor einem finalen Angebot anfordern?

  4. Wie viel finanzielle Reserve würdet ihr bei so einem Haus einplanen?

  5. Würdet ihr so eine Immobilie bei niedrigem Preis überhaupt in Betracht ziehen oder ist das Energie-/Heizungs-/Mieterrisiko zu hoch?

Mir geht es nicht um Rechtsberatung, sondern um praktische Einschätzungen von Leuten, die alte Häuser

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u/Fit_Fly_5062 — 1 day ago