Wie steht ihr zur Gehaltskürzung in Hamburg?
Hamburg nennt es „veränderte Rahmenbedingungen“ und „verantwortungsvolle Haushaltsplanung“. Für uns Lehrkräfte heißt das ganz konkret: mehr Wochenarbeitszeit bei gleichem Gehalt. Wer eine 41. Stunde einführt und gleichzeitig den Arbeitszeitverkürzungstag streicht, kürzt nicht den Betrag auf dem Papier, aber sehr wohl den Wert unserer Arbeit im Alltag. Das ist keine Entlastung, sondern eine stille Gehaltskürzung durch die Hintertür.
Besonders bitter ist dabei die politische Verpackung: Ausgerechnet in einer Zeit, in der Schulen unter wachsender Belastung arbeiten, wird nicht über echte Entlastung, sondern über Mehrarbeit gesprochen. Für Vollzeitkräfte wird laut Schreiben daraus eine wöchentliche Arbeitszeit von 47,74 Stunden in der Unterrichtszeit. Die Botschaft ist klar: Von uns wird mehr erwartet, aber nicht mehr gegeben.
Ich frage deshalb provokant in die Runde:
Wie steht ihr zur Gehaltskürzung in Hamburg?
Oder anders gesagt: Wie nennt ihr es, wenn die Arbeitszeit steigt, das Gehalt aber gleich bleibt?