Als Ärztin mit ADHS
Hallo zusammen,
wir sind gerade in der Abklärung unseres Sohnes und es läuft eigentlich alles auf die Diagnose ADHS raus.
Und je mehr ich darüber lese, desto sicherer bin ich mir, ebenfalls an ADHS zu leiden. Ich bin jedoch immer davon ausgegangen, in dem Sinne „normal“ zu sein.
Ich hab mein Medizinstudium auf Anhieb geschafft, aber es hat mich sehr sehr sehr viel Kraft gekostet und es ging mir durch das ganze Studium hinweg nicht gut (war oft sehr zurückgezogen und hab mich so oft mit ungesundem Essen vollgestopft um den Druck des Studiums nicht so zu spüren), also so in Richtung „emotional eating“. Und auch jetzt merke ich, wie chaotisch ich lebe, und wie oft die Gedanken mich überrennen. Mal abgesehen davon, auch täglich Angst vor Fehlern in der Arbeit zu haben (gut, das hat wahrscheinlich wenig mit ADHS zu tun). Als Kind war ich sehr sehr aktiv aber als Mädchen dann wahrscheinlich doch recht schnell angepasst.
Jedenfalls bin ich jetzt am Überlegen, mich der Diagnostik zu stellen und ggf. auch medikamentös einstellen lasse. Einfach um zu sehen, ob es was ändert an meinem Leben.