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Wofür sind der Mietspiegel und die Gesetze zur Mietpreisbremse überhaupt da, wenn die nicht funktionieren?

Liebe Community, mein Post mag zwar etwas verbittert klingen, aber ich suche schon seit einer gewissen Zeit verzweifelt nach einer Wohnung (unmöbliert und unbefristet) in Hamburg.

Bin schon öfter bei der Suche auf den Fall gestoßen, wo zB der Richtwert laut Mietspiegel bei ca. 10€ pro Quadratmeter und der tatsächliche Mietzins bei ca. 15€ pro Quadratmeter liegt. Laut BGB 556d ist dies nicht zulässig. Es scheint aber so zu sein, als ob diese Regelung nur im Gesetzbuch existiert und in der Realität gar nicht durchgesetzt wird.

Ich hatte mal mit einem Makler telefoniert und er meinte, das wäre einfach der Marktpreis. Als ich gesagt hatte, dass dieser Preis weit über dem im aktuellen Mietspiegel liegt, wurde mir einfach erwidert ich soll ja die Wohnung auch gar nicht mieten, falls es mir preislich nicht passt.

Laut meiner Internetrecherche könnte ich so eine Wohnung zum erhöhten Preis mieten und später die Miete mit Bezug auf den Mietspiegel Rügen und auf das zulässige Niveau reduzieren. Damit wären aber hohe Anwaltskosten, Zeitaufwand und Ungewissheit ob es am Ende doch funktionieren wird verbunden, oder? Von der zerstörten Beziehung zum Vermieter wäre hier auch gar nicht die Rede.

Also liebe Community, übersehe ich hier was, oder ist es in Hamburg und vllt. anderen Großstädten tatsächlich so, dass die Realität von der Gesetzeslage ganz weit entfernt ist und der Mietpreisspiegel samt dem BGB 556d für Neuvermietungen eigentlich egal ist?

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u/Hungry_Glass5009 — 2 months ago